Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Entwicklung der weltweiten Produktionsleistung
     
Veränderung in % Prognose 2025 2024
Welt + 3,2 + 3,3
Euro-Zone + 1,2 + 0,9
Deutschland + 0,2 - 0,5
Frankreich + 0,7 + 1,1
Großbritannien + 1,3 + 1,1
USA + 2,0 + 2,8
Russland + 0,6 + 4,3
Japan + 1,1 + 0,1
China + 4,2 + 5,0
Indien + 6,6 + 6,5
Quelle: Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economics Outlook, Oktober 2025

Im Verlauf des Kalenderjahres 2025 zeigte sich die Weltwirtschaft zunächst widerstandsfähig, im weiteren Verlauf überwogen jedoch Anzeichen einer Abschwächung: Vorübergehende Impulse wie vorgezogene Investitionen ebbten ab, während Unsicherheit und politische Spannungen das Wachstum zunehmend belasteten. Die fortgeschrittenen Volkswirtschaften waren insgesamt von Unsicherheit, geopolitischen Spannungen und einer schwächeren Investitionsbereitschaft geprägt. In Europa wirkten sich insbesondere staatliche Investitionen, höhere Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung sowie ein Reformstau auf die wirtschaftliche Entwicklung aus. Schwellenländer profitierten von stabileren wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, bleiben aber anfällig für externe Schocks und die zunehmende Fragmentierung des Welthandels.1

Entwicklung wesentlicher Wechselkurse und Rohstoffpreise

Die TUI Konzerngesellschaften sind mit ihren geschäftlichen Aktivitäten weltweit vertreten. Damit ist die TUI Group finanzwirtschaftlichen Risiken durch Veränderungen von Wechselkursen und Rohstoffpreisen ausgesetzt. Die wesentlichen operativen finanzwirtschaftlichen Transaktionsrisiken bestehen in Euro und US-Dollar. Sie entstehen hauptsächlich durch Fremdwährungskostenpositionen der einzelnen Konzerngesellschaften wie beispielsweise Kerosin und Bunkeröl oder Schiffshandling sowie im Hoteleinkauf. Die Parität des Britischen Pfund gegenüber dem Euro ist für die Umrechnung der im britischen Markt erzielten Ergebnisse im TUI Konzernabschluss von Bedeutung. Rohstoffpreisänderungen wirken sich in der TUI Group insbesondere auf die Beschaffung von Treibstoffen wie Kerosin und Bunkeröl aus. Risiken aus Wechselkursänderungen und Preisrisiken aus Treibstoffeinkäufen werden in der Touristik zum Teil durch derivative Sicherungsgeschäfte abgesichert.

Wechselkurs Britisches Pfund

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Wechselkurs US-Dollar

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Die Darstellung der Wechselkurs-Charts erfolgt in der am Devisenmarkt üblichen „Mengennotiz“. Ein Rückgang dieser Notierung bedeutet, dass die dargestellte Währung gegenüber dem Euro an Wert zunimmt. Ein Anstieg dieser Notierung bedeutet, dass die dargestellte Währung gegenüber dem Euro an Wert einbüßt.

Ölpreis

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Branchenüberblick

TUI ist ein weltweit operierender Anbieter von Erlebnissen in der Touristik. Die Entwicklung des internationalen Tourismusmarkts beeinflusst daher alle Geschäftsbereiche des Konzerns.

Ein Schlüsselindikator zur Messung der Größe der Tourismusindustrie ist die Zahl der internationalen touristischen Ankünfte. Nach Angaben der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen UNWTO gab es zwischen 2009 und 2019 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von rund 5 % der touristischen Ankünfte2. Dieses Wachstum wurde durch verschiedene Faktoren begünstigt: die relativ stabile Weltwirtschaft, eine wachsende Mittelschicht in den Schwellenländern, technologischer Fortschritt und Erleichterungen in der Visabeschaffung.

Mit dem Ausbruch und der weltweiten Ausbreitung der COVID-19-Pandemie im ersten Kalenderquartal 2020 kamen nahezu sämtliche Aktivitäten der Branche zum Erliegen. Infolgedessen gingen die internationalen Touristenankünfte erheblich zurück, erholten sich aber in den Folgejahren wieder deutlich. Im Kalenderjahr 2024 erreichten die internationalen touristischen Ankünfte das Niveau des entsprechenden Vergleichszeitraums 2019. In den ersten sechs Monaten 2025 stieg die Anzahl der internationalen touristischen Ankünfte um 4 % gegenüber dem Niveau von 2019. Trotz geopolitischer Spannungen blieb die Reiselust global stabil, wobei die Entwicklungen regional unterschiedlich ausfielen.3

Veränderung internationale touristische Ankünfte
     
Veränderung in % 2025 versus 2024¹ 2025 versus 2019¹
Welt + 5 + 4
Europa + 4 + 7
Asien und Pazifikraum + 11 - 8
Amerika + 3 + 1
Afrika + 12 + 20
Mittlerer Osten - 4 + 29
Quelle: UNWTO Tourism Data Dashboard und World Tourism Barometer, September 2025
¹ Zeitraum Januar bis Juni    

Reisevermittlermarkt

Reisevermittler sind als Mittler zwischen einem Anbieter touristischer Leistungen wie zum Beispiel einer Fluggesellschaft oder einem Hotel und dem Endkunden tätig und erbringen in der Regel Vertriebs-, Packaging- oder damit verbundene Dienstleistungen. Ihr Vorteil gegenüber Direktanbietern liegt im Allgemeinen in den Vertriebs- und im Falle von Reiseveranstaltern den Fulfillment-Fähigkeiten und Serviceangeboten. Zu den Reisevermittlern gehören Reiseveranstalter, Reisebüros und Online-Reisebüros (OTAs), deren Geschäftsmodelle sich erheblich unterscheiden. Alle können ihren Kunden ein Komponentenprodukt (zum Beispiel Flug, Unterkunft) oder ein Pauschalprodukt (zum Beispiel bestehend aus Flug, Hotel und Transfers) anbieten, in der Regel über eine Kombination aus Offline- (Reisebüros) und Online-Kanälen (Web und App). Die Buchungspräferenzen haben sich im Laufe der Zeit auf das Internet verlagert, ein Trend, der sich während der Pandemie noch beschleunigt hat.

Um sich Flug- und Hotelkapazitäten im Voraus zu sichern, kann ein Reiseveranstalter einen Vertrag mit dem Anbieter abschließen, der häufig Verpflichtungen zur Abnahme einer bestimmten Menge an Kontingenten zu einem bestimmten Preis beinhaltet. Nimmt der Reiseveranstalter Kontingente verbindlich ab, übernimmt er das Risiko, diese auszulasten. Im Gegenzug kann er erwarten, dass der Anbieter ihm einen günstigen Tarif sowie die Möglichkeit bietet, die Unterkunft auf exklusiver Basis anzubieten und zu vermarkten. Alternativ können Reiseveranstalter dynamisch auf Flug- und Hotelangebote zugreifen, entweder direkt beim Anbieter, über eine Bettendatenbank oder über ein globales Vertriebssystem. Dies ist risikofrei und bietet dem Kunden zusätzliche Wahlmöglichkeiten und Flexibilität (zum Beispiel in Bezug auf die Wahl des Abflughafens, die Flugzeiten und die Dauer des Urlaubs). OTAs hingegen verpflichten sich in der Regel nicht zur Abnahme von Kapazitäten und sind auch nicht an der Durchführung der Reise beteiligt. Sie bieten den Anbietern eine digitale Vertriebsplattform mit einer großen Kundenreichweite.

Die Entwicklung und Einführung generativer KI verändern die Rolle und Bedeutung von Reisevermittlern bei der Planung und Buchung von Reisen und schaffen sowohl Chancen als auch Risiken. Bei Gästen, die über OTAs und Suchmaschinen buchen, können KI-Vertriebskanäle (zum Beispiel Chatbots) potenziell zu einem erheblichen Zugewinn an Marktanteilen führen. Der Erfolg wird maßgeblich davon abhängen, von einer reinen Suchmaschinen-Optimierung zur Einbindung von Antwortmaschinen-Optimierung und Optimierung für generative KI-Maschinen überzugehen.

Flugmarkt

Die COVID-19-Pandemie traf die Luftverkehrsbranche besonders hart, da globale Reiseverbote dazu führten, dass Fluggesellschaften auf der ganzen Welt ihre Flugzeuge am Boden lassen und Flüge stornieren mussten. Nach Aufhebung der Beschränkungen nahm der Flugverkehr wieder deutlich zu, und das weltweite Gesamtverkehrsaufkommen erreichte und übertraf im Februar 2024 die Werte von 20194. Mittlerweile schwächt sich der Anstieg ab – für das Jahr 2025 ist der erwartete Anstieg der Nachfrage nach Flugreisen gegenüber früheren Prognosen auf 5,8 % gesenkt worden, da sowohl weltweit als auch für die USA ein Rückgang des BIP-Wachstums erwartet wird5. Trotz rückläufiger Inflation und Flugtreibstoffpreise bestehen weiterhin Herausforderungen, unter anderem in der Lieferkette. Im Jahr 2025 werden die Erlöse pro Passagier bei einem um 13 % niedrigeren Flugtreibstoffpreis voraussichtlich zum zweiten Mal in Folge gegenüber dem Vorjahr sinken, was jedoch angesichts der derzeitigen Kapazitätsbeschränkungen nicht zwangsläufig zu einer schwächeren Profitabilität der Branche führen sollte.

Eine weitere Herausforderung, die die Luftverkehrsbranche betrifft, ist der Klimawandel. Die Branche hat sich verpflichtet, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erzielen. Damit werden die CO2-Kompensationsmaßnahmen, auf die die Akteure bislang gesetzt haben, enden müssen. Es wird erwartet, dass nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) für die Branche zum wichtigsten Mittel zur Erreichung ihrer Reduktionsziele werden. Allerdings übersteigt die Nachfrage weiterhin erheblich die Produktion. Hinzu kommt, dass die Herstellungskosten für SAF mehr als das Dreifache der Kosten pro Tonne Kerosin ausmachen6.

Hotelmarkt

Die Hotelbranche zeigte 2024 weltweit eine stabile Entwicklung7. Der Erlös pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) übertraf global gesehen den Wert von 2019. Der asiatisch-pazifische Raum blieb aufgrund von Visaproblemen und der sich abkühlenden Konjunktur in China weiterhin hinter den Werten von 2019 zurück. Für 2025 wird ein weiteres, wenn auch moderates RevPAR-Wachstum erwartet.

Der Hotelmarkt teilt sich in die Ferien- und Geschäftshotellerie auf. Ferienhotels unterscheiden sich in diversen Merkmalen von Geschäftshotels, so beispielsweise durch eine längere durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste, die Standorte, die Ausstattung oder die Dienstleistungsangebote der Hotels. Aus Nachfragesicht unterteilt sich der Ferienhotelmarkt in Europa in mehrere kleinere Teilmärkte, die auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Gäste zugeschnitten sind. Diese Teilmärkte umfassen Premium-, Komfort- und Budgethotels sowie Familien-/Apartmenthotels und Club- oder Resorthotels. Hotelgesellschaften können in verschiedenen Marktsegmenten unterschiedliche Hotels bieten, die sich häufig über das jeweilige Preissegment, die Sternebewertung, Exklusivität oder Ausstattung definieren.

Insbesondere in Europa gibt es eine Reihe kleiner, häufig familiengeführter Häuser, die weniger gehoben sind und über weniger finanzielle Mittel verfügen. Die meisten familiengeführten Hotels werden nicht unter einer Marke geführt.

Angesichts der Vielzahl von Eigentums- und Betriebsmodellen in der Ferienhotellerie und des fragmentierten Wettbewerbsumfelds, das zumindest in Europa nicht durch große Hotelketten dominiert wird, unterscheidet sich das Wettbewerbsumfeld von einem Standort zum nächsten erheblich. Trotz dieser starken Fragmentierung ist auch in Europa wie in nahezu allen Weltregionen ein struktureller Wandel in der Hotellerie zu beobachten. Der Anteil der Hotelketten nimmt zu, ebenso der Fokus auf den Direktvertrieb sowie auf Programme zur Kundenbindung.

Nachhaltigkeit und Emissionsreduzierung stehen in der Hotelbranche stark im Fokus. Viele große Marken verpflichten sich zu Emissionsreduktionszielen und anderen Zielen wie Energieeffizienz, Wassereinsparung und Abfallreduzierung. Ein weiteres wichtiges Thema für die Branche ist die Inflation, die mit steigenden Energiekosten, höheren Zinssätzen und Fachkräftemangel einhergeht. Obwohl die Hotelumsätze (basierend auf den großen globalen Marken) aufgrund der Erholung nach der Pandemie und der deutlichen Preiserhöhungen gestiegen sind, müssen Hotels zur Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit möglicherweise ihre Effizienz steigern8.

Kreuzfahrtmarkt

Das Passagieraufkommen überstieg am Jahresende 2023 das Niveau von 2019 und dürfte bis Ende 2025 um 27 % darüber liegen9.

Im Kalenderjahr 2024 waren die USA, Deutschland, UK, Australien und Kanada die fünf größten Quellmärkte. Die am häufigsten besuchten Reiseziele waren in diesem Zeitraum die Karibik, das Mittelmeer, Asien, China und Nordeuropa10.

Ähnlich wie in der Luftfahrt- und Hotelbranche stehen auch in der Kreuzfahrtindustrie die Emissionsreduzierung und der Weg zu Netto-Null-Emissionen stark im Fokus. Darüber hinaus wurden neue Vorschriften eingeführt: Anfang 2023 sind zusätzliche Regeln der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) zur Kohlenstoffintensität und zum Bewertungssystem in Kraft getreten, und das EU-Emissionshandelssystem (ETS) wird seit 2024 schrittweise eingeführt.

Markt für Erlebnisse und Attraktionen

Der Markt für Erlebnisse und Attraktionen ist ein schnell wachsendes Tourismussegment, das nach unseren Einschätzungen voraussichtlich prozentual schneller wachsen wird als andere Bereiche des Tourismussektors. Auf Anbieterseite ist der Markt vielfältig, komplex und stark fragmentiert, ein hoher Anteil wird überwiegend offline betrieben. Vermittlung und Präsenz in den Destinationen spielen daher eine wichtige Rolle11. Diese Rahmenbedingungen bieten Chancen, und viele der größten Akteure im Tourismusgeschäft sind entweder als OTA oder durch B2B-Partnerschaften in diesen Bereich eingestiegen.

Unsere Marke

Unsere Marke mit dem roten „Smile“ – dem lächelnden Logo – ist einer der wichtigsten Werte unseres Unternehmens. Der TUI Smile steht für unseren Anspruch, Momente zu kreieren, die das Leben unserer Gäste bereichern. Um unsere Marke mit Leben zu füllen, nutzen wir ein Markenmodell, das eine klare Richtung vorgibt, wie wir unser Angebot und unser Produktportfolio weiterentwickeln wollen, woran wir uns als Organisation orientieren und wie wir wahrgenommen werden möchten.

Unsere Vision „Excellence in Leisure Experiences“ soll unsere Ambitionen am Markt deutlich machen. Sie erstreckt sich über die gesamte Customer Journey, also Pauschalreisen, Komponenten, Hotels, Flüge, Touren, Kreuzfahrten, Erlebnisse und Mietwagen: Wir streben danach, unserem Anspruch an jedem Kontaktpunkt mit unseren Gästen, sowohl in der physischen als auch in der digitalen Welt, gerecht zu werden. Unsere Markenwelt unterstreicht dies mit einem klaren Markenziel und -versprechen sowie einer eindeutigen Markenidentität.

Mit der beschleunigten Transformation des Unternehmensbereichs Märkte + Airline wollen wir unter unserer internationalen Marke künftig ein größeres Portfolio an Produkten, Dienstleistungen und Reisezielen anbieten. Ziel ist es, so die weltweite Präsenz und die Bekanntheit der Marke TUI auszubauen, um mehr Produkte an mehr Kunden in weiteren Ländern weltweit zu verkaufen. Mit unserem starken Fokus auf dem Kundenerlebnis hielten wir im Geschäftsjahr 2025 eine Spitzenstellung bei Markenbekanntheit und -erwägung und erzielten konzernweit über alle Märkte einen gegenüber dem Vorjahr nochmals erhöhten NPS-Wert (Net Promoter Score, Indikator für Kundenzufriedenheit und Weiterempfehlungsbereitschaft)12.

Die unserer Marke zugrunde liegende Vision erstreckt sich weit über die Kundenansprache hinaus. Sie zielt nicht nur auf alle Kontaktpunkte mit unseren Gästen, sondern auch auf unsere Mitarbeitenden, um sie auf das gemeinsame übergeordnete Ziel auszurichten, den Kunden ein nachhaltiges und durchgängiges Erlebnis zu verschaffen. Hierzu nutzen wir unser Kundenzentrierungsprogramm „Makers of Happy“, unsere Werte „Trusted“, „Unique“ und „Inspiring“ sowie die Mitarbeitendenkommunikation mit der Arbeitgebermarke „Let's TUI it“. All dies soll die Wettbewerbsstärke von TUI sichern.

Ertragslage des Konzerns

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Umsatz der TUI Group leicht über dem des Geschäftsjahres 2024. Ursächlich hierfür waren insbesondere höhere Durchschnittspreise, im Wesentlichen im Bereich Märkte + Airline. Darüber hinaus ist die Entwicklung des TUI Konzerns aufgrund des durch die Winter- und die Sommerreisemonate geprägten touristischen Geschäfts einer signifikanten Saisonalität unterworfen.

Das operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) der TUI Group verbesserte sich im Berichtsjahr um 116,9 Mio. € auf 1.413,1 Mio. €. Auf Basis konstanter Wechselkurse entsprach dieser Anstieg einer Verbesserung um 162,7 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der TUI AG für die Zeit vom 1.10.2024 bis 30.9.2025
       
Mio. € 2025 2024 Veränderung in %
Umsatzerlöse 24.178,7 23.167,3 + 4,4
Umsatzkosten 22.163,6 21.221,2 + 4,4
Bruttogewinn 2.015,1 1.946,1 + 3,5
Verwaltungsaufwendungen 1.122,0 1.045,8 + 7,3
Sonstige Erträge 26,9 14,4 + 87,5
Andere Aufwendungen 15,2 17,1 - 11,1
Wertminderungen (+) / -aufholungen (-) auf finanzielle Vermögenswerte 7,2 - 0,9 n. a.
Finanzerträge 101,0 109,7 - 7,9
Finanzaufwendungen 429,0 518,3 - 17,2
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 463,9 371,7 + 24,8
Wertminderungen (+) / -aufholungen (-) auf Nettoinvestitionen in nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - 0,7 0,2 n. a.
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.034,2 861,4 + 20,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Aufwand (+), Ertrag (-)) 192,4 154,0 + 25,0
Konzerngewinn 841,8 707,4 + 19,0
Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzerngewinn 635,9 507,1 + 25,4
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzerngewinn 205,8 200,3 + 2,7

Umsatzerlöse und -kosten

Umsatz
       
Mio. € 2025 2024 Veränderung in %
Hotels & Resorts 1.243,8 1.152,4 + 7,9
Kreuzfahrten 883,4 840,1 + 5,2
TUI Musement 1.044,8 931,0 + 12,2
Urlaubserlebnisse 3.172,0 2.923,5 + 8,5
Region Nord 8.856,8 8.546,7 + 3,6
Region Zentral 8.854,0 8.336,9 + 6,2
Region West 3.282,8 3.349,3 - 2,0
Märkte + Airline 20.993,5 20.232,9 + 3,8
Alle übrigen Segmente 13,2 10,9 + 20,7
TUI Group 24.178,7 23.167,3 + 4,4
TUI Group (zu konstanten Wechselkursen) 24.185,0 23.167,3 + 4,4

Der Umsatz des TUI Konzerns nahm im Geschäftsjahr 2025 um 4,4 % auf 24,2 Mrd. € zu. Bereinigt um Währungseffekte stieg der Umsatz ebenfalls um 4,4 %. Den Umsatzerlösen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung die Umsatzkosten gegenübergestellt, die sich im Berichtsjahr insbesondere aufgrund der Preissteigerungen um 4,4 % erhöhten.

Bruttogewinn

Der Bruttogewinn als Saldogröße aus Umsatzerlösen und -kosten verbesserte sich um 69,0 Mio. € gegenüber dem Wert des Vorjahres auf 2.015,1 Mio. €.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich um 76,1 Mio. € gegenüber dem Wert des Vorjahres (Vorjahr 1.045,8 Mio. €) auf 1.122,0 Mio. €. Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen resultierte unter anderem aus dem Anstieg der Löhne und Gehälter.

Sonstige Erträge und andere Aufwendungen

Die sonstigen Erträge im Geschäftsjahr 2025 resultierten im Wesentlichen aus dem Verkauf der ARP-Gruppe, aus dem Verkauf von Flugzeugvermögen und aus der Reklassifizierung von Fremdwährungsdifferenzen. Im Vorjahr waren hier insbesondere Erträge aus dem Verkauf von Flugzeugvermögen, aus der Neubewertung von Leasingverträgen sowie aus dem Verkauf von Beteiligungen ausgewiesen.

Die anderen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2025 resultierten im Wesentlichen aus dem Verkauf von Flugzeugvermögen sowie aus Fremdwährungseffekten. Im Vorjahr wurden in den anderen Aufwendungen insbesondere die Aufwendungen aus dem Verkauf von Flugzeugvermögen gezeigt.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis im Geschäftsjahr 2025 betrug -328,0 Mio. € nach -408,5 Mio. € im Vorjahr.

Die Finanzerträge reduzierten sich um 8,7 Mio. € auf 101,0 Mio. € (Vorjahr 109,7 Mio. €). Die Abnahme resultierte im Wesentlichen aus rückläufigen Zinserträgen aus der Währungsumrechnung von Finanzinstrumenten sowie gesunkenen Zinserträgen aus Bankguthaben und liquiden Mitteln in Geldmarktfonds und ist im Wesentlichen durch gesunkene Zinssätze begründet.

Die Finanzaufwendungen sind um 89,2 Mio. € auf 429,0 Mio. € (Vorjahr 518,3 Mio. €) gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf gesunkene Zinsaufwendungen aus Anleihen zurückzuführen. Der teilweise Rückkauf der im Geschäftsjahr 2021 begebenen Wandelanleihe führte im Vorjahr zu einem zusätzlichen Zinsaufwand. Der Rückgang der Finanzaufwendungen wurde teilweise kompensiert durch höhere Zinsaufwendungen für die im Vorjahr neu begebene Wandelanleihe sowie die im selben Jahr begebene Nachhaltigkeitsanleihe. Die geringere Inanspruchnahme der revolvierenden Kreditlinie führte zu einem Rückgang der übrigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen.

Equity-Ergebnis

Das Ergebnis aus den nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen in Höhe von 463,9 Mio. € (Vorjahr 371,7 Mio. €) enthält das anteilige Jahresergebnis der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen.

Ergebnis vor Ertragsteuern

Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug im Berichtsjahr 1.034,2 Mio. € (Vorjahr 861,4 Mio. €) und verbesserte sich damit um 172,8 Mio. €.

Konzerngewinn

Der Konzerngewinn des Geschäftsjahres 2025 betrug 841,8 Mio. € und stieg damit um 134,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahresgewinn von 707,4 Mio. €.

Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzerngewinn

Der auf die Aktionäre der TUI AG entfallende Anteil am Konzerngewinn im Geschäftsjahr 2025 betrug 635,9 Mio. € (Vorjahr 507,1 Mio. €).

Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzerngewinn

Der Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzerngewinn betrug im Berichtsjahr 205,8 Mio. € (Vorjahr 200,3 Mio. €). Er betraf vornehmlich die RIUSA II Gruppe im Segment Hotels & Resorts.

Ergebnis je Aktie

Bezogen auf den Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzerngewinn ergab sich ein unverwässertes Ergebnis je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 von 1,25 € (Vorjahr 1,00 €).

Alternative Performance-Kennzahlen

Die wesentliche finanzielle Steuerungsgröße des Konzerns ist das bereinigte EBIT. Das dem bereinigten EBIT zugrunde liegende EBIT definieren wir als das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern sowie Erträgen und Aufwendungen aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten des Konzerns. In der Kennzahl EBIT sind Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte definitionsgemäß enthalten.

Das bereinigte EBIT ist um Erträge und Aufwendungen korrigiert worden, die aufgrund ihrer Höhe sowie der Häufigkeit ihres Eintritts die Beurteilung der operativen Ertragskraft der Unternehmensbereiche und des Konzerns erschweren oder verzerren. Hierzu zählen Abgangsergebnisse aus Finanzanlagen, wesentliche Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Vermögenswerten sowie wesentliche Restrukturierungs- und Integrationsaufwendungen. Daneben werden sämtliche Effekte aus Kaufpreisallokationen, Anschaffungsnebenkosten und bedingten Kaufpreiszahlungen bereinigt. Auch etwaige Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden in der nachstehenden Überleitung zum bereinigten EBIT korrigiert.

Überleitung zum bereinigten EBIT des TUI Konzerns
       
Mio. € 2025 2024 Veränderung in %
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.034,2 861,4 + 20,1
zuzüglich Nettozinsbelastung (ohne Aufwand / Ertrag aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten) 337,5 414,9 - 18,7
abzüglich Ertrag aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten - 2,8 - 1,0 - 180,0
EBIT 1.368,9 1.275,3 + 7,3
Bereinigungen:      
zuzüglich zu bereinigender Einzelsachverhalte 23,6 - n. a.
zuzüglich Aufwand aus Kaufpreisallokation 20,6 20,9 - 1,4
Bereinigtes EBIT 1.413,1 1.296,2 + 9,0

Das EBIT der TUI Group verbesserte sich im Geschäftsjahr 2025 um 93,6 Mio. € auf 1.368,9 Mio. €.

EBIT
       
Mio. € 2025 2024 Veränderung in %
Hotels & Resorts 733,9 669,6 + 9,6
Kreuzfahrten 481,1 374,3 + 28,5
TUI Musement 76,9 43,8 + 75,6
Urlaubserlebnisse 1.291,9 1.087,6 + 18,8
Region Nord 105,3 159,6 - 34,0
Region Zentral 87,0 126,0 - 30,9
Region West - 33,3 8,5 n. a.
Märkte + Airline 159,1 294,0 - 45,9
Alle übrigen Segmente - 82,1 - 106,4 + 22,9
TUI Group 1.368,9 1.275,3 + 7,3

Das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) der TUI Group verbesserte sich im Geschäftsjahr 2025 um 116,9 Mio. € auf 1.413,1 Mio. €.

Bereinigtes EBIT
       
Mio. € 2025 2024 Veränderung in %
Hotels & Resorts 735,0 668,4 + 10,0
Kreuzfahrten 481,1 374,3 + 28,5
TUI Musement 67,2 49,2 + 36,7
Urlaubserlebnisse 1.283,2 1.091,9 + 17,5
Region Nord 123,2 165,4 - 25,5
Region Zentral 98,3 128,1 - 23,3
Region West - 21,6 10,3 n. a.
Märkte + Airline 199,9 303,9 - 34,2
Alle übrigen Segmente - 70,0 - 99,6 + 29,7
TUI Group 1.413,1 1.296,2 + 9,0
TUI Group (zu konstanten Wechselkursen) 1.458,9 1.296,2 + 12,6

Im Geschäftsjahr 2025 ergaben sich aus den bereinigten Einzelsachverhalten in Summe Nettoaufwendungen in Höhe von 23,6 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €).

Weitere Segmentkennzahlen

Überleitung auf bereinigtes EBITDA
       
Mio. € 2025 2024 Veränderung in %
EBIT 1.368,9 1.275,3 + 7,3
Abschreibungen und Wertminderungen (+) / Zuschreibungen (–) auf sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen und Nutzungsrechte 879,8 846,6 + 3,9
EBITDA 2.248,6 2.121,9 + 6,0
Bereinigungen 23,0 - 2,2 n. a.
EBITDA (bereinigt) 2.271,6 2.119,7 + 7,2
EBITDA
       
Mio. € 2025 2024 Veränderung in %
Hotels & Resorts 932,8 844,5 + 10,5
Kreuzfahrten 563,9 459,8 + 22,6
TUI Musement 115,1 79,8 + 44,2
Urlaubserlebnisse 1.611,8 1.384,1 + 16,5
Region Nord 413,6 467,3 - 11,5
Region Zentral 191,3 228,0 - 16,1
Region West 114,6 143,9 - 20,4
Märkte + Airline 719,5 839,4 - 14,3
Alle übrigen Segmente - 82,6 - 101,6 + 18,7
TUI Group 2.248,6 2.121,9 + 6,0
Bereinigtes EBITDA
       
Mio. € 2025 2024 Veränderung in %
Hotels & Resorts 933,0 843,4 + 10,6
Kreuzfahrten 563,9 459,8 + 22,6
TUI Musement 99,7 79,5 + 25,4
Urlaubserlebnisse 1.596,6 1.382,6 + 15,5
Region Nord 420,2 461,7 - 9,0
Region Zentral 201,7 229,3 - 12,0
Region West 123,7 143,0 - 13,5
Märkte + Airline 745,6 834,0 - 10,6
Alle übrigen Segmente - 70,5 - 97,0 + 27,3
TUI Group 2.271,6 2.119,7 + 7,2

Geschäftsentwicklung in den Segmenten

Urlaubserlebnisse

Urlaubserlebnisse
       
Mio. € 2025 2024 Veränderung in %
Umsatz 3.172,0 2.923,5 + 8,5
Bereinigtes EBIT 1.283,2 1.091,9 + 17,5
Bereinigtes EBIT (zu konstanten Wechselkursen) 1.312,0 1.091,9 + 20,2
Hotels & Resorts
       
Mio. € 2025 2024 Veränderung in %
Gesamtumsatz1 2.243,5 2.089,5 + 7,4
Umsatz 1.243,8 1.152,4 + 7,9
Bereinigtes EBIT 735,0 668,4 + 10,0
Bereinigtes EBIT (zu konstanten Wechselkursen) 758,9 668,4 + 13,5
Verfügbare Bettennächte2 (in Tsd.) 39.797 39.657 + 0,4
Riu 14.899 14.570 + 2,3
Robinson 3.479 3.487 - 0,2
Royalton 6.084 6.190 - 1,7
Auslastung3 (in %, Veränderung in %-Pkt.) 84 82 + 2
Riu 91 91 -
Robinson 76 74 + 2
Royalton 85 83 + 2
Durchschnittsrate pro Tag4 (in €) 97 93 + 3,3
Riu 89 84 + 5,4
Robinson 116 112 + 3,5
Royalton 158 162 - 2,3
Die Umsatzgrößen enthalten alle vollkonsolidierten Gesellschaften, alle übrigen Kennzahlen inkl. Equity-Gesellschaften.
1 Der Gesamtumsatz beinhaltet konzerninterne Umsätze.
2 Anzahl Öffnungstage multipliziert mit verfügbaren Betten der in Eigentum/Pacht befindlichen Hotels
3 Belegte Betten dividiert durch verfügbare Betten der in Eigentum/Pacht befindlichen Hotels
4 Umsatz aus Unterkunft und Verpflegung dividiert durch Bettennächte der in Eigentum/Pacht befindlichen Hotels

Unser Segment Hotels & Resorts mit seinem diversifizierten Hotelportfolio bekannter eigener und differenzierter Marken steigerte das bereinigte EBIT um 66,5 Mio. € auf einen Rekordwert13 von 735,0 Mio. € (Vorjahr 668,4 Mio. €) und knüpfte damit an die starke Dynamik des Vorjahres an. Auf Basis konstanter Wechselkurse stieg das bereinigte EBIT noch deutlicher um 90,5 Mio. € auf 758,9 Mio. €. Die verbesserte operative Geschäftsentwicklung bei unseren Marken, vor allem bei Riu, war insbesondere auf höhere Raten und Auslastungen aufgrund eines Anstiegs der Anzahl der Bettennächte sowie eine stärkere Kundennachfrage zurückzuführen. Im Winter waren die Kanaren, Ägypten und die Kapverden die am stärksten nachgefragten Destinationen auf der Kurz- und Mittelstrecke. In der Sommersaison waren Spanien, Griechenland und die Türkei erneut die am stärksten nachgefragten Destinationen. Ägypten erzielte starke Zuwächse. Auch Mexiko als Ganzjahresdestination verzeichnete als unser führendes Zielgebiet auf der Langstrecke weiterhin eine starke Nachfrage.

Im Einklang mit unserer strategischen Expansion soll das Portfolio von zwölf differenzierten Hotelmarken in neuen und bestehenden Destinationen weiter ausgebaut werden. Die Anzahl der verfügbaren Bettennächte stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 % auf 39,8 Mio. Die durchschnittliche Auslastung stieg von einem hohen Niveau um weitere 2 Prozentpunkte auf 84 % (Vorjahr 82 %). Die Durchschnittsrate verbesserte sich um 3,3 % auf 97 € (Vorjahr 93 €), unser Ägypten-Portfolio verzeichnete einen besonders starken Anstieg.

Bei Betrachtung der einzelnen Marken erzielte Riu in diesem Segment ein besonders gutes Ergebnis und profitierte insbesondere von einer verbesserten operativen Geschäftsentwicklung in den spanischen Kernmärkten, der Karibik und auf den Kapverden. Die Durchschnittsrate verbesserte sich um 5,4 % auf 89 € (Vorjahr 84 €) bei einer weiterhin hohen Auslastung von 91 % (Vorjahr 91 %).

Robinson erzielte mit seinem Portfolio von Clubhotels verbesserte operative Kennzahlen mit einer um 2 Prozentpunkte auf 76 % (Vorjahr 74 %) gestiegenen Auslastung sowie einem Anstieg der Durchschnittsrate um 3,5 % auf 116 € (Vorjahr 112 €). Belastet wurden die Ergebnisse durch den Inflationsdruck bei den türkischen Anlagen sowie die planmäßige renovierungsbedingte Schließung eines Robinson Resorts auf den Malediven im ersten Halbjahr im Rahmen der Modernisierung des Portfolios von überwiegend Vier- und Fünf-Sterne-Clubhotels.

Royalton (ehemals Blue Diamond) erzielte einen Anstieg der Auslastung um 2 Prozentpunkte auf 85 % (Vorjahr 83 %), während die Durchschnittsrate um 2,3 % auf 158 € zurückging (Vorjahr 162 €). Die Gesamtergebnisse der Häuser in der Karibik und in Mexiko lagen etwa auf Vorjahresniveau.

Unsere übrigen Hotelmarken, die beliebte Marken wie TUI Blue, TUI Magic Life und TUI Suneo umfassen, verzeichneten im Berichtszeitraum höhere Raten und Auslastungen, die sich positiv auf die gesamte Geschäftsentwicklung des Segments auswirkten.

Im Berichtsjahr setzte das Segment Hotels & Resorts das Wachstum durch die Expansion des Portfolios um 30 Hotels fort. Das Wachstum wurde im Einklang mit unserer Asset-Right-Strategie und unserem skalierbaren Ansatz erzielt. Zum 30. September 2025 umfasste das Segment ein Gesamtportfolio von 463 Hotels gegenüber 433 Hotels zum Ende des Geschäftsjahres 2024. Im Rahmen unserer globalen Expansion im Berichtsjahr stärkten wir unsere Präsenz in Asien durch Neueröffnungen in China und Kambodscha und expandierten in Afrika mit der Eröffnung neuer Hotels in Sansibar, Ägypten, Marokko und Tunesien.

Kreuzfahrten
       
Mio. € 2025 2024 angepasst¹ Veränderung in %
Umsatz² 883,4 840,1 + 5,2
Bereinigtes EBIT 481,1 374,3 + 28,5
Bereinigtes EBIT (zu konstanten Wechselkursen) 482,1 374,3 + 28,8
Verfügbare Passagiertage³ (in Tsd.) 11.412 9.685 + 17,8
TUI Cruises 8.199 6.449 + 27,1
Marella Cruises 3.213 3.236 - 0,7
Auslastung⁴ (in %, Veränderung in %-Pkt.) 99 99 -
TUI Cruises 98 99 - 1
Marella Cruises 99 98 + 1
Durchschnittsrate pro Tag (in €) 235 231 + 1,6
TUI Cruises⁵ 234 234 -
Marella Cruises⁶ (in £) 202 193 + 4,3
¹ Bei den verfügbaren Passagiertagen, der Auslastung und der Durchschnittsrate pro Tag werden die Angaben zu Mein Schiff und Hapag-Lloyd Cruises zusammengefasst unter TUI Cruises angegeben. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
² Der Umsatz enthält nicht die Umsätze von TUI Cruises, da das Joint Venture TUI Cruises nach der Equity-Methode im Konzernabschluss bilanziert wird.
³ Anzahl Betriebstage multipliziert mit verfügbaren Betten
⁴ Anzahl erreichter Passagiertage dividiert durch verfügbare Passagiertage
⁵ Ticketumsatz dividiert durch erreichte Passagiertage
⁶ Umsatz (Aufenthalt an Bord sowie integrationsbedingt inklusive aller Pauschalreiseelemente wie Transfer, Flug und Hotels) dividiert durch erreichte Passagiertage

Das Segment Kreuzfahrten umfasst das Gemeinschaftsunternehmen TUI Cruises mit den Marken Mein Schiff und Hapag-Lloyd Cruises in Deutschland sowie Marella Cruises in Großbritannien. Der weitere Ausbau unseres Produktangebots in diesem Segment wird durch Neubauten angesichts einer starken Buchungsentwicklung und positiven Marktaussichten, insbesondere in Europa, getragen. Nach der Indienststellung der Mein Schiff 7 im Juni 2024 und der Mein Schiff Relax im März 2025 umfasst die Flotte des gesamten Segments nun 18 Schiffe. Die Neubauten sind mit modernster Technologie zur Emissionsreduzierung ausgestattet und für den künftigen Einsatz von grünem Methanol als Treibstoff vorbereitet. Dies markiert einen wichtigen Schritt auf unserem Weg zur klimaneutralen Kreuzfahrt.

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Segment ein Rekordergebnis14 infolge der Verbesserung und des Ausbaus des Produktangebots sowie der starken Nachfrage. Das bereinigte EBIT stieg um 106,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr auf 481,1 Mio. € (Vorjahr 374,3 Mio. €), unterstützt durch höhere Passagierzahlen bei höheren Raten und gleichbleibender Auslastung. Auf Basis konstanter Wechselkurse stieg das bereinigte EBIT um 107,8 Mio. € auf 482,1 Mio. €.

Die Zahl verfügbarer Passagiertage stieg stark um 1.727 Tsd. auf 11.412 Tsd. (Vorjahr 9.685 Tsd.), insbesondere infolge der Indienststellung der Mein Schiff Relax und des erstmaligen ganzjährigen Betriebs der Mein Schiff 7. Die durchschnittlichen Tagesraten des Segments stiegen um 1,6% auf 235 € (Vorjahr 231 €) bei einer anhaltend hohen Auslastung von 99 % (Vorjahr 99 %). Diese Entwicklung unterstreicht die anhaltende Nachfrage nach unserem differenzierten Produktangebot im Segment Kreuzfahrten in Großbritannien und Deutschland.

TUI Cruises bietet Kreuzfahrten für den deutschsprachigen Markt an. Die umfassende Produktpalette reicht von Premium-all-inclusive-Kreuzfahrten der Mein Schiff-Flotte, die aus acht Schiffen besteht, bis hin zu Luxus- und Expeditionskreuzfahrten mit den fünf Schiffen der Hapag-Lloyd-Flotte. Durch die Indienststellung der Mein Schiff Relax, die rund 4.000 Passagieren Platz bietet, wurde die Flottenkapazität dieser stark nachgefragten Marke erweitert. Im Berichtsjahr boten die Schiffe der Mein Schiff-Flotte eine Vielzahl von Routen an und waren zu den Kanarischen Inseln, im Mittelmeer, entlang der arabischen Halbinsel, in der Karibik, in Mittelamerika, Asien, Nordeuropa sowie der Ostsee unterwegs. Hapag-Lloyd fokussierte sich auf Premium-Kreuzfahrten mit Routen nach Europa, Amerika, Asien, Afrika, in den Südpazifik sowie exklusive Routen in die Antarktis. Trotz der erheblichen Kapazitätserweiterung blieb die Auslastung der Schiffe mit 98 % (Vorjahr 99 %) nahezu stabil, was die Nachfragestärke für deutschsprachige Produkte unterstreicht. Die durchschnittliche Tagesrate verbesserte sich insbesondere bei der Mein Schiff-Flotte. Da die Mein Schiff-Flotte einen höheren Anteil am Mix gegenüber dem Anteil der hochwertigen Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten hatte, belief sich die insgesamt erzielte Tagesrate bei TUI Cruises unverändert auf 234 € (Vorjahr 234 €).

Marella Cruises, unsere britische Kreuzfahrtmarke, bietet eine Vielzahl an All-Inclusive-Reisen an. Im Berichtsjahr waren überwiegend Reisen im Mittelmeer, zu den Kanarischen Inseln und in der Karibik im Programm. In einem wachsenden Markt und begleitet von einer hohen Kundenzufriedenheit hat sich das operative Ergebnis stark gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Auslastung verbesserte sich um 1 Prozentpunkt auf 99% (Vorjahr 98%). Während die Durchschnittsrate um 4,3% gegenüber dem Vorjahr auf 202 £ (Vorjahr 193 £) stieg, ging die Zahl verfügbarer Passagiertage um 0,7 % auf 3.213 Tsd. (Vorjahr 3.236 Tsd.) zurück. Ursächlich für diesen Rückgang der verfügbaren Passagiertage war eine höhere Anzahl von Tagen für turnusmäßige Wartungsarbeiten einschließlich eines Werftaufenthalts für die Modernisierung der Discovery 2.

TUI Musement
       
Mio. € 2025 2024 Veränderung in %
Gesamtumsatz1 1.502,6 1.362,0 + 10,3
Umsatz 1.044,8 931,0 + 12,2
Bereinigtes EBIT 67,2 49,2 + 36,7
Bereinigtes EBIT (zu konstanten Wechselkursen) 71,0 49,2 + 44,4
1 Der Gesamtumsatz beinhaltet konzerninterne Umsätze.

TUI Musement, unser Geschäft mit Touren und Aktivitäten, erstreckt sich auf Erlebnisse (Exkursionen, Aktivitäten und Tickets), Transfers und mehrtägige Touren sowohl in beliebten Städten als auch in traditionellen Strandurlaubsorten. Das Segment erzielte eine starke Entwicklung und profitierte insbesondere vom Ausbau des B2C-Angebots an Erlebnissen, der Erweiterung des B2B-Angebots mit Partnern inklusive der Kreuzfahrten sowie dem Anstieg der Gästetransfers und Erlebnisse in unserem integrierten Märkte + Airline-Geschäft.

Das bereinigte EBIT stieg um 18,0 Mio. € auf 67,2 Mio. € (Vorjahr 49,2 Mio. €). Zu dieser positiven Entwicklung trugen das erhebliche Wachstum dieses Segments, die durch unser integriertes Geschäftsmodell erzielte Wertschöpfung und die Erweiterung des B2B-Angebots mit Partnern bei, die die Kapazitäten der TUI Musement-Plattform nutzen. Auf Basis konstanter Wechselkurse stieg das bereinigte EBIT um 21,8 Mio. € auf 71,0 Mio. €.

TUI Musement führte im Berichtsjahr 30,9 Mio. Transfers von Veranstaltergästen in den Destinationen durch, ein Anstieg um 1 % gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr 30,5 Mio.). Darüber hinaus wurden 10,6 Mio. Erlebnisse in unseren weltweiten Destinationen verkauft, ein Plus von 6 % gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr 10,0 Mio.). Darin spiegelt sich die gestiegene Kundennachfrage nach Reiseerlebnissen wider. Unsere eigenen, vom TUI Musement-Team entwickelten Produkte betrachten wir als ein wesentliches Differenzierungsmerkmal; sie sollen profitables Wachstum unterstützen. Das Portfolio umfasst auch die besonders nachgefragten Ausflüge unserer Flagship-Marke TUI Collection und die exklusiven National-Geographic-Tagestouren. Der Vertrieb eigener Erlebnisse, darunter die Produkte der TUI Collection, stieg um 6 % auf 5,5 Mio. Zu den am stärksten nachgefragten Erlebnissen gehörten die Mallorca-Tour mit Port de Soller und dem Kloster Lluc sowie die Green-Canyon-Bootsfahrt in der Türkei mit einem Besuch des Manavgat-Markts.

Märkte + Airline

Märkte + Airline
       
Mio. € 2025 2024 Veränderung in %
Umsatz 20.993,5 20.232,9 + 3,8
Bereinigtes EBIT 199,9 303,9 - 34,2
Bereinigtes EBIT (zu konstanten Wechselkursen) 216,7 303,9 - 28,7
Direktvertrieb1 (in %, Veränderung in %-Pkt.) 73 74 - 1
Online-Vertrieb2 (in %, Veränderung in %-Pkt.) 49 50 - 1
Gästezahlen (in Tsd.) 20.247 20.297 - 0,2
1 Anteil der über eigene Vertriebskanäle (stationär und online) verkauften Reisen
2 Anteil der über Online-Plattformen verkauften Reisen

Unser Geschäftsbereich Märkte + Airline erzielte bei höheren Preisen und Gästezahlen auf Vorjahresniveau ein Umsatzwachstum. Die Entwicklung des Bereichs war, wie im Berichtsjahr kommuniziert, durch ein Marktumfeld geprägt, das durch hohe Kosten und operative Herausforderungen gekennzeichnet war; daraus resultierend war die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2025 rückläufig. Infolgedessen belief sich das bereinigte EBIT auf insgesamt 199,9 Mio. €, ein Rückgang um 104,0 Mio. € (Vorjahr 303,9 Mio. €). Auf Basis konstanter Wechselkurse ging das bereinigte EBIT um 87.2 Mio. € auf 216,7 Mio. € zurück.

Insgesamt reisten im Berichtsjahr 20.247 Tsd. Gäste mit uns in den Urlaub, nahezu ebenso viele wie im Vorjahr (Vorjahr 20.297 Tsd.). In Großbritannien und der Region Zentral stiegen die Gästezahlen, während sie in anderen Märkten, insbesondere der Region West, zurückgingen. Insbesondere unsere dynamisch paketierten Produkte verzeichneten weiteres Wachstum und bilden nun einen bedeutenden Anteil am Gesamtproduktportfolio. Insgesamt entschieden sich 3,3 Mio. Kunden für ein dynamisch paketiertes Produkt, ein Anstieg um 11 % gegenüber dem Vorjahr. Die Entwicklung und Verbesserung unserer dynamisch paketierten Produkte bietet unseren Gästen eine größere Auswahl und Flexibilität bei gleichzeitiger Optimierung der Risikokapazität. Im Verlauf des Berichtsjahres erzielten wir weiterhin eine hohe durchschnittliche Auslastung mit 91 % für das Gesamtjahr (Vorjahr 92 %).

Im Berichtsjahr erzielten wir erhebliche Fortschritte bei unserer digitalen Transformation. Der Fokus lag auf der Personalisierung der App als unserem wichtigsten digitalen Kanal. Mit einem Zuwachs um insgesamt 46 % gegenüber dem Vorjahr auf 10,3 % stieg der Anteil des über die App erzielten Umsatzes am Gesamtumsatz stark an. Im britischen Markt war die App-Durchdringung am höchsten, doch trugen alle Märkte zu dem Wachstum beim digitalen Vertrieb bei.

Die Kundennachfrage nach unserem Kurz- und Mittelstreckenangebot blieb der Haupttreiber der Entwicklung der Gästezahlen. In der Wintersaison waren die Kanarischen Inseln, Ägypten und die Türkei am stärksten nachgefragt. In der Sommersaison kamen Griechenland, die Balearen und das spanische Festland hinzu. Ägypten verzeichnete im Gesamtjahr ein besonders starkes Wachstum. Auf der Langstrecke waren Mexiko und die Dominikanische Republik wichtige Ziele, während insbesondere Thailand, die Vereinigten Arabischen Emirate und Sansibar besonders starke Wachstumsraten verzeichneten.

Region Nord
       
Mio. € 2025 2024 Veränderung in %
Umsatz 8.856,8 8.546,7 + 3,6
Bereinigtes EBIT 123,2 165,4 - 25,5
Bereinigtes EBIT (zu konstanten Wechselkursen) 140,3 165,4 - 15,2
Direktvertrieb1 (in %, Veränderung in %-Pkt.) 93 93 -
Online-Vertrieb2 (in %, Veränderung in %-Pkt.) 69 70 - 1
Gästezahlen (in Tsd.) 7.823 7.817 + 0,1
1 Anteil der über eigene Vertriebskanäle (stationär und online) verkauften Reisen
2 Anteil der über Online-Plattformen verkauften Reisen

Die Region Nord umfasst unsere Gesellschaften in den Quellmärkten Großbritannien und den Nordischen Ländern.

Das bereinigte EBIT verringerte sich signifikant um 42,2 Mio. € auf 123,2 Mio. € (Vorjahr 165,4 Mio. €). Es wurde in erster Linie durch Kostendruck in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld belastet. Dem standen gestiegene Preise und ein diszipliniertes Kapazitätsmanagement in Reaktion auf diese Herausforderungen gegenüber. Insgesamt blieb die Gästezahl im Vorjahresvergleich nahezu unverändert mit 7.823 Tsd. (Vorjahr 7.817 Tsd.).

Unsere digitale Transformation schritt im Berichtsjahr weiter voran. Der Online-Vertrieb machte mit 69 % weiterhin einen hohen Anteil der verkauften Reisen aus und lag nahezu auf dem Vorjahreswert (Vorjahr 70 %). Die digitale Durchdringung war in den Nordischen Ländern weiterhin am höchsten. Der Anteil des Direktvertriebs erreichte wie im Vorjahr 93 %, was starke direkte Kundenbeziehungen ermöglicht und zugleich unsere Abhängigkeit von Dritten als Vermittler reduziert. Der britische Markt lag bei unseren Bemühungen um digitale Innovationen erneut an der Spitze und blieb Motor für die konzernweit wachsende Nutzung der App. Mit 19,1 % machten App-Verkäufe dort knapp ein Fünftel der Gesamtbuchungen aus. Dies entspricht einem signifikanten Anstieg von 45 % gegenüber dem Vorjahr.

Region Zentral
       
Mio. € 2025 2024 Veränderung in %
Umsatz 8.854,0 8.336,9 + 6,2
Bereinigtes EBIT 98,3 128,1 - 23,3
Bereinigtes EBIT (zu konstanten Wechselkursen) 97,8 128,1 - 23,6
Direktvertrieb1 (in %, Veränderung in %-Pkt.) 53 53 -
Online-Vertrieb2 (in %, Veränderung in %-Pkt.) 27 28 - 1
Gästezahlen (in Tsd.) 7.991 7.848 + 1,8
1 Anteil der über eigene Vertriebskanäle (stationär und online) verkauften Reisen
2 Anteil der über Online-Plattformen verkauften Reisen

Die Region Zentral umfasst unsere Aktivitäten in Deutschland und Österreich, in der Schweiz und in Polen.

Die Region erzielte höhere Gästezahlen bei höheren Preisen und konnte so die Auswirkungen des herausfordernden und kostenintensiven Umfelds verringern. Das bereinigte EBIT ging um 29,9 Mio. € auf 98,3 Mio. € zurück (Vorjahr 128,1 Mio. €).

Die Gästezahlen stiegen um 1,8 % auf 7.991 Tsd. (Vorjahr 7.848 Tsd.). Dieser Anstieg war insbesondere auf das Wachstum des polnischen Markts zurückzuführen. Unsere Vertriebsstrategie für die Region Zentral fokussierte sich weiterhin auf die Optimierung des Vertriebskanal-Mix. Der Anteil des Online-Vertriebs blieb mit 27 % nahezu unverändert, was die weiterhin wichtige Rolle traditioneller Vertriebskanäle in diesen Märkten bei zugleich wachsender Bedeutung digitaler Plattformen unterstreicht. In Deutschland stieg der Anteil der über unsere App getätigten Verkäufe gegenüber dem Vorjahr signifikant um 42 % an, machte jedoch weiterhin einen moderaten Anteil von 2,1 % des Gesamtumsatzes aus. Der Anteil des Direktvertriebs lag mit 53 % auf Vorjahresniveau. Wir setzen unsere laufenden Initiativen zur Stärkung der direkten Kundenbeziehungen fort und erkennen zugleich die weiterhin wichtige Rolle der Reisebüropartner in diesen Märkten an.

Region West
       
Mio. € 2025 2024 Veränderung in %
Umsatz 3.282,8 3.349,3 - 2,0
Bereinigtes EBIT - 21,6 10,3 n. a.
Bereinigtes EBIT (zu konstanten Wechselkursen) - 21,4 10,3 n. a.
Direktvertrieb1 (in %, Veränderung in %-Pkt.) 73 75 - 2
Online-Vertrieb2 (in %, Veränderung in %-Pkt.) 54 55 - 1
Gästezahlen (in Tsd.) 4.435 4.632 - 4,3
1 Anteil der über eigene Vertriebskanäle (stationär und online) verkauften Reisen
2 Anteil der über Online-Plattformen verkauften Reisen

Die Region West umfasst unsere Aktivitäten in Belgien, den Niederlanden und Frankreich.

Das Segment wies ein bereinigtes EBIT von -21,6 Mio. € aus, ein Rückgang um 31,9 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr 10,3 Mio. €). Die Gesamtergebnisentwicklung spiegelt die Herausforderungen eines wettbewerbsintensiven Umfelds, insbesondere in den Niederlanden und Belgien, trotz verbesserter Preise wider.

Die Marktdynamik schlug sich in der Gästezahl nieder, sie war um 4,3 % rückläufig und betrug 4.435 Tsd. (Vorjahr 4.632 Tsd.). Der Anteil des Online-Vertriebs lag mit 54 % nahezu auf dem Vorjahresniveau (Vorjahr 55 %). Der Direktvertrieb lag mit einem Anteil von 73 % um 2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Alle übrigen Segmente
       
Mio. € 2025 2024 Veränderung in %
Umsatz 13,2 10,9 + 20,7
Bereinigtes EBIT - 70,0 - 99,6 + 29,7
Bereinigtes EBIT (zu konstanten Wechselkursen) - 69,8 - 99,6 + 29,9

In „Alle übrigen Segmente” sind die Corporate-Center-Funktionen der TUI AG und der Zwischenholdings, die Immobiliengesellschaften des Konzerns und die zentralen Funktionen der Touristik zusammengefasst.

Der operative Verlust (bereinigtes EBIT) verbesserte sich um 29,5 Mio. € auf -70,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr -99,6 Mio. € Verlust), im Wesentlichen bedingt durch Bewertungseffekte. Auf Basis konstanter Wechselkurse stieg das bereinigte EBIT um 29,7 Mio. € auf -69,8 Mio. €.

Vermögenslage des Konzerns

Entwicklung der Vermögensstruktur des Konzerns
       
Mio. € 30.9.2025 30.9.2024 Veränderung in %
Anlagevermögen 11.736,5 11.331,9 + 3,6
Langfristige Forderungen 731,3 816,0 - 10,4
Langfristige Vermögenswerte 12.467,8 12.148,0 + 2,6
Vorräte 69,0 66,4 + 3,9
Kurzfristige Forderungen 2.475,6 2.354,1 + 5,2
Finanzmittel 3.120,2 2.848,2 + 9,6
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 16,3 0,0 n. a.
Kurzfristige Vermögenswerte 5.681,1 5.268,8 + 7,8
Aktiva 18.148,9 17.416,7 + 4,2
Eigenkapital 2.686,7 1.774,3 + 51,4
Fremdkapital 15.462,2 15.642,4 - 1,2
Passiva 18.148,9 17.416,7 + 4,2

Die Bilanzsumme des Konzerns nahm im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 4,2 % auf 18,1 Mrd. € zu.

Vertikale Strukturkennzahlen

Die langfristigen Vermögenswerte hatten einen Anteil von 68,7 % am Gesamtvermögen, im Vorjahr betrug er 69,7 %. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen zu Gesamtvermögen) nahm von 65,1 % auf 64,7 % ab€64,7 .

Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen betrug 31,3 % nach 30,3 % im Vorjahr. Die Finanzmittel des Konzerns nahmen gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert um 272,1 Mio. € auf 3.120,2 Mio. € zu. Sie hatten damit einen Anteil am Gesamtvermögen von 17,2 % nach 16,4 % im Vorjahr.

Horizontale Strukturkennzahlen

Die langfristigen Vermögenswerte am Bilanzstichtag waren zu 21,5 % durch Eigenkapital gedeckt. Zum Vorjahresstichtag hatte diese Kennzahl 14,6 % betragen. Eigenkapital plus langfristige Finanzschulden deckten das Anlagevermögen zu 36,2 %, im Vorjahr waren es 29,3 %.

Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte des Konzerns

Struktur der langfristigen Vermögenswerte des Konzerns
       
Mio. € 30.9.2025 30.9.2024 Veränderung in %
Geschäfts- oder Firmenwerte 2.933,6 2.998,7 - 2,2
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 596,8 589,6 + 1,2
Sachanlagen 4.133,3 3.697,4 + 11,8
Nutzungsrechte 2.356,3 2.538,7 - 7,2
Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen 1.716,5 1.507,5 + 13,9
Anlagevermögen 11.736,5 11.331,9 + 3,6
Forderungen und Vermögenswerte 382,5 426,9 - 10,4
Latente Ertragsteueransprüche 348,9 389,2 - 10,4
Langfristige Forderungen 731,3 816,0 - 10,4
Langfristige Vermögenswerte 12.467,8 12.148,0 + 2,6

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte waren mit 2.933,6 Mio. € um -2,2 % leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahreswert von 2.998,7 Mio. €.

Sachanlagen

Die Sachanlagen betrugen zum Bilanzstichtag 4.133,3 Mio. € und lagen damit um 436,0 Mio. € über dem Vorjahreswert. Wesentliche Zugänge zu den Sachanlagen betrafen Bau, Erwerb bzw. Renovierungen im Segment Hotels & Resorts, Wartungsarbeiten an Kreuzfahrtschiffen sowie Investitionen in Flugzeuge. Wesentliche Abgänge betrafen den Abgang von Vorauszahlungen für die Auslieferung von Flugzeugen. Schließlich führte die Überprüfung der Buchwerte zu Wertberichtigungen vorrangig auf Hotels inklusive Grundstücken.

Entwicklung der Sachanlagen
       
Mio. € 30.9.2025 30.9.2024 Veränderung in %
Hotels mit Grundstücken 1.967,1 1.950,3 + 0,9
Sonstige Gebäude und Grundstücke 35,9 36,3 - 1,1
Flugzeuge 559,0 505,5 + 10,6
Kreuzfahrtschiffe 522,7 455,0 + 14,9
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 405,8 406,5 - 0,2
Anlagen im Bau 313,4 135,5 + 131,3
Geleistete Anzahlungen 329,4 208,3 + 58,1
Gesamt 4.133,3 3.697,4 + 11,8

Nutzungsrechte

Als Leasingnehmer erfasst TUI nach IFRS 16 in der Bilanz Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten. Die Nutzungsrechte betreffen mobile Vermögenswerte wie Flugzeuge, Fahrzeuge und Kreuzfahrtschiffe, Immobilien wie Hotelgebäude und -grundstücke, Bürogebäude und Reisebüros.

Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen

Nach der Equity-Methode wurden 15 assoziierte Unternehmen und 25 Gemeinschaftsunternehmen bewertet. Mit 1.716,5 Mio. € nahm ihr Wert am Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um 13,9 % zu.

Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte des Konzerns

Struktur der kurzfristigen Vermögenswerte des Konzerns
       
Mio. € 30.9.2025 30.9.2024 Veränderung in %
Vorräte 69,0 66,4 + 3,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte1 1.150,4 1.213,3 - 5,2
Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte2 1.203,0 1.105,9 + 8,8
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 122,3 35,0 + 249,6
Finanzmittel 3.120,2 2.848,2 + 9,6
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 16,3 0,0 n. a.
Kurzfristige Vermögenswerte 5.681,1 5.268,8 + 7,8
1 Inklusive Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten
2 Inklusive touristischer Anzahlungen

Finanzlage des Konzerns

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Grundsätze

Das Finanzmanagement der TUI Group erfolgt grundsätzlich zentral durch die TUI AG, die dabei die Rolle als interne Bank des Konzerns wahrnimmt. Das Finanzmanagement schließt alle Konzernunternehmen ein, an denen die TUI AG direkt oder indirekt eine Beteiligung von mehr als 50 % hält. Das Finanzmanagement erfolgt nach Richtlinien, die sich auf sämtliche zahlungsstromorientierten Aspekte der Geschäftstätigkeit des Konzerns erstrecken. Im Zuge einer grenzüberschreitenden Organisation hat die TUI AG einen Teil der operativen Finanztätigkeiten an First Choice Holidays Finance Ltd., eine britische Konzerngesellschaft, ausgelagert. Die operativen Finanztätigkeiten erfolgen jedoch koordiniert zentralisiert.

Ziele

Die Ziele des Finanzmanagements von TUI umfassen die ausreichende Liquiditätsversorgung der TUI AG und ihrer Tochtergesellschaften sowie die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken aus den Schwankungen von Währungen, Rohstoffpreisen und Zinsen sowie Ausfallrisiken aus Treasury-Aktivitäten.

Liquiditätssicherung

Die Liquiditätssicherung des Konzerns besteht aus zwei Komponenten:

Die TUI Group entwickelt im Rahmen der jährlichen Konzernplanung einen mehrjährigen Finanzplan, aus dem der langfristige Finanzierungs- und Refinanzierungsbedarf abgeleitet wird. Diese Informationsgrundlage und das Beobachten der Finanzmärkte zur Identifikation von Refinanzierungsopportunitäten sind die Entscheidungsbasis dafür, frühzeitig geeignete Finanzierungsinstrumente zur langfristigen Unternehmensfinanzierung einzugehen.

TUI sichert die kurzfristige Liquiditätsreserve durch syndizierte Kreditfazilitäten und bilaterale Bankkreditlinien sowie den Bestand an flüssigen Mitteln. Ebenso werden im Zuge des konzerninternen Finanzausgleichs die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur Finanzierung des Geldbedarfs anderer Gesellschaften eingesetzt. Grundlage für die Dispositionen mit den Banken ist ein wöchentlich rollierendes Liquiditätsplanungssystem.

Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken

Die Konzerngesellschaften sind mit ihren geschäftlichen Aktivitäten weltweit vertreten. Damit ist die TUI Group finanzwirtschaftlichen Risiken durch Veränderungen von Wechselkursen, Rohstoffpreisen und Zinssätzen ausgesetzt.

Die wesentlichen operativen, finanzwirtschaftlichen Transaktionsrisiken bestehen in Euro, US-Dollar, Britischen Pfund und Schwedischen Kronen sowie in sich ändernden Treibstoffpreisen. Sie entstehen hauptsächlich durch Fremdwährungskostenpositionen der einzelnen Konzerngesellschaften wie zum Beispiel im Hoteleinkauf, Rechnungen für Kerosin und Bunkeröl oder Schiffshandlingkosten.

Zur Begrenzung von Risiken aus Wechselkursänderungen für die Grundgeschäfte werden derivative Sicherungsgeschäfte in verschiedenen Fremdwährungen getätigt. Rohstoffpreisänderungen wirken sich in der TUI Group insbesondere auf die Kosten der Beschaffung von Treibstoffen wie Kerosin und Bunkeröl aus. Preisrisiken aus Treibstoffeinkäufen werden zum Teil durch derivative Sicherungsgeschäfte abgesichert. Sofern es möglich ist, solche Preissteigerungen aufgrund vertraglicher Vereinbarungen an Kunden weiterzugeben, fließt dieses in das Sicherungsverhalten ebenfalls ein.

Das Hedging wird vor den Buchungen der Kunden an den Märkten abgeschlossen. Dies gibt bei der Preis- und Kapazitätsplanung ein gewisses Maß an Sicherheit bei den Inputkosten.

Zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken, die durch die Liquiditätsbeschaffung an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten sowie die Anlage von flüssigen Mitteln entstehen, werden im Rahmen des Zinsmanagements fallweise derivative Zinssicherungsinstrumente eingesetzt.

Zur Begrenzung von Ausfallrisiken aus den Abwicklungszahlungen von Derivaten und in der Geldmarktanlage mit Banken legen die TUI AG sowie die First Choice Holidays Finance Ltd. Bonitätskriterien bei der Auswahl ihrer Kontrahenten fest. Basierend auf den von den wesentlichen Ratingagenturen vergebenen Credit Ratings werden den Kontrahenten Handels- und Transaktionslimite zugewiesen. Die Credit Ratings sowie die damit korrespondierenden Limite werden regelmäßig überprüft. Im Fall von Marktwertänderungen bei Derivaten oder auch Ratingänderungen wird das Neugeschäft mit diesen Kontrahenten gegebenenfalls temporär eingestellt, bis die Limite wieder adäquat genutzt werden können.

Der Einsatz von derivativen Sicherungsgeschäften erfolgt grundgeschäftsbezogen; eingesetzte Derivate dienen nicht der Spekulation.

Kapitalstruktur

Kapitalstruktur des Konzerns
       
Mio. € 30.9.2025 30.9.2024 Veränderung in %
Langfristige Vermögenswerte 12.467,8 12.148,0 + 2,6
Kurzfristige Vermögenswerte 5.681,1 5.268,8 + 7,8
Aktiva 18.148,9 17.416,7 + 4,2
Gezeichnetes Kapital 507,4 507,4 -
Kapitalrücklage 7.980,4 7.980,4 -
Gewinnrücklagen - 6.725,4 - 7.531,5 + 10,7
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital 924,2 817,9 + 13,0
Eigenkapital 2.686,7 1.774,3 + 51,4
Langfristige Rückstellungen 1.431,2 1.515,3 - 5,5
Kurzfristige Rückstellungen 548,4 479,3 + 14,4
Rückstellungen 1.979,7 1.994,6 - 0,8
Langfristige Finanzschulden 1.562,2 1.543,6 + 1,2
Kurzfristige Finanzschulden 420,6 358,8 + 17,2
Finanzschulden 1.982,8 1.902,4 + 4,2
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 1.768,7 2.057,4 - 14,0
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 685,8 582,4 + 17,8
Leasingverbindlichkeiten (IFRS 16) 2.454,4 2.639,7 - 7,0
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 424,8 496,7 - 14,5
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 8.613,4 8.608,9 + 0,1
Sonstige Verbindlichkeiten 9.038,2 9.105,6 - 0,7
Schulden i.Z.m. zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten 7,1 - n. a.
Passiva 18.148,9 17.416,7 + 4,2
Kapitalrelationen
       
Mio. € 30.9.2025 30.9.2024 Veränderung in %¹
Langfristiges Kapital 7.873,6 7.387,4 + 6,6
Langfristiges Kapital relativ zur Bilanzsumme (%) 43,4 42,4 + 1,0
Eigenkapitalquote (%) 14,8 10,2 + 4,6
Eigenkapital und langfristige Finanzschulden 4.248,8 3.317,9 + 28,1
Eigenkapital und langfristige Finanzschulden relativ zur Bilanzsumme (%) 23,4 19,1 + 4,4
¹ Veränderungen von Relationen sind in Prozentpunkten angegeben.

Insgesamt nahm das langfristig zur Verfügung stehende Kapital um 6,6 % auf 7.873,6 Mio. € zu, relativ zur Bilanzsumme betrug es 43,4 % (Vorjahr 42,4 %).

Die Eigenkapitalquote betrug 14,8 % (Vorjahr 10,2 %). Eigenkapital und langfristige Finanzschulden machten am Bilanzstichtag 23,4 % (Vorjahr 19,1 %) der Bilanzsumme aus.

Eigenkapital

Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug das Grundkapital der Gesellschaft unverändert 507.431.033,00 €, eingeteilt in 507.431.033 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 € je Stückaktie.

Rückstellungen

Die Rückstellungen bestehen überwiegend aus Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, Steuerrückstellungen sowie Rückstellungen für betriebstypische Risiken, die je nach Eintrittserwartung als kurzfristig oder langfristig klassifiziert wurden. Sie ergaben am Bilanzstichtag insgesamt 1.979,7 Mio. € und lagen damit um 15,0 Mio. € über dem Wert des Vorjahres.

Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten

Zusammensetzung der Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten
       
Mio. € 30.9.2025 30.9.2024 Veränderung in %
Anleihen 1.013,6 990,6 + 2,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 964,8 907,4 + 6,3
Sonstige Finanzschulden 4,4 4,4 -
Finanzschulden 1.982,8 1.902,4 + 4,2
Leasingverbindlichkeiten 2.454,5 2.639,8 - 7,0

Unsere langfristigen Finanzschulden erhöhten sich im Vergleich zum 30. September 2024 um 18,6 Mio. € auf 1.562,2 Mio. €. Der Anstieg ergibt sich im Wesentlichen aus einer Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Übersicht über die börsennotierten Anleihen von TUI

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Fälligkeit, das Nominalvolumen sowie die jährliche Verzinsung der börsennotierten Anleihen aus 2021 und 2024 auf.

Börsennotierte Anleihen
           
Kapitalmaßnahmen Begebung Fälligkeit Volumen initial in Mio. € Volumen ausstehend in Mio. € Verzinsung
% p.a.
Wandelschuldverschreibung 2021 April/Juli 2021 April 2028 589,6 117,6 5,000
Nachhaltigkeitsbezogene Anleihe 2024 März 2024 März 2029 500,0 500,0 5,875
Wandelschuldverschreibung 2024 Juli 2024 Juli 2031 487,0 487,0 1,950

Wandelschuldverschreibung 2021

Die 2021 begebene und 2024 teilweise zurückgekaufte Wandelschuldverschreibung besteht zum Geschäftsjahresende unverändert in Höhe von 117,6 Mio. €. Die ausstehenden 117,6 Mio. € wurden am 17. November 2025 vollständig zurückgekauft.

Nachhaltigkeitsbezogene Anleihe 2024

Die 2024 begebene nachhaltigkeitsbezogene Anleihe besteht unverändert in Höhe von 500,0 Mio. €.

Wandelschuldverschreibung 2024

Die 2024 begebene Wandelschuldverschreibung besteht unverändert in Höhe von 487,0 Mio. €.

Syndizierte Kreditfazilitäten der TUI AG

Im März 2025 hat die Gesellschaft die bestehenden syndizierten Kreditfazilitäten refinanziert. Damit bestehen zum abgelaufenen Geschäftsjahr syndizierte Kreditfazilitäten der TUI AG in Höhe von insgesamt rund 2,0 Mrd. €, inklusive einer Bankavallinie in Höhe von 190,0 Mio. €. Die Laufzeit der syndizierten Kreditfazilitäten beträgt fünf Jahre mit Fälligkeit im März 2030.

Die Verzinsung bei Barinanspruchnahmen ist variabel und abhängig vom kurzfristigen Zinsniveau (EURIBOR oder SONIA) sowie vom Credit Rating von TUI zuzüglich einer Marge.

Zum Bilanzstichtag lag keine Barinanspruchnahme unter den syndizierten Kreditfazilitäten vor.

Schuldscheindarlehen 2018

Das 2018 über initial 425,0 Mio. € platzierte und zum letzten Geschäftsjahr noch mit einem Volumen von 242,0 Mio. € ausstehende Schuldscheindarlehen wurde durch weitere planmäßige Tilgung von zwei Tranchen über 209,5 Mio. € im Juli 2025 auf 32,5 Mio. € reduziert.

Schuldscheindarlehen 2025

Im Juli und August 2025 hat die TUI AG weitere Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 295,5 Mio. € mit Laufzeiten von drei und fünf Jahren platziert.

Bankkredite und Leasingverbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beziehen sich größtenteils auf die Schuldscheindarlehen über insgesamt 328,0 Mio. € der TUI AG sowie Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Flugzeugen und Hotelanlagen.

Die Verpflichtungen aus Leasingverbindlichkeiten beziehen sich im Wesentlichen auf Finanzierungen von Flugzeugen und Pacht von Hotelanlagen.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die zusammengefasste Größe Sonstige Verbindlichkeiten umfasst im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltene touristische Anzahlungen und lag mit 9.038,2 Mio. € um 67,3 Mio. € über dem Vorjahreswert.

Wesentliche Kreditfazilitäten

Syndizierte Kreditfazilitäten der TUI AG

Die syndizierten Kreditfazilitäten die TUI AG über rund 2,0 Mrd. € inkludierten eine Tranche in Höhe von 190,0 Mio. € für die Ausstellung von Bankavalen. Zum Bilanzstichtag lag keine Barinanspruchnahme dieser Kreditfazilität vor. Die Ausnutzung dieser Kreditfazilität mittels der Inanspruchnahme von Bankavalen lag bei 139,0 Mio. €.

Bilaterale Kreditlinien der TUI AG mit Banken

Im Dezember 2023 hat die TUI AG mit einer Bank eine Kreditlinie mit unbegrenzter Laufzeit über 50,0 Mio. € abgeschlossen. Im Oktober 2023 hat die TUI AG mit einer anderen Bank eine weitere Kreditlinie über 50,0 Mio. € mit einer einjährigen Laufzeit vereinbart, die vor Ablauf um ein weiteres Jahr bis Oktober 2025 verlängert wurde. Im Oktober 2025 wurde mit dieser Bank eine neue Kreditlinie mit einjähriger Laufzeit über 90,0 Mio. € vereinbart. Inanspruchnahmen unter diesen Kreditlinien unterliegen einer variablen Verzinsung. Die beiden Kreditlinien können von der jeweiligen Bank als auch von der TUI AG mit sofortiger Wirkung gekündigt werden. Zum Bilanzstichtag waren beide Kreditlinien nicht ausgenutzt.

Bilaterale Avallinien der TUI AG mit Banken

Im Oktober 2023 hat die TUI AG im Zusammenhang mit der Erfüllung einer regulatorischen Verpflichtung mit einer Bank eine Avallinie über bis zu 430,0 Mio. € abgeschlossen. Zum 30. September 2025 betrug die Ausnutzung 413,4 Mio. €.

Darüber hinaus hat die TUI AG mit Banken weitere bilaterale Avallinien in einem Gesamtvolumen von 54,6 Mio. € zur Stellung von Bankavalen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abgeschlossen. Die Avale haben mitunter eine mehrjährige Laufzeit. Für die herausgelegten Avale wird eine Provision in Höhe eines fest vereinbarten Prozentsatzes, bezogen auf den maximalen Garantiebetrag, erhoben. Zum Bilanzstichtag waren diese Avallinien mit 7,5 Mio. € in Anspruch genommen.

Verpflichtungen aus Finanzierungsvereinbarungen

Die Schuldscheindarlehen über nominal 328,0 Mio. €, die Wandelschuldverschreibung 2021 über nominal 589,6 Mio. € (davon ausstehend nach Rückkauf im Juli 2024 noch 117,6 Mio. €), die nachhaltigkeitsbezogene Anleihe 2024 über nominal 500,0 Mio. €, die Wandelschuldverschreibung 2024 über nominal 487,0 Mio. € sowie die Kreditfazilitäten und die Avallinien der TUI AG enthalten eine Reihe von Verpflichtungen.

Die TUI AG unterliegt aus ihren syndizierten Kreditfazilitäten über rund 2,0 Mrd. € der Verpflichtung zur Einhaltung einer bestimmten Finanzkennzahl, eines so genannten Financial Covenants (wie in den Verträgen definiert), die die Einhaltung einer Nettoschulden-zu-EBITDA-Relation, die die relative Belastung des TUI Konzerns mit Finanzverbindlichkeiten ermittelt, erfordert. Die Nettoschulden dürfen das 3,0-fache des EBITDA nicht überschreiten. Die Finanzkennzahl wird halbjährlich ermittelt. Daneben wird unter anderem die Möglichkeit von TUI beschränkt, Vermögensgegenstände zu belasten oder zu veräußern, andere Unternehmen oder Beteiligungen zu erwerben oder Verschmelzungen durchzuführen.

Das Schuldscheindarlehen über nominal 328,0 Mio. €, die Wandelschuldverschreibung 2021 über nominal 589,6 Mio. € (davon ausstehend nach Rückkauf im Juli 2024 noch 117,6 Mio. €), die nachhaltigkeitsbezogene Anleihe 2024 über nominal 500,0 Mio. €, die Wandelschuldverschreibung 2024 über nominal 487,0 Mio. € sowie die Kreditfazilitäten und die Avallinien der TUI AG enthalten darüber hinaus Vertragsklauseln, die für Finanzierungsinstrumente dieser Art typisch sind. Die Nichteinhaltung dieser Verpflichtungen führt dazu, dass die entsprechenden Finanzierungen oder Fazilitäten durch die Kreditgeber gekündigt und die jeweiligen Valutierungen sofort fällig gestellt werden können.

Ratings durch Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch

Ratings der TUI AG
             
  2021 2022 2023 2024 2025 Ausblick
Standard & Poor's CCC+ B- B B+ BB- stabil
Moody's Caa1 B3 B2 B1 Ba3 stabil
Fitch         BB stabil

Im Zuge der COVID-19-Pandemie haben sowohl Standard & Poor’s als auch Moody’s 2020 das TUI Rating in mehreren Schritten auf „CCC+“ bzw. „Caa1“ gesenkt. Mit der wirtschaftlichen Erholung gab es seit dem Geschäftsjahr 2022 kontinuierliche Ratingverbesserungen.

Im Geschäftsjahr 2025 haben die Ratingagenturen Standard & Poor’s und Moody’s aufgrund der weiter starken operativen Leistung und einer Honorierung der strategischen Initiativen im Februar 2025 bzw. März 2025 das TUI Rating weiter auf „BB- (stabiler Ausblick)“ (Standard & Poor’s) bzw. „Ba3 (stabiler Ausblick)“ (Moody’s) angehoben.

Die im März 2024 begebene nachhaltigkeitsbezogene Anleihe über 500,0 Mio. € erhielt ebenfalls ein Rating von „BB-“ (Standard & Poor’s) bzw. „Ba3“ (Moody’s).

Im Februar 2025 hat die Ratingagentur Fitch ein erstmaliges Rating zur TUI AG abgegeben. Das initiale Rating von „BB (stabiler Ausblick)“ reflektiert sowohl Geschäftsmodell und Marktposition als auch Kennzahlenausprägungen von TUI.

Zielsetzung zur finanziellen Stabilität

Für die Finanzierung der weiteren Unternehmensentwicklung strebt TUI ein verbessertes Credit Rating an. Mit dem vorübergehenden Flugverbot für den Flugzeugtyp Boeing 737 Max und nachfolgend durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie ist 2020 das Rating aus dem BB- bzw. Ba-Territorium auf CCC+ bzw. Caa1 zurückgestuft worden. Die mit dem Ende der COVID-19-Pandemie einhergehenden Verbesserungen von operativen und Verschuldungskennzahlen sowie die Stabilisierung des Refinanzierungsprofils haben mittlerweile sowohl zu einer Verbesserung des Rating auf BB- (Standard & Poor’s) sowie Ba3 (Moody’s) als auch zu einem initialen Rating von BB bei Fitch geführt. Wir streben eine Stabilisierung unserer Ratings im Bereich BB an, um unsere Fremdkapitalkosten weiter zu stabilisieren und unseren breiten Zugang zu den Fremdkapitalmärkten beizubehalten. Unsere Zielsetzung zur finanziellen Stabilität einer Netto-Leverage Ratio definieren wir in folgender grundsätzlicher Form:

Netto-Leverage-Ratio
     
Mio. € 30.9.2025 30.9.2024
Finanzschulden 1.982,8 1.902,4
zzgl. Leasingverbindlichkeiten 2.454,4 2.639,7
abzgl. Finanzmittel 3.120,2 2.848,2
abzgl. sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 12,1 53,4
Nettoverschuldung 1.304,9 1.640,5
EBITDA (bereinigt) 2.271,6 2.119,7
Netto-Leverage-Ratio 0,6 0,8

Aufgrund der geringeren Nettoverschuldung und der Verbesserung unseres EBITDA (bereinigt) verbesserte sich unser Nettoverschuldungsgrad auf 0,6x im Geschäftsjahr 2025 (Vorjahr 0,8x). Mittelfristig streben wir eine Verbesserung des Nettoverschuldungsgrads unter 0,5x an.

Zinsen und Finanzierungsumfeld

Die kurzfristigen Zinssätze sind im Berichtsjahr weiter gesunken und haben sich seit Jahresmitte weitgehend stabilisiert. Die Europäische Zentralbank hat die Zinssätze seit Mitte des Jahres nicht mehr angepasst, die amerikanische Zentralbank hat die Zinssätze im September 2025 das erste Mal seit Ende 2024 leicht gesenkt.

Die Kreditmargen für Unternehmen im so genannten Sub-Investment-Grade-Bereich (auf Basis der handelbaren Kreditausfallversicherung CDS) wie für die TUI AG sind im Verlauf des Geschäftsjahres weitgehend konstant geblieben.

Liquiditätsanalyse

Zum Bilanzstichtag betrug der Finanzmittelbestand der TUI AG als Obergesellschaft des TUI Konzerns 0,5 Mrd. €.

Beschränkungen des Transfers von flüssigen Mitteln

Beschränkungen des Transfers von flüssigen Mitteln innerhalb des Konzerns, die eine erhebliche Bedeutung für seine Liquidität haben könnten, wie zum Beispiel Kapitalverkehrsbeschränkungen oder Beschränkungen aufgrund abgeschlossener Kreditvereinbarungen, bestanden am Bilanzstichtag mit rund 0,7 Mrd. € (Vorjahr 0,7 Mrd. €).

Kontrollwechsel

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, befinden sich im Kapitel „Übernahmerechtliche Angaben“.

Kapitalflussrechnung

Zusammengefasste Kapitalflussrechnung
     
Mio. € 2025 2024
Nettozufluss aus Geschäftstätigkeit + 2.058,2 + 1.910,8
Nettoabfluss aus Investitionstätigkeit - 672,2 - 604,3
Nettoabfluss aus Finanzierungstätigkeit - 1.086,1 - 531,4
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands + 299,8 + 775,1

In der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzuflüssen und Mittelabflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Auswirkungen in Folge der Veränderungen des Konsolidierungskreises und aus der Fremdwährungsumrechnung sind dabei eliminiert.

Der Finanzmittelbestand stieg im Berichtszeitraum um 272,2 Mio. € auf 3.120,4 Mio. €.

Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit

Aus laufender Geschäftstätigkeit flossen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.058,2 Mio. € zu (Vorjahr + 1.910,8 Mio. €). Hierin enthalten sind 85,9 Mio. € Zinseinzahlungen (Vorjahr 88,5 Mio. €), 268,1 Mio. € Dividenden von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen (Vorjahr 67,2 Mio. €) und 2,8 Mio. € Dividenden von nicht konsolidierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen (Vorjahr 0,1 Mio. €). Ertragsteuerzahlungen führten zu Mittelabflüssen in Höhe von 199,5 Mio. € (Vorjahr 152,2 Mio. €).

Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit

Aus der Investitionstätigkeit sind im Geschäftsjahr 2025 insgesamt 672,2 Mio. € abgeflossen (Vorjahr 604,3 Mio. €). Darin enthalten sind Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 738,9 Mio. €, darunter 5,2 Mio. € als Fremdkapitalkosten aktivierte Zinsen (Vorjahr 0,0 Mio. €). Dem Konzern sind 68,4 Mio. € aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen und immateriellen Anlagen zugeflossen.

TUI erhielt 21,2 Mio. € aus dem Verkauf von Anteilen an drei assoziierten Unternehmen des Bereichs Musement, einem assozierten Unternehmen und einem Gemeinschaftsunternehmen im Quellmarkt Mitte. Aus einer Kapitalherabsetzung der assoziierten Midnight Canada, Inc. flossen der TUI 9,0 Mio. € zu. Der Verkauf von Geldmarktfonds erbrachte 4,2 Mio. €. An der Kapitalerhöhung des Global Hospitality Fund beteiligte sich der TUI Konzern mit 6,7 Mio. €. Für 20 % der Anteile an dem schweizerischen Veranstalter Bentour AG und 50 % der Anteile an einer Hotelgesellschaft mit Aktivitäten auf Sansibar flossen im Berichtsjahr 29,2 Mio. € ab.

Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit

Aus der Finanzierungstätigkeit hat sich der Finanzmittelbestand insgesamt um 1.086,1 Mio. € vermindert (Vorjahr 531,4 Mio. €). Aus der Platzierung von Schuldscheindarlehen flossen der TUI AG 295,5 Mio. € zu. Für die Verlängerung der syndizierten Kreditfazilität der TUI AG, sind 13,0 Mio. € Transaktionskosten angefallen. Andere Gesellschaften der TUI Group haben Kredite in Höhe von 107,3 Mio. € aufgenommen, dabei wurden für Transaktionskosten 0,5 Mio. € aufgewendet. Die TUI AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Tranchen eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 209,5 Mio.€ planmäßig zurückgezahlt. Weitere 837,4 Mio. € flossen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten ab, davon 580,0 Mio. € für Leasingverbindlichkeiten. Aus dem Verkauf von 20 % der Anteile am konsolidierten schwedischen Veranstalter Nazar erhielt TUI 0,7 Mio. €. Für Zinszahlungen sind 329,7 Mio. € verwendet worden, für Dividenden an Minderheitsaktionäre 99,5 Mio. €.

Entwicklung des Finanzmittelbestands
     
Mio. € 2025 2024
Bestand am Anfang der Periode + 2.848,2 + 2.060,5
Wechselkursbedingte Veränderungen - 27,7 + 12,5
Zahlungswirksame Veränderungen + 299,8 + 775,1
Bestand am Ende der Periode + 3.120,4 + 2.848,2

Der Finanzmittelbestand umfasst alle flüssigen Mittel, das heißt Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks.

Investitionsanalyse

Die Entwicklung des Anlagevermögens, einschließlich der Entwicklung der Sachanlagen und des immateriellen Vermögens sowie der Beteiligungen und der sonstigen Finanzanlagen, ist im Abschnitt Vermögenslage des Lageberichts dargestellt. Weitere Erläuterungen hierzu enthält der Konzernanhang.

Nettosach- und Finanzinvestitionen
       
Mio. € 2025 2024 Veränderung in %
Bruttosachinvestitionen      
Hotels & Resorts 353,7 318,5 + 11,1
Kreuzfahrten 69,4 53,3 + 30,2
TUI Musement 23,6 23,9 - 1,3
Urlaubserlebnisse 446,7 395,7 + 12,9
Region Nord 26,9 29,1 - 7,6
Region Zentral 18,4 15,9 + 15,7
Region West 15,7 14,9 + 5,4
Märkte + Airline1 118,1 72,5 + 62,9
Alle übrigen Segmente 126,2 142,2 - 11,3
TUI Group 691,1 610,4 + 13,2
Nettovorauszahlungen auf Flugzeugbestellungen 8,8 49,8 - 82,3
Finanzinvestitionen 36,2 78,8 - 54,1
Desinvestitionen - 60,4 - 136,9 + 55,9
Nettosach- und Finanzinvestitionen 675,7 602,2 + 12,2
¹ Inklusive 57,1 Mio. € Bruttosachinvestitionen im Airline-Bereich (Vorjahr 12,6 Mio. €)

Die Bruttosachinvestitionen der TUI Group betrugen im Berichtsjahr 691,1 Mio. € und lagen damit um 13,2 % über dem Vorjahreswert. Im Segment Hotels & Resorts war ein starker Anstieg zu verzeichnen, der durch höhere Investitionen insbesondere bei Riu bedingt war. Darüber hinaus trugen höhere Bruttosachinvestitionen in unserer Airline zu dem Anstieg bei. Der Rückgang der Finanzinvestitionen im Vergleich zum Vorjahr war wesentlich durch die im Vorjahr enthaltene anteilige Kapitaleinlage in die Pep Toni Hotels S. A. bedingt. Die Desinvestitionen lagen signifikant unter dem Vorjahreswert, da dieser höhere Verkaufserlöse im Hotelbereich enthalten hatte, inklusive nachlaufender Zuflüsse aus dem im Geschäftsjahr 2021 erfolgten Verkauf der Anteile an der Riu Hotels S.A.

Nachfolgend werden die Investitionen auf die Zugänge zu sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen für die TUI Group übergeleitet.

Überleitung Investitionen
     
Mio. € 2025 2024
Bruttosachinvestitionen (Capex) 691,1 610,4
Zugänge Nutzungsrechte 4,1 9,6
Geleistete Anzahlungen für zukünftige Flugzeugauslieferungen 200,6 102,0
Sonstige nicht zahlungswirksame Veränderungen 9,9 17,8
Zugänge zu sonstigen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen 905,6 739,8

Investitionsverpflichtungen

Bestellobligos

Am Bilanzstichtag bestanden aufgrund von Vereinbarungen, die im Geschäftsjahr 2025 oder in Vorjahren abgeschlossen wurden, Bestellobligos für Investitionen in Höhe von insgesamt 1.952,1 Mio. €, davon betreffen 993,5 Mio. € geplante Investitionen im Geschäftsjahr 2026.

Nettofinanzposition

Die Nettoverschuldung zum 30. September 2025 verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 335,6 Mio. € auf 1.304,9 Mio. €.

Nettofinanzposition
       
Mio. € 30.9.2025 30.9.2024 Veränderung in %
Finanzschulden 1.982,8 1.902,4 + 4,2
zzgl. Leasingverbindlichkeiten 2.454,4 2.639,7 - 7,0
abzgl. Finanzmittel 3.120,2 2.848,2 + 9,6
abzgl. Kurzfristige verzinsliche Geldanlagen 12,1 53,4 - 77,4
Nettoverschuldung 1.304,9 1.640,5 - 20,5
1 IWF, World Economic Outlook, Oktober 2025
2 UNWTO, World Tourism Barometer, Januar 2020
3 UNWTO, World Tourism Barometer, September 2025
4 IATA, Global Outlook for Air Transport, Juni 2024
5 IATA, Global Outlook for Air Transport, Juni 2025
6 IATA, Global Outlook for Air Transport, Juni 2025
7 JLL Global Real Estate Perspective 2025, Februar 2025 und STR Overview of the global market forecast assumptions Q3 2025, September 2025
8 Skift State of Travel 2023, Juli 2023
9 CLIA, State of the Cruise Industry 2025
10 CLIA 2024 Global Market Report
11 Skift, The State of Travel 2025
12 Gemessen durch Markenerwägung beim Tracking der Performance der Marke TUI durch Metrixlab; TUI Post Holiday CSQ Data Download 14. Oktober 2025)
13 Seit dem Merger der TUI AG mit TUI Travel PLC im Jahr 2014
14 Seit dem Merger der TUI AG mit TUI Travel PLC im Jahr 2014