(12) Geschäfts- oder Firmenwerte
| Geschäfts- oder Firmenwerte | ||
|---|---|---|
| Mio. € | 2025 | 2024 |
| Anschaffungskosten | ||
| Stand zum 1.10. | 3.479,9 | 3.425,3 |
| Währungsangleichung | - 66,4 | 56,0 |
| Abgänge | - 5,9 | - 1,4 |
| Stand zum 30.9. | 3.407,6 | 3.479,9 |
| Wertminderungen | ||
| Stand zum 1.10. | - 481,2 | - 476,1 |
| Währungsangleichung | 7,2 | - 5,1 |
| Stand zum 30.9. | - 474,0 | - 481,2 |
| Buchwerte Stand zum 30.9. | 2.933,6 | 2.998,7 |
Die Abgänge von Geschäfts- oder Firmenwerten sind auf den Verkauf mehrerer Gesellschaften zurückzuführen. Mit der Veräußerung der Geschäftsanteile an der InteRes Gesellschaft für Informationstechnologie mbH ist ein Teil des Geschäfts- oder Firmenwerts der Region Zentral in Höhe von 0,2 Mio. € abgegangen. Mit der Veräußerung der Geschäftsanteile an den Unternehmen Ranger Safaris Ltd., ARP Africa Travel Ltd. und Pollman’s Tours and Safaris Ltd. (ARP-Gruppe) ist ein Teil des Geschäfts- oder Firmenwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „Musement“ in Höhe von 5,8 Mio. € abgegangen. Die Abgänge von Geschäfts- oder Firmenwerten im Vorjahr waren auf den Verkauf der Geschäftsanteile an der Raiffeisen-Tours RT-Reisen GmbH (Region Zentral) und auf den Verkauf der Club Hotel CV SA (zahlungsmittelgenerierende Einheit „Robinson“) zurückzuführen. Detaillierte Informationen zu den Akquisitionen und Desinvestitionen werden unter „Akquisitionen – Desinvestitionen“ dargestellt.
Entsprechend den Vorschriften des IAS 21 wurden die den einzelnen Segmenten und Bereichen zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte in der Funktionalwährung der Tochterunternehmen bilanziert und im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses umgerechnet. Differenzen aufgrund von Wechselkursschwankungen zwischen dem Währungskurs zum Erwerbszeitpunkt des Tochterunternehmens und dem Währungskurs zum Bilanzstichtag werden analog zu anderen Differenzen aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen ausländischer Tochterunternehmen erfolgsneutral behandelt und gesondert im Eigenkapital ausgewiesen. Währungsdifferenzen verminderten den Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte im Geschäftsjahr 2025 um 59,2 Mio. € (im Vorjahr Erhöhung um 50,9 Mio. €).
Die Aufteilung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu Buchwerten auf die wesentlichen einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGU) stellt sich wie folgt dar. Die Position „Übrige“ setzt sich dabei aus den beiden eigenständigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Robinson und Midnight International (ehemals Blue Diamond) zusammen, die dem Segment Hotels & Resorts zugehörig sind.
| Geschäfts- oder Firmenwerte nach zahlungsmittelgenerierenden Einheiten | ||
|---|---|---|
| Mio. € | 30.9.2025 | 30.9.2024 |
| Region Nord | 1.182,3 | 1.226,6 |
| Region Zentral | 501,5 | 501,4 |
| Region West | 412,3 | 412,3 |
| Riu | 343,1 | 343,1 |
| Marella Cruises | 292,3 | 306,3 |
| TUI Musement | 158,6 | 165,0 |
| Übrige | 43,5 | 44,0 |
| Gesamt | 2.933,6 | 2.998,7 |
Zum 30. September 2025 ist eine Überprüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgt. Ein Wertminderungsbedarf für aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte hat sich nicht ergeben.
Der erzielbare Betrag als der größere Wert im Vergleich zum Nutzungswert wurde bei allen CGUs anhand des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten ermittelt. Der beizulegende Zeitwert wurde über eine Diskontierung der erwarteten Zahlungsmittelüberschüsse berechnet. Basis hierfür bildete die zum 30. September 2025 aufgestellte Mittelfristplanung der betrachteten Einheit. Der Impairment-Test für Marella Cruises zum 30. September 2025 wird abweichend zum Vorjahr unter der Annahme aufgestellt, dass die zukünftigen abgezinsten Zahlungsmittelüberschüsse aus der verbleibenden Nutzungsdauer der bestehenden Flotte abgeleitet werden. Die budgetierten Umsatzerlöse und EBIT-Margen basieren auf den Erwartungen in Bezug auf die künftige Geschäftsentwicklung. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf den Abschnitt „Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen“.
Die Diskontierungszinssätze werden als gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensätze unter Einbezug länderspezifischer Risiken auf Basis externer Kapitalmarktinformationen und unter Berücksichtigung von Besonderheiten der CGUs berechnet. Wie im Abschnitt „Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen“ dargestellt, wurde ein Risikoaufschlag von 2,4 % (Vorjahr 2,4 %) auf die Kapitalkosten im Bereich Märkte + Airline berücksichtigt. Die unverändert hohen gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze spiegeln das aktuelle Marktumfeld wider.
Die folgende Tabelle gibt je CGU die im Vergleich zum Vorjahr angepassten Parameter wieder, die der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zugrunde liegen. Die angegebene EBIT-Marge ist wie im Vorjahr um Abschläge für zentral anfallende Kosten angepasst. Die Tabelle führt die CGUs auf, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist:
| Parameter zur Ermittlung des erzielbaren Betrags zum 30.9.2025 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Prognosezeitraum in Jahren |
Umsatzwachstum2 in % p.a. |
EBIT-Marge3 in % p.a. |
Nachhaltige Wachstums- rate⁴ in % |
Diskontierungszinssätze in % | Levelzuordnung der Eingangs-parameter |
Buchwert in Mio. € |
Erzielbarer Betrag in Mio. € |
|
| Region Nord | 3,00 | 10,0 | 2,1 | 0,5 | 11,40 | 3 | 667,0 | 1.534,2 |
| Region Zentral | 3,00 | 5,5 | 1,0 | 0,5 | 11,40 | 3 | 343,9 | 758,4 |
| Region West | 3,00 | 4,1 | 1,4 | 0,5 | 11,40 | 3 | 32,4 | 306,4 |
| Riu1 | 3,00 | 3,3 | 30,8 | 1,0 | 7,50 | 3 | 2.554,0 | 5.717,6 |
| Marella Cruises1 | 11,00 | 1,95 | 15,3 | n/a | 8,56 | 3 | 713,9 | 1.139,2 |
| TUI Musement | 3,00 | 14,3 | 3,5 | 1,0 | 9,04 | 3 | 311,8 | 673,5 |
| Übrige | 3,00 | 3,2 bis 3,5 | 13,8 bis 23,0 | 1,0 | 7,50 bis 8,11 | 3 | 623,0 bis 707,5 | 695,8 bis 1.129,2 |
|
1 Dabei handelt es sich um Gruppen von CGUs. 2 Geplantes Umsatzwachstum in % im Verhältnis Geschäftsjahr 2028 zu 2027 3 EBIT-Marge für das Geschäftsjahr 2028 nach Abzug zentral anfallender Kosten 4 Wachstumsrate der erwarteten Netto-Zahlungsmittelzuflüsse 5 Annahmegemäß sinken die Umsätze ab 2031 durchschnittlich um 20% p.a. |
||||||||
| Parameter zur Ermittlung des erzielbaren Betrags zum 30.9.2024 | ||||||||
|
Prognosezeitraum in Jahren |
Umsatzwachstum2 in % p.a. |
EBIT-Marge3 in % p.a. |
Nachhaltige Wachstums- rate⁴ in % |
Diskontierungszinssätze in % | Levelzuordnung der Eingangs-parameter |
Buchwert in Mio. € |
Erzielbarer Betrag in Mio. € |
|
| Region Nord | 3,00 | 14,6 | 2,2 | 0,5 | 11,50 | 3 | 668,8 | 1.816,4 |
| Region Zentral | 3,00 | 7,6 | 1,8 | 0,5 | 11,50 | 3 | 592,9 | 1.413,3 |
| Region West | 3,00 | 4,9 | 2,3 | 0,5 | 11,50 | 3 | 19,1 | 522,1 |
| Riu1 | 3,00 | 4,7 | 29,9 | 1,0 | 8,50 | 3 | 2.351,0 | 4.517,0 |
| Marella Cruises1 | 3,00 | 4,3 | 12,1 | 1,0 | 10,16 | 3 | 761,4 | 1.201,7 |
| TUI Musement | 3,00 | 9,9 | 4,7 | 1,0 | 9,13 | 3 | 289,1 | 661,5 |
| Übrige | 3,00 | 1,0 bis 4,4 | 15,6 bis 18,4 | 1,0 | 8,5 bis 9,13 | 3 | 574,1 bis 717,6 | 628,7 bis 1.135,8 |
|
1 Dabei handelt es sich um Gruppen von CGUs. 2 Geplantes Umsatzwachstum in % im Verhältnis Geschäftsjahr 2027 zu 2026 3 EBIT-Marge für das Geschäftsjahr 2027 nach Abzug zentral anfallender Kosten 4 Wachstumsrate der erwarteten Netto-Zahlungsmittelzuflüsse |
||||||||
Aufgrund bestehender Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Geschäftsentwicklung wurde eine Analyse der Sensitivitäten für die wesentlichen Planungsparameter durchgeführt. Wie im Abschnitt „Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen“ dargestellt, wurde ein Risikoaufschlag von 2,4 % (Vorjahr 2,4 %) auf die Kapitalkosten im Bereich Märkte + Airline berücksichtigt. Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen von potenziellen Abweichungen des beizulegenden Zeitwerts im Geschäftsjahr 2025:
| Sensitivitäten zur Darstellung potenzieller Veränderungen des erzielbaren Betrages | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
|
Sensitivitätsanalyse Märkte + Airline |
WACC +100 BPS in Mio. € |
WACC -100 BPS in Mio. € |
Nachhaltige Wachstumsrate2 +50 BPS in Mio. € |
Nachhaltige Wachstumsrate2 -50 BPS in Mio. € |
Zahlungsmittelüberschüsse +10% in Mio. € |
Zahlungsmittelüberschüsse -10% in Mio. € |
| Region Nord | - 102,6 | 122,0 | 44,1 | - 40,2 | 153,4 | - 153,4 |
| Region Zentral | - 46,6 | 55,2 | 19,6 | - 17,9 | 75,8 | - 75,8 |
| Region West | - 8,3 | 9,1 | 1,5 | - 1,4 | 30,6 | - 33,4 |
|
Sensitivitätsanalyse Kreuzfahrten |
WACC +100 BPS in Mio. € |
WACC -100 BPS in Mio. € |
Nachhaltige Wachstumsrate2 +50 BPS in Mio. € |
Nachhaltige Wachstumsrate2 -50 BPS in Mio. € |
Zahlungsmittelüberschüsse +10% in Mio. € |
Zahlungsmittelüberschüsse -10% in Mio. € |
| Marella Cruises1 | - 105,5 | 136,3 | 52,6 | - 46,1 | 113,9 | - 113,9 |
|
Sensitivitätsanalyse Hotels & Resorts und TUI Musement |
WACC +100 BPS in Mio. € |
WACC -100 BPS in Mio. € |
Nachhaltige Wachstumsrate2 +50 BPS in Mio. € |
Nachhaltige Wachstumsrate2 -50 BPS in Mio. € |
Zahlungsmittelüberschüsse +10% in Mio. € |
Zahlungsmittelüberschüsse -10% in Mio. € |
| Riu1 | - 809,1 | 1.105,6 | 450,2 | - 385,9 | 571,8 | - 571,8 |
| TUI Musement | - 82,9 | 106,8 | 43,4 | - 38,3 | 67,3 | - 67,3 |
| Übrige |
-97,5 bis -134,8 |
133,2 bis 178,6 |
54,1 bis 71,6 |
-46,4 bis -62,2 |
69,6 bis 112,9 |
-69,6 bis -112,9 |
|
¹ Gruppen von CGUs ² Nachhaltige Wachstumsrate der erwarteten Netto-Zahlungsmittelzuflüsse |
||||||
Die im Rahmen dieser Sensitivitätsanalyse ermittelten beizulegenden Zeitwerte hätten bei einer Erhöhung des WACC um 100 Basispunkte zu einem Wertminderungsbedarf von 24,8 Mio. € in der CGU Robinson geführt. Diese Sensitivitätsanalyse hat mit Ausnahme der dargestellten Bedarfe im Segment Hotels & Resorts keine weiteren Hinweise auf einen zusätzlichen Wertminderungsbedarf ergeben.
Die finanziellen Auswirkungen klimabezogener Risiken auf das Geschäftsmodell von TUI wurden bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte analog dem Vorjahr berücksichtigt. Insbesondere der Einsatz von emissionsarmen Treibstoffen und die steigenden Preise für Emissionszertifikate werden zu erheblichen finanziellen Belastungen insbesondere im energieintensiven Flugbereich der Segmente Region Nord, Region West und Region Zentral führen. Zudem wird das Segment Kreuzfahrten belastet werden. Im Hotelbereich ist die Belastung eher gering, aus der eigenständigen Generierung von Energie, zum Beispiel durch Photovoltaikanlagen, kann sogar eine Kostenersparnis resultieren. Die physischen Risiken durch klimabezogene Einmalereignisse wie Stürme oder Überflutungen bzw. langfristige Entwicklungen wie steigende Temperaturen betreffen hauptsächlich das Segment Hotels & Resorts und sind verhältnismäßig gering. Die finanziellen Auswirkungen insgesamt hängen wesentlich davon ab, inwieweit es gelingt, die vorgenannten Kosten an die Kunden weiterzugeben. Zu weiteren Informationen zu der Auswirkung klimabezogener Risiken auf Impairment-Tests verweisen wir auf den Abschnitt „Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen“. Die Abschätzung der finanziellen Belastungen unterliegt dabei erheblichen Unsicherheiten, unter anderem hinsichtlich der Entwicklung klimabezogener Risiken, der Preisentwicklung für alternative Treibstoffe und Emissionszertifikate sowie der Bereitschaft der Kunden, diese Kosten zu übernehmen. Daher wurde eine Sensitivitätsanalyse der klimabezogenen Risiken und Chancen für die besonders betroffenen energieintensiven Bereiche Märkte + Airline durchgeführt. Die Marella Cruises ist im September 2025 von ihren Kapazitäten für Schiffsneubauten zurückgetreten. Sie wird ihren Geschäftsbetrieb mit der derzeitigen Flotte weiter betreiben. Der Impairment-Test für Marella Cruises wird daher unter der Annahme aufgestellt, dass die zukünftigen abgezinsten Zahlungsmittelüberschüsse aus der verbleibenden Nutzungsdauer der bestehenden Flotte abgeleitet werden. Durch diesen begrenzten Zeitraum ergeben sich aus klimabezogenen Risiken keine wesentlichen Effekte, weshalb auf die Durchführung einer Sensitivitätsanalyse für das Geschäftsjahr 2025 verzichtet wurde. Im Rahmen der Sensitivität für klimabezogene Risiken wurde ein Anstieg der klimabezogenen Kosten um 50 % unterstellt. Die klimabezogenen Chancen unterstellen eine Verringerung der klimabezogenen Kosten (-50 %).
Die Sensitivität zu den klimabezogenen Risiken hätte zu keinem Wertminderungsbedarf geführt. Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen der Sensitivitäten auf die beizulegenden Zeitwerte zum 30. September 2025.
| Sensitivitäten zur Darstellung potenzieller Veränderungen des erzielbaren Betrages | ||
|---|---|---|
| Sensitivitätsanalyse Märkte + Airline |
Klimabezogene Risiken |
Klimabezogene Chancen |
| Region Nord | - 249,0 | 249,0 |
| Region Zentral | - 107,0 | 107,0 |
| Region West | - 134,5 | 134,5 |
(13) Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Die Entwicklung der einzelnen Posten der Sonstigen immateriellen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2025 ist in der folgenden Tabelle dargestellt.
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Computersoftware | |||||||
| Mio. € |
Marken, Lizenzen und übrige Rechte |
Selbsterstellt | Erworben | Transportverträge | Kundenstamm | Immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung und geleistete Anzahlungen | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||||
| Stand zum 1.10.2023 | 343,0 | 549,5 | 250,5 | 62,2 | 79,8 | 197,0 | 1.482,0 |
| Währungsangleichung | 1,4 | 18,4 | 4,2 | 2,5 | 0,4 | 9,5 | 36,4 |
| Zugänge Konsolidierungskreisänderung | - | - | - | - | 1,1 | - | 1,1 |
| Zugänge | 7,5 | 11,7 | 11,2 | - | - | 137,1 | 167,5 |
| Abgänge | - | - 92,8 | - 13,0 | - | - 8,6 | - 1,2 | - 115,6 |
| Umbuchungen | 0,3 | 150,7 | 13,2 | - | - | - 164,2 | - |
| Stand zum 30.9.2024 | 352,2 | 637,5 | 266,1 | 64,7 | 72,7 | 178,2 | 1.571,4 |
| Währungsangleichung | 14,3 | - 2,8 | - 1,3 | - 3,0 | - 0,2 | - 5,5 | 1,5 |
| Zugänge Konsolidierungskreisänderung | - | - | - | - | 0,1 | - | 0,1 |
| Zugänge | 1,8 | 11,1 | 8,7 | - | - | 132,4 | 154,0 |
| Abgänge | - 7,0 | - 43,0 | - 25,3 | - | - 32,9 | - 22,0 | - 130,2 |
| Umbuchungen | - 0,3 | 162,5 | 9,3 | - | - | - 171,5 | - |
| Stand zum 30.9.2025 | 361,0 | 765,3 | 257,5 | 61,7 | 39,7 | 111,6 | 1.596,8 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | |||||||
| Stand zum 1.10.2023 | - 228,7 | - 386,8 | - 203,1 | - 54,4 | - 63,0 | - 8,0 | - 944,0 |
| Währungsangleichung | - 3,0 | - 11,3 | - 2,8 | - 2,3 | - 0,6 | - 6,4 | - 26,4 |
| Abschreibungen | - 13,6 | - 78,4 | - 26,3 | - 2,5 | - 3,9 | - | - 124,7 |
| Wertminderungen | - | - 0,1 | - 1,0 | - | - | - | - 1,1 |
| Abgänge | - | 92,8 | 13,0 | - | 8,6 | - | 114,4 |
| Umbuchungen | - | - 0,1 | 0,1 | - | - | - | - |
| Stand zum 30.9.2024 | - 245,3 | - 383,9 | - 220,1 | - 59,2 | - 58,9 | - 14,4 | - 981,8 |
| Währungsangleichung | 6,4 | - 7,5 | 1,2 | 2,8 | 0,1 | - | 3,0 |
| Abschreibungen | - 12,8 | - 102,3 | - 24,5 | - 2,5 | - 3,9 | - | - 146,0 |
| Wertminderungen | - | - 0,5 | - 2,2 | - | - | - 0,8 | - 3,5 |
| Abgänge | 7,0 | 42,9 | 25,3 | - | 32,9 | 20,2 | 128,3 |
| Umbuchungen | 0,4 | 4,4 | 0,2 | - | - | - 5,0 | - |
| Stand zum 30.9.2025 | - 244,3 | - 446,9 | - 220,1 | - 58,9 | - 29,8 | - | - 1.000,0 |
| Buchwerte Stand zum 30.9.2024 | 106,9 | 253,6 | 46,0 | 5,5 | 13,8 | 163,8 | 589,6 |
| Buchwerte Stand zum 30.9.2025 | 116,7 | 318,4 | 37,4 | 2,8 | 9,9 | 111,6 | 596,8 |
Bei der selbsterstellten Computersoftware handelt es sich um Computerprogramme für touristische Anwendungen, die ausschließlich konzernintern genutzt werden.
Die Transportverträge betreffen Landerechte auf Flughäfen in Großbritannien, die beim Erwerb der First Choice Holidays Plc 2007 erworben und bewertet wurden.
Die immateriellen Vermögenswerte in Entwicklung belaufen sich zum 30. September 2025 auf 111,6 Mio. € (Vorjahr 163,8 Mio. €).
Die Wertminderungen des Geschäftsjahres belaufen sich auf 3,5 Mio. € (Vorjahr 1,1 Mio. €). Sie betreffen im Wesentlichen selbsterstellte und erworbene Computersoftware im Bereich TUI Musement (2,6 Mio. €) und Software in Entwicklung im Bereich „Alle übrigen Segmente“ (0,8 Mio. €).
(14) Sachanlagen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Sachanlagevermögens im Geschäftsjahr 2025 ist in der folgenden Tabelle dargestellt.
| Sachanlagen | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € |
Hotels inkl. Grund- stücken |
Sonstige Gebäude und Grund- stücke |
Flugzeuge | Kreuzfahrtschiffe |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
Anlagen im Bau |
Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||||
| Stand zum 1.10.2023 | 2.726,7 | 50,8 | 614,9 | 792,7 | 1.272,6 | 151,9 | 159,9 | 5.769,5 |
| Währungsangleichung | - 152,7 | 3,2 | - 17,3 | 33,2 | - 29,8 | - 8,6 | - 8,4 | - 180,4 |
| Zugänge | 131,6 | 0,8 | 51,4 | - | 101,6 | 147,3 | 139,6 | 572,3 |
| Abgänge | - 0,4 | - 1,1 | - 37,3 | - 12,8 | - 40,6 | - | - 58,6 | - 150,8 |
| Umbuchungen | 67,7 | - | 318,3 | 31,0 | 25,4 | - 155,1 | - 24,2 | 263,1 |
| Stand zum 30.9.2024 | 2.772,9 | 53,7 | 930,0 | 844,1 | 1.329,2 | 135,5 | 208,3 | 6.273,7 |
| Währungsangleichung | - 17,6 | 0,2 | - 29,3 | - 41,1 | 1,1 | 1,8 | - 25,3 | - 110,2 |
| Zugänge | 31,0 | 1,1 | 77,5 | - | 55,6 | 343,9 | 242,6 | 751,7 |
| Abgänge | - 16,1 | - 0,8 | - 38,6 | - 48,7 | - 94,4 | - 0,4 | - 41,0 | - 240,0 |
| Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | - 14,2 | - | - | 0,1 | - 1,8 | - 1,0 | - | - 16,9 |
| Umbuchungen | 88,9 | 0,4 | 116,5 | 186,9 | 41,4 | - 166,4 | - 55,2 | 212,5 |
| Stand zum 30.9.2025 | 2.844,9 | 54,6 | 1.056,1 | 941,3 | 1.331,1 | 313,4 | 329,4 | 6.870,8 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | ||||||||
| Stand zum 1.10.2023 | - 790,4 | - 13,5 | - 273,4 | - 323,1 | - 887,8 | - | - 1,0 | - 2.289,2 |
| Währungsangleichung | 27,1 | - 3,3 | 6,2 | - 14,7 | 16,1 | - | - | 31,4 |
| Abschreibung | - 69,0 | - 1,2 | - 48,0 | - 69,7 | - 86,3 | - | - | - 274,2 |
| Wertminderungen | - 20,4 | - | 0,1 | - | - 2,6 | - | - | - 22,9 |
| Wertaufholungen | 29,3 | - | - 0,1 | 5,8 | 0,6 | - | - | 35,6 |
| Abgänge | 0,3 | 0,7 | 33,0 | 12,8 | 40,3 | - | 1,0 | 88,1 |
| Umbuchungen | 0,5 | - 0,1 | - 142,3 | - 0,2 | - 3,0 | - | - | - 145,1 |
| Stand zum 30.9.2024 | - 822,6 | - 17,4 | - 424,5 | - 389,1 | - 922,7 | - | - | - 2.576,3 |
| Währungsangleichung | 6,9 | - 0,1 | 12,2 | 19,1 | - 1,5 | - | - | 36,6 |
| Abschreibungen | - 68,2 | - 1,3 | - 59,6 | - 77,6 | - 89,4 | - | - | - 296,1 |
| Wertminderungen | - 24,7 | - | - | - 0,9 | - 2,4 | - | - | - 28,0 |
| Wertaufholungen | 10,9 | - | - | 18,2 | - | - | - | 29,1 |
| Abgänge | 16,1 | 0,1 | 25,1 | 48,7 | 93,9 | - | - | 183,9 |
| Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 0,8 | - | - | - | 0,7 | - | - | 1,5 |
| Umbuchungen | 3,0 | - | - 50,3 | - 37,0 | - 3,9 | - | - | - 88,2 |
| Stand zum 30.9.2025 | - 877,8 | - 18,7 | - 497,1 | - 418,6 | - 925,3 | - | - | - 2.737,5 |
| Buchwerte Stand zum 30.9.2024 | 1.950,3 | 36,3 | 505,5 | 455,0 | 406,5 | 135,5 | 208,3 | 3.697,4 |
| Buchwerte Stand zum 30.9.2025 | 1.967,1 | 35,9 | 559,0 | 522,7 | 405,8 | 313,4 | 329,4 | 4.133,3 |
Die Renovierung eines Hotels auf Jamaika sowie der Neubau eines Hotels auf Sansibar, eines Hotels sowie einer Hotelerweiterung in Mexiko und eines Hotels in Thailand führten im abgelaufenen Geschäftsjahr zu Zugängen der RIU-Gruppe von insgesamt 300,9 Mio. €. Von diesen Investitionen entfallen 222,7 Mio. € auf Anlagen im Bau, 42,0 Mio. € auf geleistete Anzahlungen, 22,6 Mio. € auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie 13,6 Mio. € auf Hotels inkl. Grundstücke.
Zugänge zu den Anlagen im Bau betreffen mit 68,8 Mio. € die Durchführung von Wartungsarbeiten an Kreuzfahrtschiffen. Zudem entfallen Zugänge zu den Anlagen im Bau mit 17,9 Mio. € auf Investitionen in Flugzeuge.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Anzahlungen von 200,6 Mio. € (Vorjahr 102,0 Mio. €) für die zukünftige Lieferung von Flugzeugen geleistet.
Weitere Zugänge im Bereich der Flugzeuge entfallen mit 63,7 Mio. € auf den Erwerb von Flugzeugtriebwerken und -ersatzteilen.
Die wesentlichen Abgänge im abgelaufenen Geschäftsjahr resultieren mit 40,7 Mio. € (Vorjahr 52,2 Mio. €) aus dem Abgang von Vorauszahlungen für die Auslieferung von Flugzeugen. Aufgrund von Sale-and-Lease-Back-Transaktionen führte der Abgang dieser Vorauszahlungen zu Zugängen von Nutzungsrechten. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den Abschnitt „Nutzungsrechte und Leasingverhältnisse“. Weitere Abgänge entfallen mit 13,5 Mio. € auf den Verkauf von Flugzeugersatzteilen.
Die Überprüfung der Buchwerte führte bei den Sachanlagen im abgelaufenen Geschäftsjahr zu Wertminderungen von 28,0 Mio. € (Vorjahr 22,9 Mio. €). Die Wertminderungen waren mit 24,7 Mio. € auf Hotels inkl. Grundstücke im Segment Hotels & Resorts für Hotels der Marken Riu, TUI Blue und Magic Life zurückzuführen. Die Wertminderungen des Vorjahres entfielen mit 20,4 Mio. € insbesondere auf Hotels inkl. Grundstücke im Segment Hotels & Resorts für Hotels der Marken TUI Blue und Magic Life.
Die Überprüfung der Buchwerte führte im Übrigen zu Wertaufholungen von 29,1 Mio. € (Vorjahr 35,6 Mio. €). Im Wesentlichen entfielen die Wertaufholungen mit 10,9 Mio. € auf das Segment Hotels & Resorts für Hotels der Marken TUI Blue, Robinson und Magic Life. Im Vorjahr entfielen 29,3 Mio. € der Wertaufholungen auf das Segment Hotels & Resorts für Hotels der Marken TUI Blue, Robinson und Magic Life. Zudem wurden Wertaufholungen von 18,2 Mio. € (Vorjahr 5,8 Mio. €) für ein Schiff der Marella Cruises im Segment Kreuzfahrten vorgenommen.
Im Geschäftsjahr 2025 wurden die Annahmen über die erwarteten Restwerte der Kreuzfahrtschiffe der Marella Cruise Ltd. angepasst. Abweichend vom Vorjahr wird davon ausgegangen, dass nach Ablauf der wirtschaftlichen Nutzungsdauer eine Weiterveräußerung der Schiffe zu Werten oberhalb der Schrottwerte möglich sein wird. Insgesamt wurden die voraussichtlichen Restwerte der Kreuzfahrtschiffe daher um 56,9 Mio. € erhöht. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sanken hierdurch um 3,5 Mio. €. Es wird erwartet, dass die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2026 hierdurch um 7,0 Mio. € niedriger ausfallen werden.
Die Umgliederungen von Sachanlagen in die Bilanzposition „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ entfielen mit 15,5 Mio. € auf den geplanten Verkauf der Veräußerungsgruppe TUI Blue Kalamota Island im Segment Hotels & Resorts. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf den Abschnitt „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“.
Die Zugänge zu den Sachanlagen aus Umbuchungen betreffen unter anderem Buchwerte vormals gemieteter und als Nutzungsrecht ausgewiesener Vermögenswerte, bei denen Kaufoptionen ausgeübt worden sind.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 5,2 Mio. € als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert (Vorjahr keine). Diese entfielen auf Anlagen im Bau im Segment Hotels & Resorts. Der ermittelte durchschnittliche Fremdkapitalkostensatz lag bei 4,8 %.
Der Buchwert des Sachanlagevermögens, das Eigentumsbeschränkungen unterliegt oder als Sicherheit verpfändet ist, beträgt zum Bilanzstichtag 737,5 Mio. € (Vorjahr 782,4 Mio. €).
(15) Nutzungsrechte und Leasingverhältnisse
Als Leasingnehmer erfasst TUI nach IFRS 16 in der Bilanz Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten. Nähere Informationen zur Inanspruchnahme von Wahlrechten sind unter den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Abschnitt „Leasingverhältnisse“ dargestellt.
TUI als Leasingnehmer
Als Leasingnehmer mietet TUI neben mobilen Vermögenswerten wie Flugzeugen, Fahrzeugen und Kreuzfahrtschiffen insbesondere Immobilien wie Hotelgebäude und -grundstücke, Bürogebäude und Reisebüros an. Die Konditionen der Leasingverträge werden individuell verhandelt. Einige Flugzeugleasingverträge von TUI enthalten Kauf- oder Verlängerungsoptionen. Viele Immobilien-Leasingverträge von TUI, insbesondere bei Reisebüros und Bürogebäuden, enthalten Verlängerungsoptionen und Preisanpassungsklauseln. Für die Leasingobjekte wurden keine Restwertgarantien übernommen.
Die Entwicklung der einzelnen Posten der Nutzungsrechte im Geschäftsjahr 2025 ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Nutzungsrechte | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Flugzeuge und Triebwerke | Hotels | Reisebüros | Gebäude | Kreuzfahrtschiffe | Übrige | Gesamt |
| Anschaffungskosten | |||||||
| Stand zum 1.10.2023 | 3.604,0 | 435,7 | 263,5 | 191,0 | 375,8 | 93,2 | 4.963,2 |
| Währungsangleichung | - 134,9 | - 8,8 | 5,3 | 0,5 | 15,3 | 0,1 | - 122,5 |
| Zugänge | 113,1 | 1,8 | 25,1 | 11,7 | - | 42,0 | 193,7 |
| Neubewertungen und Modifikationen | 144,8 | 31,2 | 20,5 | 6,6 | 0,3 | 0,5 | 203,9 |
| Abgänge | - 89,7 | - 32,9 | - 23,3 | - 10,3 | - | - 6,3 | - 162,5 |
| Umbuchungen | - 240,9 | - | - | - | - 0,3 | - 4,7 | - 245,9 |
| Stand zum 30.9.2024 | 3.396,4 | 427,0 | 291,1 | 199,5 | 391,1 | 124,8 | 4.829,9 |
| Währungsangleichung | - 145,8 | - 0,4 | - 5,7 | - 2,4 | - 17,6 | - 6,9 | - 178,8 |
| Zugänge | 79,4 | - | 19,3 | 18,8 | - | 32,5 | 150,0 |
| Neubewertungen und Modifikationen | 234,3 | 39,2 | 27,2 | 21,4 | - | 0,3 | 322,4 |
| Abgänge | - 47,2 | - 20,4 | - 25,7 | - 18,2 | - | - 4,6 | - 116,1 |
| Umbuchungen | - 98,7 | - | - | - | - 101,9 | - 3,2 | - 203,8 |
| Stand zum 30.9.2025 | 3.418,4 | 445,4 | 306,2 | 219,1 | 271,6 | 142,9 | 4.803,6 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | |||||||
| Stand zum 1.10.2023 | - 1.541,0 | - 222,7 | - 164,9 | - 105,9 | - 122,0 | - 43,3 | - 2.199,8 |
| Währungsangleichung | 65,9 | 4,7 | - 3,0 | - 1,2 | - 5,7 | 0,1 | 60,8 |
| Abschreibungen | - 311,0 | - 44,3 | - 38,9 | - 19,6 | - 26,4 | - 15,6 | - 455,8 |
| Wertminderungen | - | - 9,2 | - 0,5 | - 2,2 | - | - | - 11,9 |
| Wertaufholungen | - | 8,0 | 0,4 | - | - | - | 8,4 |
| Abgänge | 89,1 | 32,9 | 23,3 | 10,3 | - | 6,3 | 161,9 |
| Umbuchungen | 141,8 | - | - | - | 0,2 | 3,2 | 145,2 |
| Stand zum 30.9.2024 | - 1.555,2 | - 230,6 | - 183,6 | - 118,6 | - 153,9 | - 49,3 | - 2.291,2 |
| Währungsangleichung | 74,3 | - 7,8 | 4,4 | 0,8 | 7,8 | 6,7 | 86,2 |
| Abschreibungen | - 293,2 | - 46,4 | - 40,3 | - 21,3 | - 26,6 | - 20,4 | - 448,2 |
| Wertminderungen | - | - 0,1 | - 1,3 | - | - | - | - 1,4 |
| Wertaufholungen | - | 3,1 | 0,3 | - | - | - | 3,4 |
| Abgänge | 47,1 | 20,4 | 25,7 | 18,0 | - | 4,5 | 115,7 |
| Umbuchungen | 50,4 | - | - | - 0,1 | 35,8 | 2,1 | 88,2 |
| Stand zum 30.9.2025 | - 1.676,6 | - 261,4 | - 194,8 | - 121,2 | - 136,9 | - 56,4 | - 2.447,3 |
| Buchwerte Stand zum 30.9.2024 | 1.841,2 | 196,4 | 107,5 | 80,9 | 237,2 | 75,5 | 2.538,7 |
| Buchwerte Stand zum 30.9.2025 | 1.741,8 | 184,0 | 111,4 | 97,9 | 134,7 | 86,5 | 2.356,3 |
Zugänge von 150,0 Mio. € entfielen insbesondere auf die Anmietung von drei Flugzeugen sowie von zwei Flugzeugmotoren (Vorjahr 113,1 Mio. € aus Anmietung von sechs Flugzeugen sowie einem Flugzeugmotor), die teilweise im Rahmen von Sale-and-Lease-Back-Transaktionen erworben wurden.
Neubewertungen und Modifikationen bestehender Leasingverträge erhöhten die Nutzungsrechte um 322,3 Mio. €. Der Anstieg ist überwiegend durch eine Vielzahl von Vertragsverlängerungen im Bereich angemieteter Flugzeuge (234,3 Mio. €), von Hotelleasingverträgen (39,2 Mio. €) und angemieteten Reisebüros (27,2 Mio. €) begründet.
Umbuchungen minderten die Nutzungsrechte um 115,7 Mio. € und resultieren im Wesentlichen aus der Umbuchung eines Schiffes (66,2 Mio. €) sowie von Flugzeugen und Flugzeugersatzteilen (48,3 Mio. €) in das Sachanlagevermögen. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf den Abschnitt „Sachanlagen“.
Informationen über die zugehörigen Leasingverbindlichkeiten enthält Textziffer 31 „Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten“. Details zu den Fälligkeiten der am Bilanzstichtag noch nicht geleisteten Leasingzahlungen sind im Abschnitt Liquiditätsrisiko in Textziffer 39 „Finanzinstrumente“ dargestellt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Geschäftsjahr 2025 in der Konzern-GuV erfassten Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen, bei denen TUI Leasingnehmer ist:
| Aufwendungen und Erträge aus Leasingverhältnissen mit TUI als Leasingnehmer | ||
|---|---|---|
| Mio. € | 2025 | 2024 |
| Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen | - 163,3 | - 185,0 |
| Aufwendungen aus geringwertigen Leasingverhältnissen | - 7,0 | - 7,6 |
| Variable Leasingerträge und -aufwendungen | - 10,7 | - 8,8 |
| Abschreibungen auf Nutzungsrechte | - 448,2 | - 455,9 |
| Wertminderungen auf Nutzungsrechte | - 1,4 | - 11,9 |
| Wertaufholungen | 3,4 | 8,4 |
| Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten | - 158,0 | - 172,0 |
| Gewinne und Verluste aus Sale-and-Lease-Back-Transaktionen | 3,2 | 4,9 |
Die Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen betreffen wie im Vorjahr insbesondere die zeitweise Anmietung von Flugzeugen. Die Wertminderungen entfielen mit 1,3 Mio. € im Wesentlichen auf Nutzungsrechte an Reisebüros.
Die im Rahmen von Sale-and-Lease-Back-Transaktionen erzielten Gewinne sind mit 3,2 Mio. € der Flugzeugfinanzierung zuzuordnen. Im Geschäftsjahr wurden drei neu ausgelieferte Flugzeuge des Typs Boeing B737 MAX mittels Sale-and-Lease-Back-Konstruktionen refinanziert. Zum 30. September 2025 bestehen aus diesen Transaktionen Leasingverbindlichkeiten von 66,2 Mio. €. Im Vorjahr erzielte Gewinne von 4,9 Mio. € betrafen Sale-and-Lease-Back-Transaktionen von vier neu ausgelieferten Flugzeugen des Typs Boeing B737 MAX sowie ein erworbenes Triebwerk. Zum 30. September 2024 beliefen sich die Leasingverbindlichkeiten für diese Transaktionen auf 100,0 Mio. €.
Die Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse im Geschäftsjahr 2025 betrugen insgesamt 913,0 Mio. € (Vorjahr 985,3 Mio. €).
Zum Bilanzstichtag bestanden nicht bilanzierte Verpflichtungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen in Höhe von 4,0 Mio. € (Vorjahr 4,1 Mio. €). Darüber hinaus wurden mögliche zukünftige Leasingzahlungen aus Verlängerungs- und Kündigungsoptionen in Höhe von 181,7 Mio. € (Vorjahr 205,2 Mio. €, angepasst) nicht in die Bewertung der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten einbezogen, da nicht hinreichend sicher ist, dass die Leasingverträge verlängert oder gekündigt werden.
TUI als Leasinggeber
Als Leasinggeber vermietet bzw. untervermietet TUI Flugzeuge sowie in unwesentlichem Umfang Flächen in Bürogebäuden und Reisebüros. Im Geschäftsjahr 2025 wurden Mieterlöse aus Operating Leases in Höhe von 6,2 Mio. € (Vorjahr 7,2 Mio. €) im Umsatz erfasst. Daneben wurden keine im Zinsergebnis ausgewiesenen Erträge aus Finanzierungsleasing (Vorjahr 0,2 Mio. €) erzielt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der nicht diskontierten Leasingzahlungen auf den Netto-Investitionswert für die als Finanzierungsleasing eingestuften Untermietverhältnisse:
| Nettoinvestitionen – Finanzierungsleasing | ||
|---|---|---|
| Mio. € | 30.9.2025 | 30.9.2024 |
| Nicht diskontierte Leasingzahlungen (Leasingkomponenten) | - | 0,8 |
| Bruttoinvestition | - | 0,8 |
| Noch nicht realisierter Finanzertrag | - | - |
| Nettoinvestition | - | 0,8 |
Die folgende Tabelle enthält eine Fälligkeitsanalyse der nicht diskontierten jährlichen Einzahlungen aus Leasingverhältnissen, bei denen TUI als Leasinggeber auftritt:
| Erwartete Mindestleasingeinnahmen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.9.2025 | |||||||
| Mio. € | bis 1 Jahr | 1–2 Jahre | 2–3 Jahre | 3–4 Jahre | 4–5 Jahre | Über 5 Jahre | Gesamt |
| Operative Leasingverträge | 0,2 | 0,2 | - | - | - | - | 0,4 |
| Finanzierungsleasingverträge | - | - | - | - | - | - | - |
| 30.9.2024 | |||||||
| Mio. € | bis 1 Jahr | 1–2 Jahre | 2–3 Jahre | 3–4 Jahre | 4–5 Jahre | Über 5 Jahre | Gesamt |
| Operative Leasingverträge | 5,0 | - | - | - | - | - | 5,0 |
| Finanzierungsleasingverträge | 0,8 | - | - | - | - | - | 0,8 |
(16) Nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen
Die folgende Übersicht stellt diejenigen gemeinsamen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen dar, die für den TUI Konzern wesentlich sind. Sämtliche gemeinsamen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen sind der Anteilsbesitzliste in Textziffer 51 zu entnehmen. Bei den gemeinsamen Vereinbarungen handelt es sich ausschließlich um Gemeinschaftsunternehmen und nicht um gemeinschaftliche Tätigkeiten im Sinne des IFRS 11.
| Wesentliche assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Kapitalanteil in % | Stimmrechtsquote in % | ||||
| Name und Sitz der Gesellschaft | Geschäftstätigkeit | 30.9.2025 | 30.9.2024 | 30.9.2025 | 30.9.2024 |
| Assoziiertes Unternehmen | |||||
| Midnight Canada Inc., Toronto, Kanada | Holdinggesellschaft | 49,0 | 49,0 | 25,0 | 25,0 |
| Midnight Holdings Limited, George Town, Kaimaninseln | Vertriebsgesellschaft | 49,0 | 49,0 | 49,0 | 49,0 |
| Pep Toni Hotels S.A., Palma, Spanien | Hotel-Betriebsgesellschaft | 49,0 | 49,0 | 49,0 | 49,0 |
| Royalton Hotels International Limited, Toronto, Kanada | Hotel-Betriebsgesellschaft | 49,0 | 49,0 | 49,0 | 49,0 |
| Gemeinschaftsunternehmen | |||||
| Grupotel dos S.A., Can Picafort, Spanien | Hotel-Betriebsgesellschaft | 50,0 | 50,0 | 50,0 | 50,0 |
| TUI Cruises GmbH, Hamburg, Deutschland | Kreuzschifffahrt-Betriebsgesellschaft | 50,0 | 50,0 | 50,0 | 50,0 |
Alle dargestellten Gesellschaften werden nach der Equity-Methode bilanziert.
Das Geschäftsjahr der amerikanischen assoziierten Unternehmen entspricht dem Geschäftsjahr des TUI Konzerns; das Geschäftsjahr der Pep Toni Hotels S.A. und das der Gemeinschaftsunternehmen weichen von dem Geschäftsjahr des TUI Konzerns ab und enden am 31. Dezember. Für die Fortschreibung der Equity-Bewertung zum Bilanzstichtag des TUI Konzerns werden für diese Gesellschaften Zwischenabschlüsse zum 30. September erstellt.
Wesentliche assoziierte Unternehmen
Im Jahr 2009 ging die Sunwing eine Partnerschaft mit dem TUI Konzern ein. Sunwing war danach ein vertikal integriertes Reiseunternehmen, das Veranstaltergeschäft, eine Fluglinie und Reisebüroketten umfasste. Seit der Einbringung der Hotelbetriebs- und -entwicklungsgesellschaft Blue Diamond Hotels & Resorts Inc., St. Michael, Barbados, im September 2016 beinhaltete die Sunwing rechtlich auch deren Hotelbetriebsgeschäft mit einer Kette von luxuriösen Strandresorts und -hotels in der Karibik und Mexiko. Ende 2024 wurde der Vertrieb der Hotels von einer neu gegründeten Unternehmensgruppe übernommen, an deren Muttergesellschaft TUI ebenfalls anteilig beteiligt ist. Das Hotelbetriebsgeschäft der Royalton Hotels International Limited wird wie die Vertriebsaktivitäten der Midnight Holdings Limited im Segment Hotels & Resorts gezeigt.
Im Jahr 2023 hat Sunwing ihr Veranstaltergeschäft, die Fluglinie und die Reisebüroketten in die kanadische Fluggesellschaft WestJet Airlines Ltd. eingebracht. Die Gegenleistung erfolgte im Wesentlichen in Anteilen an dem zusammengeführten Geschäft sowie in Form von bedingten Gegenleistungen. Im Rahmen der Transaktion wurde das Hotelbetriebsgeschäft in die neu gegründete Midnight International Holdings Limited übertragen, an der der TUI Konzern 49 % der Anteile hält. Sunwing selbst hat nach Abschluss der Transaktion kein operatives Geschäft mehr und wurde anschließend in Midnight Canada Inc. umbenannt. Der TUI Konzern ist weiterhin an der Midnight Canada Inc. mit 49 % beteiligt, die dem Segment Region Nord zugeordnet ist.
Die Pep Toni Hotels S.A. ist ein 2023 gegründetes Unternehmen, das Hotels besitzen und betreiben wird.
Wesentliche Gemeinschaftsunternehmen
Grupotel dos S.A., 1998 gegründet, besitzt und betreibt Hotels auf den Balearen und den Kanarischen Inseln.
TUI Cruises GmbH ist ein 2008 mit der US-amerikanischen Reederei Royal Caribbean Cruises Ltd. gegründetes Gemeinschaftsunternehmen. Die Gesellschaft mit Sitz in Hamburg bietet Kreuzfahrten für den gehobenen deutschsprachigen Markt an. TUI Cruises GmbH bedient diesen Markt gegenwärtig mit dreizehn Schiffen (im Vorjahr zwölf).
Finanzinformationen zu assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
Die folgenden Tabellen enthalten zusammengefasste Finanzinformationen zu den wesentlichen assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen der TUI Group. Bei den dargestellten Beträgen handelt es sich um die 100-%-Beträge aus den vorkonsolidierten Teilkonzernabschlüssen der jeweiligen assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen und nicht um den Anteil des TUI Konzerns an diesen Beträgen.
| Zusammengefasste Finanzinformationen wesentlicher assoziierter Unternehmen | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Midnight Canada Inc., Toronto, Kanada |
Midnight Holdings Limited, George Town, Kaimaninseln |
Pep Toni Hotels S.A., Palma, Spanien |
Royalton Hotels International Limited, Toronto, Kanada |
|||||
| Mio. € | 30.9.2025 | 30.9.2024 | 30.9.2025 | 30.9.2024 | 30.9.2025 | 30.9.2024 | 30.9.2025 | 30.9.2024 |
| Langfristige Vermögenswerte | 145,1 | 95,0 | 213,3 | - | 191,7 | 169,8 | 1.531,9 | 1.557,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4,0 | 5,1 | 28,2 | - | 89,6 | 127,0 | 351,4 | 247,5 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | - | 15,0 | - | - | - | - | 1.244,9 | 992,5 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 32,3 | - | 79,5 | - | 0,5 | 0,1 | 305,4 | 324,4 |
| 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | |
| Umsatzerlöse | - | - | 612,7 | - | - | - | 576,8 | 902,8 |
| Gewinn / Verlust | 16,3 | 22,5 | 178,3 | - | - 7,1 | - 4,4 | - 107,7 | 58,4 |
| Sonstiges Ergebnis | 23,2 | - 4,1 | - 16,4 | - | - 8,7 | 0,2 | - 21,2 | - 25,2 |
| Gesamtergebnis | 39,5 | 18,4 | 161,9 | - | - 15,8 | - 4,2 | - 128,9 | 33,2 |
| Zusammengefasste Finanzinformationen wesentlicher Gemeinschaftsunternehmen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Grupotel dos S.A., Can Picafort, Spanien | TUI Cruises GmbH, Hamburg, Deutschland | |||
| Mio. € | 30.9.2025 | 30.9.2024 | 30.9.2025 | 30.9.2024 |
| Langfristige Vermögenswerte | 242,3 | 249,0 | 5.994,7 | 4.957,1 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 95,4 | 81,6 | 343,8 | 328,0 |
| davon Finanzmittel | 30,3 | 11,5 | 125,3 | 83,0 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 118,6 | 114,3 | 3.092,9 | 2.632,2 |
| davon finanzielle Verbindlichkeiten | 109,9 | 101,7 | 2.988,7 | 2.600,1 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 28,9 | 54,8 | 1.652,2 | 1.228,8 |
| davon finanzielle Verbindlichkeiten | 3,4 | 25,3 | 376,6 | 352,8 |
| 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | |
| Umsatzerlöse | 179,3 | 170,7 | 2.558,0 | 2.045,2 |
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 12,7 | 13,8 | 168,7 | 137,4 |
| Zinserträge | 0,2 | 0,3 | 9,5 | 38,6 |
| Zinsaufwendungen | 4,5 | 5,5 | 124,8 | 134,8 |
| Ertragsteuern | 11,2 | 10,3 | 12,2 | 11,8 |
| Gewinn / Verlust | 40,5 | 42,9 | 628,1 | 466,2 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,1 | - | - 18,8 | - 38,0 |
| Gesamtergebnis | 40,6 | 42,9 | 609,3 | 428,2 |
Der TUI Konzern hat im Geschäftsjahr 2025 Dividenden von den Gemeinschaftsunternehmen von insgesamt 244,9 Mio. € (Vorjahr 54,9 Mio. €) und von den assoziierten Unternehmen in Höhe von 13,2 Mio. € (Vorjahr 18,9 Mio. €) vereinnahmt.
Zusätzlich zu den für den TUI Konzern wesentlichen assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen hält die TUI AG Anteile an weiteren nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die einzeln betrachtet als nicht wesentlich anzusehen sind. In den folgenden Tabellen ist neben dem Anteil des TUI Konzerns an den dargestellten Ergebnisgrößen der wesentlichen assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen auch der aggregierte Betrag des Anteils am Gewinn bzw. Verlust, am sonstigen Ergebnis und am Gesamtergebnis der unwesentlichen assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen dargestellt.
| Anteilige Finanzinformationen wesentlicher und nicht wesentlicher assoziierter Unternehmen | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Midnight Canada Inc., Toronto, Kanada |
Midnight Holdings Limited, George Town, Kaimaninseln |
Pep Toni Hotels S.A., Palma, Spanien |
Royalton Hotels International Limited, Toronto, Kanada |
Übrige unwesentliche assoziierte Unternehmen |
Assoziierte Unternehmen Gesamt |
|||||||
| Mio. € | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 |
| Anteil von TUI am | ||||||||||||
| Gewinn / Verlust | 8,0 | 11,4 | 87,3 | - | - 3,5 | - 2,2 | - 52,8 | 28,6 | 7,8 | 7,9 | 46,8 | 45,7 |
| Sonstigen Ergebnis | 11,2 | - 2,0 | - 8,0 | - | - 4,2 | 0,1 | - 10,2 | - 12,3 | 2,4 | - 0,1 | - 8,8 | - 14,3 |
| Gesamtergebnis | 19,2 | 9,4 | 79,3 | - | - 7,7 | - 2,1 | - 63,0 | 16,3 | 10,2 | 7,8 | 38,0 | 31,4 |
| Anteilige Finanzinformationen wesentlicher und nicht wesentlicher Gemeinschaftsunternehmen | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Grupotel dos S.A., Can Picafort, Spanien |
TUI Cruises GmbH, Hamburg, Deutschland |
Übrige unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen |
Gemeinschaftsunternehmen Gesamt |
|||||
| Mio. € | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 |
| Anteil von TUI am | ||||||||
| Gewinn / Verlust | 20,3 | 21,5 | 314,0 | 233,1 | 82,3 | 71,3 | 416,6 | 325,9 |
| Sonstigen Ergebnis | - | - | - 9,4 | - 19,0 | - 5,4 | - 26,5 | - 14,8 | - 45,5 |
| Gesamtergebnis | 20,3 | 21,5 | 304,6 | 214,1 | 76,9 | 44,8 | 401,8 | 280,4 |
| Nettovermögenswerte der wesentlichen assoziierten Unternehmen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € |
Midnight Canada Inc., Toronto, Kanada |
Midnight Holdings Limited, George Town, Kaimaninseln |
Pep Toni Hotels S.A., Palma, Spanien |
Royalton Hotels International Limited, Toronto, Kanada |
| Nettovermögenswerte zum 1.10.2023 | 96,0 | - | 150,9 | 469,4 |
| Sonstige Ergebnisse | 0,4 | - | - | - |
| Dividenden | - 13,7 | - | - | - |
| Wechselkurseffekte | - 4,6 | - | 0,1 | - 25,2 |
|
Kapitalerhöhung/ -herabsetzung |
- 15,6 | - | 150,0 | - 14,4 |
| Gewinn / Verlust | 22,5 | - | - 4,4 | 58,4 |
| Nettovermögenswerte zum 30.9.2024 | 85,0 | - | 296,6 | 488,2 |
| Sonstige Ergebnisse | 30,4 | - | - | - |
| Dividenden | - 7,7 | - | - | - |
| Wechselkurseffekte | - 7,2 | - 16,4 | - 8,7 | - 21,2 |
|
Kapitalerhöhung / -herabsetzung |
- | - | - | - 26,2 |
| Gewinn / Verlust | 16,3 | 178,3 | - 7,1 | - 107,7 |
| Nettovermögenswerte zum 30.9.2025 | 116,8 | 161,9 | 280,8 | 333,1 |
| Überleitung auf den Buchwert der assoziierten Unternehmen in der Konzernbilanz | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € |
Midnight Canada Inc., Toronto, Kanada |
Midnight Holdings Limited, George Town, Kaimaninseln |
Pep Toni Hotels S.A., Palma, Spanien |
Royalton Hotels International Limited, Toronto, Kanada |
Übrige unwesentliche assoziierte Unternehmen |
Assoziierte Unternehmen Gesamt |
| Anteil von TUI in % zum 30.9.2024 | 49,0 | - | 49,0 | 49,0 | n.a. | n.a. |
| Anteil von TUI an den Nettovermögenswerten zum 30.9.2024 | 41,6 | - | 145,3 | 239,2 | 39,5 | 465,6 |
| Geschäfts- oder Firmenwert zum 30.9.2024 | - | - | - | 6,7 | 1,5 | 8,2 |
| Nicht erfasste anteilige Verluste | - | - | - | - | 3,2 | 3,2 |
| Wertminderung der Nettovermögenswerte | - | - | - | - | 0,1 | 0,1 |
| Buchwert zum 30.9.2024 | 41,6 | - | 145,3 | 245,9 | 44,3 | 477,1 |
| Anteil von TUI in % zum 30.9.2025 | 49,0 | 49,0 | 49,0 | 49,0 | n.a. | n.a. |
| Anteil von TUI an den Nettovermögenswerten zum 30.9.2025 | 57,2 | 79,3 | 137,6 | 163,2 | 45,7 | 483,0 |
| Geschäfts- oder Firmenwert zum 30.9.2025 | - | - | - | 6,3 | 2,6 | 8,9 |
| Nicht erfasste anteilige Verluste | - | - | - | - | 2,7 | 2,7 |
| Wertminderung der Nettovermögenswerte | - | - | - | - | - | - |
| Buchwert zum 30.9.2025 | 57,2 | 79,3 | 137,6 | 169,5 | 51,0 | 494,6 |
| Nettovermögenswerte der wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen | ||
|---|---|---|
| Mio. € | Grupotel dos S.A., Can Picafort, Spanien |
TUI Cruises GmbH, Hamburg, Deutschland |
| Nettovermögenswerte zum 1.10.2023 | 130,6 | 1.036,0 |
| Gewinn / Verlust | 42,9 | 466,2 |
| Sonstige Ergebnisse | - | - 38,0 |
| Dividenden | - 12,0 | - 40,0 |
| Nettovermögenswerte zum 30.9.2024 | 161,5 | 1.424,2 |
| Gewinn / Verlust | 40,5 | 628,0 |
| Sonstige Ergebnisse | 0,1 | - 18,8 |
| Dividenden | - 12,0 | - 440,0 |
| Nettovermögenswerte zum 30.9.2025 | 190,1 | 1.593,4 |
| Überleitung auf den Buchwert der Gemeinschaftsunternehmen in der Konzernbilanz | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Grupotel dos S.A., Can Picafort, Spanien |
TUI Cruises GmbH, Hamburg, Deutschland |
Übrige unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen |
Gemeinschaftsunternehmen Gesamt |
| Anteil von TUI in % zum 30.9.2024 | 50,0 | 50,0 | n.a. | n.a. |
| Anteil von TUI an den Nettovermögenswerten zum 30.9.2024 | 80,8 | 712,1 | 239,7 | 1.032,6 |
| Geschäfts- oder Firmenwert zum 30.9.2024 | - | - | 8,8 | 8,8 |
| Nicht erfasste anteilige Verluste | - | - | 16,1 | 16,1 |
| Wertminderung der Nettovermögenswerte | - | - | - 27,0 | - 27,0 |
| Buchwert zum 30.9.2024 | 80,8 | 712,1 | 237,6 | 1.030,5 |
| Anteil von TUI in % zum 30.9.2025 | 50,0 | 50,0 | n.a. | n.a. |
| Anteil von TUI an den Nettovermögenswerten zum 30.9.2025 | 95,1 | 796,7 | 322,9 | 1.214,7 |
| Geschäfts- oder Firmenwert zum 30.9.2025 | - | - | 10,2 | 10,2 |
| Nicht erfasste anteilige Verluste | - | - | 22,5 | 22,5 |
| Wertminderung der Nettovermögenswerte | - | - | - 25,6 | - 25,6 |
| Buchwert zum 30.9.2025 | 95,1 | 796,7 | 330,0 | 1.221,8 |
Wertminderungen der Buchwerte von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
Buchwerte der assoziierten Unternehmen und der Gemeinschaftsunternehmen wurden auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft, sofern Anzeichen für eine Wertminderung vorlagen. Alle Buchwerte der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die vormals wertgemindert waren, wurden auf Wertaufholungen untersucht. Alle Werthaltigkeitstests basierten auf den Ergebnisplanungen der jeweiligen Gesellschaft. Auf Basis dieser Ergebnisplanungen wurde der beizulegende Zeitwert über eine Diskontierung der erwarteten anteiligen Zahlungsmittelzuflüsse ermittelt. In fast allen Fällen war der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten höher als der Nutzungswert. Die verwendeten Parameter sind alle dem Level 3 der Zeitwerthierarchie zuzuordnen.
Eine Wertaufholung in Höhe von 0,7 Mio. € betrifft ein Unternehmen in der Region Zentral.
Nicht erfasste Verluste von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
Die nicht erfassten kumulierten Verluste von Gemeinschaftsunternehmen betragen zum Ende des Geschäftsjahres 22,5 Mio. € (Vorjahr 16,1 Mio. €). Die nicht erfassten Verluste der WOT Hotels Vietnam erhöhten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3,4 Mio. € auf 17,8 Mio. €, die der Abou Soma for Hotels S. A. E. verminderten sich um 0,7 Mio. € auf 0,9 Mio. €. Außerdem wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals anteilige Verluste der Fly4 Airlines Green Limited in Höhe von 3,8 Mio. € nicht erfasst. Die nicht erfassten kumulierten Verluste von assoziierten Unternehmen in Höhe von 2,7 Mio. € (Vorjahr 3,2 Mio. €) betreffen die Ahungalla Resorts Limited. Die Erfassung weiterer Verluste hätte zu einer Reduzierung der Buchwerte unter null geführt.
Risiken in Zusammenhang mit den Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
Zugunsten assoziierter Unternehmen bestehen zum 30. September 2025 wie im Vorjahr keine Eventualverbindlichkeiten, zugunsten von Gemeinschaftsunternehmen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 3,1 Mio. € (Vorjahr 3,4 Mio. €).
(17) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 30.9.2025 | 30.9.2024 | |||
| Mio. € | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | 437,2 | - | 413,6 |
| Kautionen | 43,0 | 401,6 | 6,1 | 396,2 |
| Kreditforderungen und Ausleihungen | 6,8 | 36,7 | 15,1 | 32,3 |
| Leasingforderungen | - | - | - | 0,8 |
| Sonstige Forderungen | 58,7 | 280,5 | 110,6 | 434,6 |
| Gesamt | 108,5 | 1.155,9 | 131,7 | 1.277,4 |
TUI hat zum 30. September 2025 Vertriebsprovisionen an Reisebüros und weitere Vertriebskanäle als Kosten des Erhalts des Vertrags in Höhe von 121,0 Mio. € (Vorjahr 111,7 Mio. €) aktiviert, bis der entsprechende Umsatz realisiert wird. Im Geschäftsjahr 2025 wurden Vertriebsprovisionen in Höhe von 1.006,6 Mio. € (Vorjahr 939,6 Mio. €) aufwandswirksam erfasst.
Die Kautionen umfassen unter anderem Sicherheiten für Zahlungsdienstleister sowie für die Absicherung von erhaltenen touristischen Kundenanzahlungen.
(18) Geleistete touristische Anzahlungen
Die geleisteten Anzahlungen betreffen hauptsächlich branchenübliche Vorauszahlungen für zukünftige touristische Leistungen, insbesondere vom Veranstalter geleistete Vorauszahlungen für zukünftig zu beziehende Hotel- und Flugleistungen.
(19) Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerte in Höhe von 328,7 Mio. € (Vorjahr 269,8 Mio. €) ergeben sich im Wesentlichen aus entgeltlich erworbenen Emissionszertifikaten in Höhe von 141,0 Mio. € (Vorjahr 108,0 Mio. €), aus der Überdeckung von Pensionsplänen in Höhe von 95,0 Mio. € (Vorjahr 75,4 Mio. €) sowie durch sonstige Steuerforderungen in Höhe von 60,0 Mio. € (Vorjahr 68,3 Mio. €).
(20) Latente Ertragsteueransprüche und -verbindlichkeiten
| Bilanzierte aktive und passive latente Steuern nach Sachverhalten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 30.9.2025 | 30.9.2024 | |||
| Mio. € | Aktivisch | Passivisch | Aktivisch | Passivisch |
| Leasingtransaktionen | 15,8 | 63,0 | 15,5 | 76,0 |
| Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei Sachanlagen und sonstigen langfristigen Vermögenswerten | 170,6 | 196,5 | 194,3 | 215,4 |
| Ansatzunterschiede bei Forderungen und sonstigen Vermögenswerten | 91,0 | 58,0 | 38,2 | 63,1 |
| Bewertung von Finanzinstrumenten | 43,4 | 50,9 | 96,8 | 40,3 |
| Bewertung von Pensionsrückstellungen | 63,5 | 25,3 | 90,1 | 25,1 |
| Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei übrigen Rückstellungen | 78,2 | 17,9 | 67,8 | 14,0 |
| Sonstige Transaktionen | 46,2 | 51,7 | 69,5 | 62,0 |
| Aktivierte Steuerersparnisse aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen | 168,4 | - | 209,7 | - |
| Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern | - 328,2 | - 328,2 | - 392,7 | - 392,7 |
| Bilanzansatz | 348,9 | 135,1 | 389,2 | 103,2 |
Von den latenten Ertragsteueransprüchen realisieren sich 301,4 Mio. € (Vorjahr 299,3 Mio. €) in mehr als zwölf Monaten. Von den latenten Ertragsteuerverbindlichkeiten realisieren sich 87,5 Mio. € (Vorjahr 95,9 Mio. €) in mehr als zwölf Monaten.
Auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 62,0 Mio. € (Vorjahr 190,2 Mio. €) werden keine latenten Steueransprüche angesetzt.
Keine latenten Steuerverbindlichkeiten wurden für temporäre Differenzen in Höhe von 117,1 Mio. € (Vorjahr 99,2 Mio. €) zwischen dem Nettovermögen und dem steuerlichen Buchwert von Tochterunternehmen angesetzt, da mit einer Umkehr der temporären Differenzen in näherer Zukunft nicht zu rechnen ist.
Der Netto-Aktivüberhang der latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten hat sich gegenüber dem Vorjahr um 72,1 Mio. € gesenkt. Davon wurden 12,7 Mio. € als latenter Steueraufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung und 81,6 Mio. € als Senkung im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Veränderung im sonstigen Ergebnis bezieht sich im Wesentlichen auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im Pensionsvermögen sowie die Bewertung der Cash Flow Hedges. Der verbleibende Betrag von -3,2 Mio. € resultiert aus der Währungsumrechnung.
| Angesetzte Verlustvorträge und Vortragsfähigkeit nicht angesetzter Verlustvorträge | ||
|---|---|---|
| Mio. € | 30.9.2025 | 30.9.2024 |
| Angesetzte Verlustvorträge | 801,4 | 1.171,5 |
| Nicht angesetzte Verlustvorträge | 12.776,6 | 12.665,8 |
| davon innerhalb eines Jahres verfallbare Verlustvorträge | - | 5,6 |
| davon zwischen zwei und fünf Jahren verfallbare Verlustvorträge | - | 3,8 |
| davon in mehr als fünf Jahren verfallbare Verlustvorträge (ohne unverfallbare Verlustvorträge) | - | - |
| davon unverfallbare Verlustvorträge | 12.776,6 | 12.656,4 |
| Gesamtsumme noch nicht genutzter Verlustvorträge | 13.578,0 | 13.837,3 |
Verlustvorträge aus deutschen Gesellschaften enthalten den kumulierten Betrag aus Gewerbe- und Körperschaftsteuer sowie Zinsvorträge aus der Zinsschrankenregelung. Potenzielle Steuerersparnisse in Höhe von insgesamt 2.719,1 Mio. € (Vorjahr 2.677,7 Mio. €) wurden nicht aktiviert, da die Nutzung der zugrunde liegenden Verlustvorträge im Planungszeitraum als nicht wahrscheinlich eingeschätzt wurde.
Es ergaben sich im Geschäftsjahr 2025 Steuerminderungen von 9,3 Mio. € (Vorjahr 5,5 Mio. €) aus der Nutzung von Verlustvorträgen, die bislang als nicht realisierbar eingeschätzt wurden und für die somit zum 30. September 2024 kein Vermögenswert für die daraus möglichen Steuerersparnisse angesetzt wurde. Steuerminderungen aus Verlustrückträgen wurden, wie bereits im Vorjahr, nicht realisiert.
| Entwicklung der aktiven latenten Steuern aus Verlustvorträgen | ||
|---|---|---|
| Mio. € | 2025 | 2024 |
| Aktivierte Steuerersparnisse zu Beginn der Periode | 209,7 | 269,4 |
| Nutzung von Verlustvorträgen | - 60,3 | - 23,1 |
| Aktivierung von erwarteten Steuerersparnissen aus Verlustvorträgen | 51,6 | 19,2 |
| Wertberichtigung auf aktivierte Steuerersparnisse aus Verlustvorträgen | - 32,6 | - 55,8 |
| Aktivierte Steuerersparnisse zum Ende der Periode | 168,4 | 209,7 |
Der aktivierte latente Steueranspruch aus temporären Differenzen und aus als nutzbar eingeschätzten Verlustvorträgen in Höhe von 234,8 Mio. € (Vorjahr 287,1 Mio. €) ist auch bei Gesellschaften, die im Berichtsjahr oder im Vorjahr Verluste erleiden, durch künftig erwartete zu versteuernde Ergebnisse gedeckt. Dies basiert auf der vom TUI Management geplanten zukünftigen Geschäftsentwicklung. Die wesentlichen Eckpunkte dieser Planung sind im Abschnitt „Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen“ dargestellt. Für die Ableitung der Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen und abzugsfähigen Differenzen stellt TUI auf einen fünfjährigen Planungshorizont ab.
(21) Vorräte
| Vorräte | ||
|---|---|---|
| Mio. € | 30.9.2025 | 30.9.2024 |
| Flugzeugersatzteile und Verbrauchsgüter | 25,9 | 26,1 |
| Zum Verkauf verfügbare Immobilien | 0,2 | 0,2 |
| Verbrauchsgüter in Hotels | 22,0 | 21,5 |
| Sonstige Vorräte | 20,9 | 18,7 |
| Gesamt | 69,0 | 66,4 |
Im Geschäftsjahr 2025 wurden Vorräte in Höhe von 632,5 Mio. € (Vorjahr 632,4 Mio. €) als Aufwand erfasst.
(22) Finanzmittel
| Finanzmittel | ||
|---|---|---|
| Mio. € | 30.9.2025 | 30.9.2024 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 1.941,2 | 1.873,6 |
| Geldmarktfonds | 1.155,8 | 953,4 |
| Kassenbestand und Schecks | 23,2 | 21,2 |
| Gesamt | 3.120,2 | 2.848,2 |
Die Finanzmittel unterliegen zum 30. September 2025 mit 722,4 Mio. € (Vorjahr 690,5 Mio. €) den im Folgenden aufgeführten Verfügungsbeschränkungen:
Im September 2024 haben die TUI AG und die TUI UK Ltd. mit den Pension Trustees Änderungen der Vereinbarung zur langfristigen Schließung der Differenz zwischen den Verpflichtungen und dem Fondsvermögen leistungsorientierter Pensionspläne in Großbritannien vereinbart. Als Sicherheit hierfür waren zum Bilanzstichtag 74,5 Mio. € auf Bankkonten hinterlegt. Der TUI Konzern kann über diese Finanzmittel nur verfügen, wenn alternative Sicherheiten gestellt werden.
Des Weiteren entfallen 116,3 Mio. € (Vorjahr 117,0 Mio. €) auf erhaltene Barsicherheiten, die im Geschäftsjahr 2013 von belgischen Steuerbehörden vor dem Hintergrund eines langjährigen Rechtsstreits über die Erstattung von Umsatzsteuer für die Jahre 2001 bis 2011 ohne Anerkenntnis einer Schuld bei einem belgischen Tochterunternehmen hinterlegt wurden, um den Zinslauf für beide Parteien zu unterbrechen. Zur Absicherung einer etwaigen Rückzahlung wurde dem belgischen Staat eine Bankgarantie eingeräumt. Aufgrund der Bankgarantie verbleibenden 531,6 Mio. ist die Fähigkeit des TUI Konzerns, über die Finanzmittel zu verfügen, eingeschränkt. Die 531,6 Mio. € (Vorjahr 495,4 Mio. €), die Beschränkungen unterliegen, beziehen sich auf Barmittel und Barmitteläquivalente, die aufgrund gesetzlicher oder aufsichtsrechtlicher Anforderungen zu hinterlegen sind, hauptsächlich zur Sicherung von Kundenanzahlungen und für Zahlungsdienstleister. Die Geldmarktfonds erfüllen die Anforderungen des IAS 7 zur Bilanzierung als Zahlungsmitteläquivalente.
(23) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Zum 30. September 2025 wurden die Vermögenswerte der im Segment Hotel & Resorts vollkonsolidierten Hoteli Koločep d.d. (TUI Blue Kalamota Island) in Höhe von 16,3 Mio. € als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Unmittelbar vor der Klassifizierung wurde eine Wertaufholung einer in der Vergangenheit vorgenommenen Wertminderung in Höhe von 8,0 Mio. € vorgenommen. Der Ertrag wird unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Die Veräußerung der Beteiligung wird bis zum 31. März 2026 erwartet.
| Veräußerungsgruppe TUI Blue Kalamota Island | |
|---|---|
| Mio. € | 30.9.2025 |
| Hotels inklusive Grundstücke | 15,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0,4 |
| Finanzmittel | 0,1 |
| Übrige Aktiva | 0,3 |
| Gesamt | 16,3 |
Im Laufe des Berichtszeitraums fand eine weitere Umgliederung in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte statt. Zum 31. März 2025 wurden Vermögenswerte in Höhe von 4,8 Mio. € als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Die Klassifizierung erfasst die Geschäftsanteile an den folgenden drei Gesellschaften der ARP-Gruppe: Ranger Safaris Ltd., Arusha, ARP Africa Travel Ltd., Harrow, und Pollman’s Tours and Safaris Ltd., Mombasa. Der Verkauf wurde am 30. Mai 2025 vollzogen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den Abschnitt „Akquisitionen – Desinvestitionen“.
Im Vorjahr wurden keine Vermögenswerte als zur Veräußerung gehalten klassifiziert.
(24) Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der TUI AG besteht aus nennwertlosen Stückaktien, die jeweils im gleichen Umfang am Grundkapital beteiligt sind. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 1,00 €. Da das Grundkapital in auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt ist, werden die Aktionärsdaten in einem Aktienregister geführt. Das gezeichnete Kapital der TUI AG ist in den Handelsregistern der Amtsgerichte Berlin-Charlottenburg und Hannover eingetragen.
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr unverändert 507.431.033,00 €, eingeteilt in 507.431.033 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 € je Stückaktie.
Bedingtes Kapital
In der Hauptversammlung am 25. März 2021 wurde ein bedingtes Kapital zur Ausgabe von Schuldverschreibungen in Höhe von 109,9 Mio. € beschlossen (Bedingtes Kapital 2021). Die Ermächtigung zur Begebung von Schuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten sowie Genussrechten und Gewinnschuldverschreibungen (mit und ohne Laufzeitbegrenzung) ist auf einen Nominalbetrag von 2,0 Mrd. € beschränkt und bis zum 24. März 2026 befristet. Mit Begebung einer Wandelschuldverschreibung über insgesamt 589,6 Mio. € im April und Juli 2021 wurde diese Ermächtigung fast vollständig ausgenutzt. Zum Bilanzstichtag wurden bisher keine Aktien zur Bedienung der Wandelanleihe valutiert. Im Juli 2024 wurde ein Teil der ausstehenden Wandelschuldverschreibung zurückgekauft, sodass der ausstehende Nominalbetrag nunmehr 117,6 Mio. € beträgt.
In der Hauptversammlung am 13. Februar 2024 wurde ein weiteres bedingtes Kapital zur Ausgabe von Schuldverschreibungen in Höhe von 50,7 Mio. € beschlossen (Bedingtes Kapital 2024). Die Ermächtigung zur Begebung von Schuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten sowie Genussrechten und Gewinnschuldverschreibungen (mit und ohne Laufzeitbegrenzung) sind auf einen Nominalbetrag von 1,5 Mrd. € beschränkt und bis zum 12. Februar 2029 befristet. Mit Begebung einer Wandelschuldverschreibung über 487,0 Mio. € im Juli 2024 wurde diese Ermächtigung fast vollständig ausgenutzt. Zum Bilanzstichtag wurden bisher keine Aktien zur Bedienung der Wandelanleihe valutiert.
In der Hauptversammlung am 11. Februar 2025 wurde ein weiteres bedingtes Kapital zur Ausgabe von Schuldverschreibungen in Höhe von 50,7 Mio. € beschlossen (Bedingtes Kapital 2025). Die Ermächtigung zur Begebung von Schuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten sowie Genussrechten und Gewinnschuldverschreibungen (mit und ohne Laufzeitbegrenzung) sind auf einen Nominalbetrag von 1,5 Mrd. € beschränkt und bis zum 10. Februar 2030 befristet.
Aus nicht genutzten Umtauschrechten der emittierten Wandelschuldverschreibung aus 2021 resultiert zum 30. September 2025 ein bedingtes Kapital in Höhe von 109,9 Mio. €. Bei einem Anleihevolumen in Höhe von 117,6 Mio. € und einem aktuellen Wandlungspreis zum Bilanzstichtag in Höhe von ca. 26,67 € ergäbe sich bei vollständiger Wandlung eine Ausnutzung des bedingten Kapitals in Höhe von ca. 4,4 Mio. €. Ebenfalls aus nicht genutzten Umtauschrechten der emittierten Wandelschuldverschreibung aus 2024 resultiert zum 30. September 2025 ein bedingtes Kapital in Höhe von 50,7 Mio. €. Im Übrigen verfügt die TUI AG über ein in der Hauptversammlung vom 11. Februar 2025 geschaffenes nicht genutztes bedingtes Kapital in Höhe von 50,7 Mio. €, sodass sich zum Bilanzstichtag insgesamt ein nicht genutztes bedingtes Kapital in Höhe 211,3 Mio. € ergibt.
Genehmigtes Kapital
Auf der Hauptversammlung am 13. Februar 2024 ist ein Beschluss zur Schaffung eines genehmigten Kapitals zur Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen in Höhe von 203,0 Mio. € gefasst worden (Genehmigtes Kapital 2024/II). Die Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts ist auf 50,7 Mio. € beschränkt. Die Ermächtigung für dieses genehmigte Kapital endet am 12. Februar 2029.
Auf der Hauptversammlung am 11. Februar 2025 ist ein Beschluss zur Schaffung eines genehmigten Kapitals zur Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen in Höhe von 50,7 Mio. € gefasst worden (Genehmigtes Kapital 2025). Die Ermächtigung hat eine Gültigkeit bis zum 10. Februar 2030.
Zum Bilanzstichtag beträgt die Summe der Ermächtigungen für noch nicht genutztes genehmigtes Kapital rund 253,7 Mio. € (Vorjahr 253,7 Mio. €).
(25) Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage enthält Einstellungen aus Aufgeldern. Darüber hinaus sind Beträge, die bei der Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandlungs- und Optionsrechte zum Erwerb von Aktien der TUI AG erzielt wurden, enthalten. Insgesamt bleibt die Kapitalrücklage unverändert bei 7.980,4 Mio. €.
(26) Gewinnrücklagen
Die TUI AG hat an ihre Aktionäre im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Dividende (Vorjahr keine Dividende) gezahlt.
Unterschiede aus der Währungsumrechnung enthalten Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen sowie aus der Umrechnung von in fremder Währung geführten Geschäfts- oder Firmenwerten.
Der Nettogewinn aus erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden Investitionen in Eigenkapitalinstrumente beträgt 2,2 Mio. € (Vorjahr 0,9 Mio. €).
Der Anteil der Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten, der als effektive Absicherung zukünftiger Zahlungsströme ermittelt wird, wird in Höhe von 217,5 Mio. € (Vorjahr -591,2 €) erfolgsneutral innerhalb der sonstigen Ergebnisse im Eigenkapital erfasst (OCI I). Der Anstieg im Geschäftsjahr 2025 ist im Wesentlichen auf Wechselkursänderungen und Änderungen der Treibstoffpreise zurückzuführen. Die Transaktionskosten der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme werden mit -8,0 Mio. € (Vorjahr 5,7 Mio. €.) ebenfalls erfolgsneutral innerhalb der sonstigen Ergebnisse im Eigenkapital erfasst (OCI II).
Die Neubewertung von Pensionsverpflichtungen und zugehörigen Vermögenswerten (insbesondere versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) wird ebenfalls erfolgsneutral innerhalb der sonstigen Ergebnisse im Eigenkapital erfasst.
Die gemäß IAS 27 a. F. gebildete Neubewertungsrücklage aus sukzessive durchgeführten Erwerben von Unternehmen wird bis zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung des jeweiligen Unternehmens weitergeführt.
(27) Verwendung Bilanzgewinn
Nach dem Aktiengesetz beschließt die Hauptversammlung über die Verwendung des im handelsrechtlichen Jahresabschluss der TUI AG ausgewiesenen Bilanzgewinns. Der Jahresüberschuss der TUI AG beträgt 431,2 Mio. € (Vorjahr Jahresüberschuss 170,6 Mio. €). Unter Berücksichtigung eines Gewinn-/Verlustvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 0,0 Mio. € ergibt sich zum 30. September 2025 ein Bilanzgewinn in Höhe von 431,2 Mio. €. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres in Höhe von 50,7 Mio. € für die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,10 € je dividendenberechtigter Aktie zu verwenden und den nach Abzug der Dividendensumme verbleibenden Betrag von 380,5 Mio. € auf neue Rechnung vorzutragen. Die endgültige Dividendensumme hängt von der Zahl der dividendenberechtigten Aktien zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns durch die Hauptversammlung ab.
(28) Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital entfallen hauptsächlich auf die RIUSA II S. A. mit Sitz in Palma de Mallorca, Spanien. Der Kapitalanteil von TUI an dieser Hotel-Betriebsgesellschaft beträgt wie im Vorjahr 50,0 %.
Das Geschäftsjahr der RIUSA II S. A. weicht von dem Geschäftsjahr des TUI Konzerns ab und endet am 31. Dezember. Dieser Stichtag wurde bei Gründung der Gesellschaft festgelegt. Für die Einbeziehung der RIUSA II Gruppe in den Konzernabschluss des TUI Konzerns zum 30. September wird ein Teilkonzernabschluss der RIUSA II Gruppe auf den Bilanzstichtag 30. September erstellt.
Die dem Segment Hotels & Resorts zugeordnete RIUSA II Gruppe betreibt eigene, gepachtete und unter Management-Verträgen betriebene Hotels in touristischen Zielgebieten des TUI Konzerns.
Die folgende Tabelle enthält zusammengefasste Finanzinformationen zu der RIUSA II S. A., Palma de Mallorca, Spanien, dem Tochterunternehmen, für das wesentliche Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bestehen. Es wird der konsolidierte Abschluss des Teilkonzerns dargestellt.
| Zusammengefasste Finanzinformationen zu der RIUSAII S.A., Palma de Mallorca, Spanien¹ | ||
|---|---|---|
| Mio. € | 30.9.2025/ 2025 |
30.9.2024/ 2024 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 254,9 | 238,8 |
| Langfristige Vermögenswerte | 2.291,0 | 2.102,2 |
| Kurzfristige Schulden | 219,9 | 203,1 |
| Langfristige Schulden | 151,1 | 172,4 |
| Umsatzerlöse | 1.471,7 | 1.366,2 |
| Gewinn / Verlust | 404,6 | 394,9 |
| Sonstige Ergebnisse | 0,7 | - 124,8 |
| Mittelabfluss / -zufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 532,1 | 507,7 |
| Mittelabfluss / -zufluss aus der Investitionstätigkeit | - 282,8 | - 224,1 |
| Mittelabfluss / -zufluss aus der Finanzierungstätigkeit | - 244,1 | - 226,2 |
| Kumulierte nicht beherrschende Anteile | 916,0 | 811,2 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern zugerechneter Gewinn / Verlust | 202,3 | 197,5 |
| ¹ Konsolidierter Teilkonzernabschluss | ||
(29) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Für die betriebliche Altersversorgung von Mitarbeitenden bestehen beitrags- und leistungsorientierte Versorgungszusagen. Die Versorgungszusagen sind dabei abhängig von den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des jeweiligen Landes und basieren in der Regel auf Beschäftigungsdauer und -entgelt der Mitarbeitenden.
Beitragsorientierte Versorgungszusagen werden immer durch die Zahlung von Prämien an externe Versicherer bzw. Fonds finanziert. In Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die Rentenzahlungen in Abhängigkeit vom Einkommen und von den geleisteten Beiträgen übernimmt. Daneben bestehen für Gesellschaften des TUI Konzerns weitere branchenspezifische Versorgungseinrichtungen. Mit Zahlung der Beiträge an die staatlichen Rentenversicherungsträger und privatrechtlichen Pensionskassen bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Wesentliche beitragsorientierte Pensionspläne bestehen außerhalb Deutschlands in den Niederlanden und in Großbritannien. Die laufenden Beitragszahlungen für beitragsorientierte Pläne werden als Aufwand der Periode erfasst. Im Berichtszeitraum betrug die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen 95,9 Mio. € (Vorjahr 95,7 Mio. €).
Neben diesen beitragsorientierten Versorgungsplänen bestehen im TUI Konzern leistungsorientierte Pensionspläne, die üblicherweise entweder durch die Bildung von Rückstellungen innerhalb des Unternehmens oder durch die Anlage von Finanzmitteln außerhalb des Unternehmens finanziert werden.
Innerhalb dieser Gruppe stellt die MER-Pensionskasse VVaG, eine privatrechtliche Pensionskasse, in der deutsche Gesellschaften der Reisebranche organisiert sind, einen gemeinschaftlichen Plan mehrerer Arbeitgeber dar, der als leistungsorientierter Plan zu klassifizieren ist. Die Planteilnehmer und die Arbeitgeber leisten gemäß der Satzung gehaltsabhängige Beiträge an den Plan. Darüber hinaus bestehen keine weiteren satzungsgemäßen Verpflichtungen; eine Nachschusspflicht seitens der Planteilnehmer ist explizit ausgeschlossen. Die eingezahlten Beiträge werden, sofern sie nicht kurzfristig zur Erbringung von Leistungen verwendet werden, entsprechend den Regelungen des Plans angelegt. Diese Anlage geschieht dabei nicht getrennt nach Arbeitgebern, sodass eine Aufteilung des Vermögens auf einzelne Arbeitgeber nicht möglich ist. Das Anlagerisiko wird ebenso wie das biometrische Risiko von allen Planteilnehmern gemeinsam getragen. Zudem stellt die Pensionskasse derzeit keine Unterlagen zur Verfügung, die eine Zuordnung eines etwaigen Fehlbetrags oder einer Vermögensüberdeckung und des Anteils des Unternehmens am Pensionsplan ermöglichen. Aus diesem Grund ist eine Bilanzierung des Plans als leistungsorientierter Plan nicht möglich, und der Plan wird daher nach den Vorgaben des IAS 19 wie ein beitragsorientierter Plan erfasst. Im Geschäftsjahr wurden an die MER-Pensionskasse VVaG Beiträge in Höhe von 6,0 Mio. € (Vorjahr 5,8 Mio. €) geleistet. Für das Folgejahr werden Beiträge in Höhe von 6,0 Mio. € erwartet.
Als leistungsorientierte Versorgungspläne bilanzierte Pensionspläne bestehen im TUI Konzern insbesondere in Deutschland und in Großbritannien. Die mit Abstand größten Versorgungspläne bestehen bei den britischen Reiseveranstaltern des Konzerns und haben zum Bilanzstichtag einen Anteil von 67,2 % (Vorjahr 68,4 %) an der gesamten Verpflichtung des Konzerns. Die deutschen Pläne machen weitere 27,2 % (Vorjahr 25,2 %) der Verpflichtung aus.
| Wesentliche Pensionspläne in Großbritannien | |
|---|---|
| Bezeichnung des Plans | Status |
| BAL Scheme | geschlossen |
| TUI UK Scheme | geschlossen |
| TAPS Scheme | geschlossen |
Die leistungsorientierten Pläne in Großbritannien sind nahezu ausschließlich über externe Fonds finanziert. Nach britischem Recht besteht die Verpflichtung des Arbeitgebers, diese Fonds finanziell so auszustatten, dass das Planvermögen die zu leistenden Pensionszahlungen und die Verwaltungskosten des Fonds deckt. Die Pensionsfonds werden von eigenständigen Verwaltern (Trustees) betreut. Die Trustees setzen sich neben unabhängigen Mitgliedern auch aus Leistungsberechtigten des Plans und Arbeitgebervertretern zusammen. Die Trustees sind zum einen für die Anlage des Fondsvermögens unter Wahrung der Interessen der Planmitglieder verantwortlich, zum anderen verhandeln die Trustees aber auch die Höhe der vom Arbeitgeber zu leistenden Beitragszahlungen an die Fonds, die somit eine Mindestdotierungsverpflichtung gegenüber den Fonds darstellen. Zu diesem Zweck erfolgt alle drei Jahre eine versicherungsmathematische Bewertung durch von den Trustees beauftragte Aktuare. Die jährlich zu leistenden Beiträge an die Fonds zum Ausgleich der Unterdeckung wurden zuletzt auf Basis der Bewertung zum 30. September 2022 aktualisiert. Im Zuge dieser Bewertung wurde mit den Trustees eine Vereinbarung erzielt, die insbesondere eine sehr effiziente Steuerung der Zahlungsströme zum Ausgleich der bestehenden Unterdeckung bei Vermeidung etwaiger Überdeckungen in anderen Plänen ermöglicht. Diese Steuerungsmöglichkeit führte dazu, dass zum 30. Juni 2025 alle fondsgedeckten Pläne der britischen Reiseveranstalter vollständig gedeckt waren, sodass derzeit keine weiteren Zahlungen mehr zu leisten sind.
Seit dem 31. Oktober 2018 sind die wesentlichen Teile des TUI Group UK Pension Trust für die Ansammlung weiterer Ansprüche geschlossen. Ein laufender Dienstzeitaufwand für erbrachte Leistungen der Mitarbeitenden entsteht entsprechend nicht mehr.
Im Juni 2023 entschied der High Court des Vereinigten Königreichs (Virgin Media Limited gegen NTL Pension Trustees II Limited), dass bestimmte Änderungen in der Vergangenheit für vertraglich vereinbarte leistungsorientierte Pläne ungültig sind, wenn keine schriftliche Bestätigung eines versicherungsmathematischen Gutachters vorlag. Der Fall wurde anschließend im Juli 2024 vom Berufungsgericht überprüft, das die Entscheidung des High Court bestätigte. Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir zu dem Schluss gekommen, dass ein Pensionsplan betroffen ist. Eine Gesetzesinitiative der britischen Regierung soll nun die rückwirkende Bestätigung für historische Änderungen ermöglichen, sofern zum damaligen Zeitpunkt die Voraussetzungen für eine versicherungsmathematische Zertifizierung erfüllt waren. Es wird erwartet, dass dieses Vorgehen zu einer nachträglichen Bestätigung entsprechender Änderungen führt und keine Anpassung der Bilanzverpflichtungen erforderlich sein wird. Wir werden die Situation weiterhin beobachten.
Die leistungsorientierten Pensionszusagen in Deutschland sind im Wesentlichen nicht kapitalgedeckt und die Verpflichtungen entsprechend bilanziell durch die Bildung von Rückstellungen erfasst. Die Zusagen sehen Betriebsrentenzahlungen ab dem Eintritt in das gesetzliche Rentenalter vor. Dabei hängt die Höhe der Rentenzahlung üblicherweise entweder von der Höhe des Entgelts zum Zeitpunkt des Ausscheidens oder der Höhe des durchschnittlichen Entgelts während der Dienstzeit des Mitarbeitenden ab. Die zugesagten Leistungen umfassen regelmäßig auch einen Hinterbliebenenschutz sowie Leistungen bei Invalidität. Leistungen anderer Versorgungsträger wie der MER-Pensionskasse oder Lebensversicherungen führen dabei teilweise zu einer Begrenzung der Höhe der Betriebsrentenzahlungen.
| Wesentliche Pensionspläne in Deutschland | |
|---|---|
| Bezeichnung des Plans | Status |
| Versorgungsordnung TUI AG | offen |
| Versorgungsordnung TUIfly GmbH | offen |
| Versorgungsordnung TUI Deutschland GmbH | geschlossen |
| Versorgungsordnung TUI Beteiligungs GmbH | geschlossen |
| Versorgungsordnungen TUI Immobilien Services GmbH | geschlossen |
Für leistungsorientierte Pensionszusagen entstand im Konzern in der Berichtsperiode insgesamt ein Aufwand von 38,6 Mio. €, der im Wesentlichen den laufenden Dienstzeitaufwand und den Nettozinsaufwand umfasst. Bei den ausgewiesenen Verwaltungskosten handelt es sich um Kosten für Beratungsleistungen für Pensionspläne, die aus dem Planvermögen beglichen wurden.
| Altersversorgungsaufwand für leistungsorientierte Pensionszusagen | ||
|---|---|---|
| Mio. € | 2025 | 2024 |
| Laufender Dienstzeitaufwand für in der Periode erbrachte Leistungen der Mitarbeitenden | 20,7 | 17,2 |
| Aufwand(+) / Ertrag(-) aus Abgeltungen und Plankürzungen | - 1,2 | - 0,3 |
| Nettozinsaufwand auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänen | 16,9 | 20,0 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 1,3 | 0,7 |
| Verwaltungskosten | 0,9 | 0,3 |
| Gesamt | 38,6 | 37,9 |
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungszusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Bildung von Rückstellungen erfolgt dabei ausschließlich für leistungsorientierte Versorgungszusagen, bei denen das Unternehmen den Arbeitnehmern einen bestimmten Versorgungsumfang garantiert. Dies umfasst auch Regelungen zu Vorruhestands- und Überbrückungsgeldern.
| Bilanziell erfasste Verpflichtung aus leistungsorientierten Pensionsplänen | ||
|---|---|---|
| Mio. € |
30.9.2025 Gesamt |
30.9.2024 Gesamt |
| Barwert für ganz oder teilweise fondsgedeckte Versorgungszusagen | 1.788,3 | 2.086,7 |
| Marktwert des Vermögens externer Fonds | 1.878,6 | 2.140,7 |
| Über- (-) / Unterdeckung (+) der ganz oder teilweise fondsgedeckten Versorgungszusagen | - 90,3 | - 54,0 |
| Barwert der nicht fondsgedeckten Versorgungszusagen | 613,9 | 643,0 |
| Bilanziell erfasste Verpflichtung aus leistungsorientierten Pensionsplänen | 523,6 | 589,0 |
| davon | ||
| Pensionspläne mit Überdeckung in den sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerten | 95,0 | 75,4 |
| Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 618,6 | 664,4 |
| davon kurzfristig | 35,6 | 33,7 |
| davon langfristig | 583,0 | 630,7 |
Bei fondsgedeckten Pensionsplänen wird als Rückstellung lediglich die Deckungslücke zwischen dem Planvermögen und dem Anwartschaftsbarwert der Versorgungsverpflichtungen bilanziert.
Bestehen bei fondsfinanzierten Pensionszusagen unter Einbeziehung eines Unterschiedsbetrags aufgrund von vergangenen Serviceleistungen eine Überdeckung und zugleich ein Anspruch auf Rückerstattung bzw. Minderung künftiger Beitragszahlungen gegenüber dem Fonds, erfolgt eine Aktivierung unter Berücksichtigung der in IAS 19 festgelegten Obergrenze. Zum 30. September 2025 sind in den sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerten Überdeckungen in Höhe von 95,0 Mio. € (Vorjahr 75,4 Mio. €) ausgewiesen.
| Entwicklung der Verpflichtung aus leistungsorientierten Pensionsplänen | |||
|---|---|---|---|
| Mio. € |
Barwert der Verpflichtung |
Zeitwert des Planvermögens | Gesamt |
| Stand zum 1.10.2024 | 2.729,7 | - 2.140,7 | 589,0 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 20,7 | - | 20,7 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 1,3 | - | 1,3 |
| Effekte aus Plankürzungen und Abgeltungen | - 23,6 | 22,4 | - 1,2 |
| Zinsaufwand (+) / Zinsertrag (-) | 116,8 | - 99,9 | 16,9 |
| Verwaltungskosten | - | 0,9 | 0,9 |
| Gezahlte Renten | - 137,4 | 105,5 | - 31,9 |
| Eingezahlte Beträge des Arbeitgebers | - | - 81,1 | - 81,1 |
| Eingezahlte Beträge von Versorgungsberechtigten | 1,7 | - 1,7 | - |
| Neubewertungen | - 223,0 | 230,3 | 7,3 |
| davon aus der Änderung finanzieller Annahmen | - 234,7 | - | - 234,7 |
| davon aus der Änderung demografischer Annahmen | 4,2 | - | 4,2 |
| davon aus erfahrungsbedingten Anpassungen | 7,5 | - | 7,5 |
| davon Erträge aus dem Planvermögen, die nicht im Konzerngewinn / -verlust enthalten sind | - | 230,8 | 230,8 |
| davon Vermögenswerte, die aufgrund der Vermögensobergrenze unter IAS 19 nicht aktiviert wurden | - | - 0,5 | - 0,5 |
| Währungsdifferenzen | - 84,0 | 85,7 | 1,7 |
| Stand zum 30.9.2025 | 2.402,2 | - 1.878,6 | 523,6 |
| Mio. € |
Barwert der Verpflichtung |
Zeitwert des Planvermögens | Gesamt |
| Stand zum 1.10.2023 | 2.477,6 | - 1.905,8 | 571,8 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 17,2 | - | 17,2 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0,7 | - | 0,7 |
| Effekte aus Plankürzungen und Abgeltungen | - 0,3 | - | - 0,3 |
| Zinsaufwand (+) / Zinsertrag (-) | 121,2 | - 101,2 | 20,0 |
| Verwaltungskosten | - | 0,3 | 0,3 |
| Gezahlte Renten | - 134,9 | 99,5 | - 35,4 |
| Eingezahlte Beträge des Arbeitgebers | - | - 105,0 | - 105,0 |
| Eingezahlte Beträge von Versorgungsberechtigten | 1,7 | - 1,7 | - |
| Neubewertungen | 169,9 | - 49,2 | 120,7 |
| davon aus der Änderung finanzieller Annahmen | 156,3 | - | 156,3 |
| davon aus der Änderung demografischer Annahmen | 2,2 | - | 2,2 |
| davon aus erfahrungsbedingten Anpassungen | 11,4 | - | 11,4 |
| davon Erträge aus dem Planvermögen, die nicht im Konzerngewinn / -verlust enthalten sind | - | - 46,9 | - 46,9 |
| davon Vermögenswerte, die aufgrund der Vermögensobergrenze unter IAS 19 nicht aktiviert wurden | - | - 2,3 | - 2,3 |
| Währungsdifferenzen | 76,6 | - 77,6 | - 1,0 |
| Stand zum 30.9.2024 | 2.729,7 | - 2.140,7 | 589,0 |
Die Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Pensionsplänen sank im Geschäftsjahr um 65,4 Mio. € auf 523,6 Mio. €. Dabei sank der Barwert der Verpflichtung gegenüber dem Vorjahr insbesondere durch gestiegene Diskontierungssätze im Euroraum und in Großbritannien um insgesamt 327,5 Mio. €. Der Zeitwert des Planvermögens sank weniger stark um 262,1 Mio. €.
Um das Risiko aus der Verpflichtung zu begrenzen, erwarben die Trustees der Pensionspläne der britischen Reiseveranstalter im Dezember 2024 eine Versicherungspolice, die eine vollständige Erstattung der zu leistenden Zahlungen für weitere Teile der bestehenden Verpflichtungen durch Versicherer verbrieft. Hieraus entstand im Geschäftsjahr ein versicherungsmathematischer Verlust von 13,2 Mio. €. Ähnliche Versicherungen, die ebenfalls eine vollständige Erstattung der zu leistenden Zahlungen für die versicherten Verpflichtungen durch Versicherer verbriefen, wurden bereits im Geschäftsjahr 2021 für Teile der Pensionspläne der britischen Reiseveranstalter erworben sowie im Geschäftsjahr 2024 für einen kleineren Pensionsplan einer Holding-Gesellschaft in Großbritannien. Die Verpflichtung zur Erfüllung der Pensionszusagen ist in diesen Transaktionen in keinem Fall vom jeweiligen Versicherer übernommen worden. Entsprechend werden die versicherten Teile der Pensionspläne weiter bilanziell erfasst.
Bei mehreren Pensionsplänen in der Schweiz wurden Teile der Verpflichtung und die dazugehörigen Vermögenswerte final an die Profond Vorsorgeeinrichtung übertragen. Hieraus entstand ein Ertrag aus Planabgeltungen in Höhe von 1,2 Mio. €.
Das Fondsvermögen des TUI Konzerns setzt sich zum Bilanzstichtag wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt zusammen.
| Zusammensetzung des Fondsvermögens am Bilanzstichtag | ||||
|---|---|---|---|---|
| 30.9.2025 | 30.9.2024 | |||
|
Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt |
Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt |
|||
| Mio. € | ja | nein | ja | nein |
| Marktwert des Fondsvermögens zum Ende der Periode | 705,8 | 1.175,3 | 1.125,4 | 1.018,3 |
| davon Liability Driven Investments | 260,2 | - | 519,0 | - |
| davon Unternehmensanleihen | 172,0 | 52,5 | 240,9 | 92,0 |
| davon Immobilien | 132,7 | - | 156,6 | - |
| davon Staatsanleihen | 30,9 | - | 44,9 | - |
| davon verbriefte Schuldtitel | 85,5 | - | 137,2 | - |
| davon Eigenkapitalinstrumente | 17,3 | - | 16,9 | - |
| davon Versicherungspolicen | - | 980,2 | - | 681,2 |
| davon Ausleihungen | - | 91,6 | - | 68,2 |
| davon Barmittel | - | 51,0 | - | 176,9 |
| davon Sonstiges | 7,2 | - | 9,9 | - |
| Gesamtsumme des Fondsvermögens vor Berücksichtigung der Vermögensobergrenze unter IAS 19 | 1.881,1 | 2.143,7 | ||
| Nicht aktivierte Vermögenswerte aufgrund der Vermögensobergrenze unter IAS 19 | - 2,5 | - 3,0 | ||
| Gesamtsumme des Fondsvermögens nach Berücksichtigung der Vermögensobergrenze unter IAS 19 | 1.878,6 | 2.140,7 | ||
Die angegebenen nicht aktivierten Vermögenswerte aufgrund der Vermögensobergrenze unter IAS 19 verminderten sich von 3,0 Mio. € auf 2,5 Mio. €.
Im Fondsvermögen sind zum Bilanzstichtag wie auch im Vorjahr weder direkte Anlagen in Finanzinstrumente, die von der TUI AG oder einem in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen begeben wurden, noch im Konzernbesitz stehende Immobilien enthalten. Sofern bei fondsgedeckten Plänen Anlagen in Fonds erfolgen, die Marktindizes abbilden, können im anteiligen Umfang Anlagen in eigenen Finanzinstrumenten enthalten sein.
Die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen erfolgt durch versicherungsmathematische Berechnungen, denen jeweils länderspezifische Parameter und Annahmen zugrunde liegen. Die leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen werden unter Berücksichtigung erwarteter zukünftiger Entgelt- und Rentensteigerungen nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Für die Pensionspläne in Großbritannien ist keine erwartete Entgeltsteigerung berücksichtigt, da diese aufgrund der beschriebenen Planänderung nicht mehr bewertungsrelevant ist.
| Versicherungsmathematische Annahmen | |||
|---|---|---|---|
| 30.9.2025 | |||
| Prozentsatz p.a. | Deutschland | Großbritannien | übrige Länder |
| Rechnungszins | 3,9 | 5,7 | 3,2 |
| Gehaltstrend | 2,5 | - | 1,6 |
| Rententrend | 2,5 | 3,0 | 1,6 |
| 30.9.2024 | |||
| Prozentsatz p.a. | Deutschland | Großbritannien | übrige Länder |
| Rechnungszins | 3,4 | 5,0 | 2,8 |
| Gehaltstrend | 2,5 | - | 1,5 |
| Rententrend | 2,5 | 3,1 | 1,5 |
Zur Ermittlung des für die Abzinsung der Pensionsrückstellung anzuwendenden Zinssatzes wird von einem Index für Industrieanleihen ausgegangen, der zur Erfüllung des von IAS 19 geforderten Hochwertigkeitskriteriums (Anleihen mit einem Rating von AA und höher) um bereits herabgestufte und bei Ratingagenturen unter Beobachtung stehende Titel sowie um nachrangige Anleihen bereinigt wird. Die sich so ergebende Zinsstruktur wird auf Basis der Zinsstrukturkurven für nahezu risikolose Anleihen unter Berücksichtigung eines angemessenen Risikoaufschlags entsprechend der Laufzeit der Verpflichtung extrapoliert. Um einen entsprechend breiten Markt abzudecken, wird ein Index zugrunde gelegt, der zum Teil auch auf Anleihen kürzerer Laufzeit basiert (zum Beispiel für die Eurozone: Anleihen aus dem iBoxx € Corporates AA 10+ und iBoxx € Corporates AA 7–10).
Neben den genannten Parametern ist als weitere wesentliche Annahme die Lebenserwartung zu nennen. In Deutschland wurden für die Ermittlung der Lebenserwartung die Heubeck-Tafeln 2018 G zugrunde gelegt. In Großbritannien finden die Basis-Sterbetafeln S3NxA Anwendung, die basierend auf einer von der Continuous Mortality Investigation (CMI) durchgeführten Untersuchung von 2024 an die zukünftig erwartete Entwicklung der Lebenserwartung angepasst werden. Die Rentenanpassungsformeln sind stark von den jeweiligen Versorgungssystemen abhängig. So finden sich neben festen Steigerungsraten auch verschiedene inflationsabhängige Rentenanpassungsmechanismen in unterschiedlichen Ländern.
Veränderungen bei den genannten wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen würden zu den unten dargestellten Veränderungen des Verpflichtungsumfangs führen. Die Ermittlung der Sensitivität folgt der gleichen Methodik wie die Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung. Die Annahmen wurden dabei jeweils isoliert verändert, in der Realität bestehende Abhängigkeiten der Annahmen voneinander wurden nicht berücksichtigt. Der Effekt aus einer Erhöhung der Lebenserwartung um ein Jahr wird für die Pensionspläne in Deutschland bedingt durch die Verwendung der Heubeck-Tafeln 2018 G mithilfe einer Senkung der Sterbewahrscheinlichkeit simuliert. In Großbritannien wird der auf Basis der Sterbetafeln ermittelten Lebenserwartung ein Jahr hinzugefügt.
| Auswirkung der Veränderung versicherungsmathematischer Annahmen auf die leistungsorientierte Verpflichtung | ||||
|---|---|---|---|---|
| 30.9.2025 | 30.9.2024 | |||
| Mio. € | +50 Basispunkte | -50 Basispunkte | +50 Basispunkte | -50 Basispunkte |
| Diskontierungszins | - 142,3 | +158,0 | - 166,9 | +184,4 |
| Gehaltssteigerung | +7,4 | - 7,0 | +8,4 | - 7,9 |
| Rentensteigerung | +53,3 | - 49,1 | +51,2 | - 60,6 |
| + 1 Jahr | + 1 Jahr | |||
| Lebenserwartung | +73,7 | - | +87,7 | - |
Die gewichtete durchschnittliche Duration der leistungsorientierten Verpflichtungen betrug für den Gesamtkonzern 13,4 Jahre (Vorjahr 13,6 Jahre). In Großbritannien lag die gewichtete durchschnittliche Duration bei 13,5 Jahren (Vorjahr 13,5 Jahre), während sie in Deutschland 13,6 Jahre (Vorjahr 14,3 Jahre) betrug.
Das Fondsvermögen wird anhand der Marktwerte der angelegten Mittel zum 30. September 2025 bestimmt. Zur Ermittlung der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Zinserträge aus dem Vermögen externer Fonds wird der gleiche Zinssatz wie zur Diskontierung der leistungsorientierten Verpflichtung verwendet.
Für das folgende Geschäftsjahr werden von den Gesellschaften des TUI Konzerns Beiträge zu den Pensionsfonds in Höhe von 6,3 Mio. € (Vorjahr 104,5 Mio. €) sowie Rentenzahlungen für nicht fondsgedeckte Pläne in Höhe von 35,6 Mio. € (Vorjahr 33,7 Mio. €) erwartet. Der erwartete Beitrag zu den Pensionsfonds sinkt erheblich, da aufgrund der Vermögenssituation der Pensionspläne in Großbritannien mit den Trustees vereinbart wurde, dass aktuell keine weiteren Zahlungen in die Pensionspläne zu leisten sind. Die Zahlungen an die Leistungsempfänger erfolgen für Leistungen aus den fondsgedeckten Pensionsplänen in vollem Umfang aus dem Fondsvermögen, sodass dem TUI Konzern hieraus keine finanziellen Mittel abfließen.
Die leistungsorientierten Pensionspläne des TUI Konzerns tragen verschiedene Risiken in sich, die zum Teil erhebliche Auswirkungen auf das Unternehmen haben können. Der Erwerb von Versicherungspolicen im Rahmen der britischen Pensionspläne dient dazu, diese Risiken in Bezug auf die Verpflichtungen gegenüber den Planmitgliedern, die durch diese Versicherung abgedeckt sind, zu beseitigen und somit das Gesamtrisiko in Bezug auf alle unten aufgeführten Kategorien zu verringern.
Investitionsrisiko
Gerade bei den großen fondsgedeckten Plänen in Großbritannien kommt dem Investitionsrisiko besondere Bedeutung zu. Aktien übertreffen Anleihen zwar üblicherweise unter Renditegesichtspunkten, führen aber auch zu höherer Volatilität der Bilanzposition und zum Risiko einer kurzfristigen Unterdeckung. Um dieses Risiko zu begrenzen, sind die Trustees gehalten, ein ausgewogenes Investitionsportfolio aufzubauen und die Konzentration von Risiken zu begrenzen.
Zinsrisiko
Der Rechnungszins beeinflusst insbesondere die nicht durch Fonds gedeckten Pläne in Deutschland, da ein Absinken des Rechnungszinses zu einer Erhöhung des Verpflichtungsumfangs führt. Ein Anstieg des Rechnungszinses bewirkt entsprechend eine Verminderung des Verpflichtungsumfangs. Fondsgedeckte Pläne sind von dieser Entwicklung nicht so stark betroffen, da die im Planvermögen enthaltenen zinstragenden Vermögenswerte die Effekte durch ihre Wertentwicklung regelmäßig dämpfen. Bei den fondsgedeckten Plänen in Großbritannien haben die Trustees hierzu einen Teil des Planvermögens in Liability-Driven-Investment-Portfolios investiert. Diese halten Kredit- und Sicherungsinstrumente, die darauf abzielen, den Einfluss von Zinsänderungen weitgehend auszugleichen.
Inflationsrisiko
Ein Anstieg der Inflationsrate bewirkt regelmäßig eine höhere Leistungsverpflichtung bei endgehaltsbezogenen Pensionsplänen, da durch die Inflation die Bemessungsgrundlage in Form von Gehaltserhöhungen steigt. Zugleich fallen im Plan vorgesehene inflationsbasierte Rentensteigerungen ebenfalls höher aus. Das Inflationsrisiko wird durch den Einsatz von Sicherungsinstrumenten (Caps und Collars) abgemildert. Darüber hinaus halten die großen Pensionsfonds in Großbritannien inflationsgebundene Vermögenswerte, die das Risiko einer stark steigenden Inflation ebenfalls teilweise senken. Insbesondere die Anlage von Planvermögen in Liability-Driven-Investment-Portfolios zielt durch die enthaltenen Kredit- und Sicherungsinstrumente darauf ab, den Einfluss der Inflationsrate weitgehend auszugleichen.
Langlebigkeitsrisiko
Eine steigende Lebenserwartung erhöht die zu erwartende Leistungsdauer aus der Pensionsverpflichtung. Diesem Risiko wird begegnet, indem die aktuellen Sterblichkeitsdaten bei der Berechnung der Barwerte der Verpflichtung verwendet werden.
Währungsrisiko
Für den TUI Konzern entsteht ein Währungsrisiko aus den Pensionsplänen, da der überwiegende Teil der Pensionspläne in Großbritannien besteht und entsprechend in Britischen Pfund nominiert ist. Das Risiko ist begrenzt, da sich Währungseffekte auf die Verpflichtung und das Vermögen in großen Teilen aufheben. Es bleibt lediglich das Währungsrisiko auf die vorhandene Über- bzw. Unterdeckung.
(30) Sonstige Rückstellungen
| Entwicklung der Rückstellungen im Geschäftsjahr 2025 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Stand zum 30.9.2024 | Erfolgsneutrale Veränderungen¹ | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand zum 30.9.2025 |
| Rückstellungen für Instandhaltungen | 839,0 | - 14,9 | 214,1 | 4,7 | 242,6 | 847,9 |
| Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten | 116,3 | - 3,5 | 3,1 | 1,7 | 9,4 | 117,4 |
| Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Emissionshandel | 72,1 | - 2,1 | 69,2 | - | 88,7 | 89,5 |
| Rückstellungen für sonstige Personalkosten | 50,2 | - 1,3 | 3,5 | 0,8 | 19,0 | 63,6 |
| Rückstellungen für sonstige Steuern | 42,0 | 2,2 | 2,9 | 1,9 | 8,8 | 48,2 |
| Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen | 37,5 | - | 0,5 | 1,1 | 1,7 | 37,6 |
| Rückstellungen für Restrukturierung | 43,8 | - 0,5 | 8,8 | 4,3 | 6,4 | 36,6 |
| Risiken aus schwebenden Geschäften | 20,9 | - 3,3 | 2,1 | 3,6 | 8,8 | 20,7 |
| Übrige Rückstellungen | 108,5 | - 7,7 | 19,6 | 16,6 | 35,0 | 99,6 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.330,3 | - 31,1 | 323,8 | 34,7 | 420,4 | 1.361,1 |
| ¹ Umgliederungen, Übertragungen, Währungsangleichungen und Konsolidierungskreisänderungen | ||||||
Die Rückstellungen für Instandhaltungen betreffen im Wesentlichen vertragliche Verpflichtungen zur Wartung, Überholung und Reparatur von Flugzeugen, Triebwerken und bestimmter Komponenten aus Flugzeugmietverträgen. Die Bewertung dieser Rückstellungen basiert auf den erwarteten Kosten des jeweils nächsten Wartungsereignisses, die unter Berücksichtigung von aktuellen Preisen, erwarteten Preissteigerungen und Datenblättern der Hersteller geschätzt werden. Entsprechend der einzelvertraglichen Regelung und dem Flugzeugmodell erfolgen die Zuführungen ratierlich auf Basis der Flugstunden, der Zahl der Flüge oder der Länge des vollständigen Überholungszyklus.
Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bestehen für anhängige Rechtsverfahren. Zu weiteren Erläuterungen zu Rechtsstreitigkeiten wird auf Textziffer 36 verwiesen.
Die Bestimmungen über die Pflicht zur Rückgabe von Emissionszertifikaten decken die Pflichten zur Abgabe von Zertifikaten im Rahmen der für die TUI Group geltenden Emissionshandelssysteme. Die Verpflichtung für das laufende Jahr bezieht sich auf die EU-ETS-Systeme für den Luft- und Seeverkehr. Die Verpflichtungen sind durch bereits erworbene Zertifikate gedeckt, die in den kurzfristigen sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerten ausgewiesen werden – siehe Textziffer 19.
Die Personalrückstellungen enthalten Rückstellungen für Jubiläumsgelder sowie Rückstellungen für anteilsbasierte Vergütungspläne mit Barausgleich gemäß IFRS 2. Angaben zu diesen langfristigen Anreizprogrammen werden unter Textziffer 38 „Anteilsbasierte Vergütungen nach IFRS 2“ dargestellt.
Restrukturierungsrückstellungen umfassen Zahlungen für Personalmaßnahmen sowie Zahlungen für die vorzeitige Kündigung von Mietverhältnissen und betreffen insbesondere Restrukturierungsprojekte, für die detaillierte formale Restrukturierungspläne erstellt und den betroffenen Parteien mitgeteilt wurden.
Die Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen betreffen vorrangig öffentlich-rechtliche Verpflichtungen zur Beseitigung von Industriealtlasten aus ehemaligen Bergbau- und Hüttenaktivitäten.
Rückstellungen aus schwebenden Geschäften beinhalten als größten Einzelposten Risiken in Höhe von 12,5 Mio. € für die vorzeitige Aufgabe eines geleasten Verwaltungsgebäudes.
In den sonstigen übrigen Rückstellungen ist eine Vielzahl unterschiedlicher Rückstellungen enthalten, von denen jede einzelne Position für sich keinen signifikanten Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des TUI Konzerns hat. Unter anderem sind hier Risiken für Rückbauverpflichtungen sowie Ausgleichsansprüche von Kunden enthalten.
Die erfolgsneutralen Veränderungen der sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Konsolidierungskreisänderungen, Währungskursdifferenzen sowie Umklassifizierungen.
Sofern für die Bewertung einer langfristigen Rückstellung zum Bilanzstichtag der Unterschied zwischen dem Barwert und dem Erfüllungsbetrag der Rückstellung wesentlich ist, muss die Rückstellung gemäß den Vorschriften des IAS 37 mit dem Barwert angesetzt werden. Der für die Abzinsung heranzuziehende Zinssatz sollte die spezifischen Risiken der Rückstellung ebenso berücksichtigen wie zukünftige Preissteigerungen. Die sonstigen Rückstellungen im TUI Konzern enthalten Positionen, auf die dieses Kriterium zutrifft. Die Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen enthalten einen Zinsanteil in Höhe von 25,9 Mio. € (Vorjahr 25,7 Mio. €), der als Zinsaufwand ausgewiesen ist. Der Zinsanteil entfällt in Höhe von 24,2 Mio. € (Vorjahr 23,8 Mio.€) auf die Rückstellungen für Instandhaltungen.
| Fristigkeiten der sonstigen Rückstellungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 30.9.2025 | 30.9.2024 | |||
| Mio. € |
Restlaufzeit über 1 Jahr |
Gesamt |
Restlaufzeit über 1 Jahr |
Gesamt |
| Rückstellungen für Instandhaltungen | 620,7 | 847,9 | 670,2 | 839,0 |
| Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten | 56,3 | 117,4 | 64,0 | 116,3 |
| Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Emissionshandel | 8,6 | 89,5 | 2,6 | 72,1 |
| Rückstellungen für sonstige Personalkosten | 53,1 | 63,6 | 41,5 | 50,2 |
| Rückstellungen für sonstige Steuern | 25,8 | 48,2 | 22,0 | 42,0 |
| Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen | 35,6 | 37,6 | 35,5 | 37,5 |
| Rückstellungen für Restrukturierung | 13,6 | 36,6 | 17,6 | 43,8 |
| Risiken aus schwebenden Geschäften | 10,7 | 20,7 | 12,0 | 20,9 |
| Übrige Rückstellungen | 23,8 | 99,6 | 19,0 | 108,5 |
| Sonstige Rückstellungen | 848,2 | 1.361,1 | 884,4 | 1.330,3 |
(31) Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten
| Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.9.2025 | 30.9.2024 | |||||||
| Restlaufzeit | Restlaufzeit | |||||||
| Mio. € | bis 1 Jahr | 1–5 Jahre |
über 5 Jahre |
Gesamt | bis 1 Jahr | 1–5 Jahre |
über 5 Jahre |
Gesamt |
| Wandelanleihen | 121,6 | - | 392,9 | 514,5 | 4,4 | 107,9 | 379,7 | 492,0 |
| Anleihen | 1,3 | 497,8 | - | 499,1 | 1,3 | 497,3 | - | 498,6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 293,3 | 581,0 | 90,5 | 964,8 | 348,7 | 380,3 | 178,4 | 907,4 |
| Sonstige Finanzschulden | 4,4 | - | - | 4,4 | 4,4 | - | - | 4,4 |
| Finanzschulden | 420,6 | 1.078,8 | 483,4 | 1.982,8 | 358,8 | 985,5 | 558,1 | 1.902,4 |
| Leasingverbindlichkeiten | 685,8 | 1.342,7 | 426,0 | 2.454,5 | 582,4 | 1.547,6 | 509,8 | 2.639,8 |
Die langfristigen Finanzschulden sind im Vergleich zum 30. September 2024 um 18,6 Mio. € auf 1.562,2 Mio. € gestiegen.
Im Januar 2025 hat die TUI AG den verbliebenen, nicht gezogenen Anteil von 214 Mio. € des auf die KfW entfallenden Teils der revolvierenden Kreditlinie („Revolving Credit Facility“, RCF) vollständig gekündigt, sodass die einschränkenden Bedingungen, zum Beispiel hinsichtlich einer Dividendenzahlung der TUI AG, nicht mehr gelten.
Im März 2025 hat TUI die syndizierte Kreditlinie mit privaten Banken ebenfalls vollständig gekündigt und eine neue revolvierende Kreditlinie mit verschiedenen Konsortialbanken abgeschlossen. Das Volumen des neuen RCF beträgt 1,89 Mrd. €, inklusive einer Avallinie von 190 Mio. €. Die Kreditlinie hat eine Laufzeit von fünf Jahren mit Fälligkeit im März 2030. Die Zinskonditionen dieser Revolving Credit Facility sind unter anderem an die Erreichung der von der Science Based Targets Initiative bestätigten Emissionsreduktionsziele des Konzerns gebunden. Der RCF unterliegt der Einhaltung bestimmter finanzieller Zielwerte (Covenants), deren Überprüfung auf der Grundlage der vier letzten berichteten Quartale zum Geschäftsjahresende bzw. zum Halbjahresende eines Geschäftsjahres durchgeführt wird. Im Juli 2025 hat TUI eine weitere Konsortialbank in die bestehende revolvierende Kreditlinie gemäß den im März 2025 abgeschlossenen vertraglichen Vereinbarungen zu unveränderten Konditionen aufgenommen und die Kreditlinie um 76 Mio. € aufgestockt.
Exklusive der Avallinie beträgt das Gesamtvolumen der revolvierenden Kreditlinie zum Geschäftsjahresende 1,78 Mrd. €. Die revolvierende Kreditlinie wurde zum 30. September 2025 nicht in Anspruch genommen (Vorjahr 0,0 Mio. €).
Die TUI AG hat am 24. Juli 2025 Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 250 Mio. € ausgegeben. Die begebenen Schuldscheindarlehen umfassen sowohl festverzinsliche als auch variabel verzinsliche Tranchen mit Laufzeiten von rund drei und fünf Jahren. Am 21. August 2025 wurden die Schuldscheindarlehen um weitere 45,5 Mio. € aufgestockt. Das ausstehende Gesamtvolumen der im Jahr 2025 begebenen Schuldscheindarlehen beträgt somit 295,5 Mio. €. Bei einer durchschnittlichen Laufzeit von 3,5 Jahren belaufen sich die Zinskosten auf rund 4 % p.a. nach aktuellen Zinssätzen. Im Zusammenhang mit der Platzierung der Schuldscheindarlehen wurden laufzeitkongruente Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen.
Im Juli 2025 ist die planmäßige Teilrückzahlung der im Jahr 2018 begebenen Schuldscheindarlehen in Höhe von 209,5 Mio. € erfolgt. Zum 30. September ist das im Jahr 2018 begebene Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtbetrag von 32,5 Mio. € und einer Laufzeit bis 2028 ausstehend.
Im Vorjahr wurde eine Anleihe mit Nachhaltigkeitsbezug (Sustainability-linked Bond) mit einem Gesamtvolumen von 500 Mio. € und einer Laufzeit von fünf Jahren emittiert. Die jährliche Verzinsung von 5,875 % ist an die Erreichung eines bestimmten Nachhaltigkeitsziels bis zum Ablauf des Geschäftsjahres 2026 geknüpft. Wird dieses Ziel nicht erreicht, erhöht sich der jährliche Zinssatz für die Anleihen für die Restlaufzeit um 25 Basispunkte. Einzelne in der Nachhaltigkeitsanleihe enthaltene Kündigungsrechte der TUI AG stellen ein abspaltungspflichtiges eingebettetes Derivat dar und werden fortlaufend zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.
Im Juli 2024 wurden zudem Wandelschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von 487 Mio. € und einer Laufzeit bis Juli 2031 begeben. Die Wandelschuldverschreibungen 2031 haben eine Stückelung von 100.000 € pro Wandelschuldverschreibung mit einer festen Verzinsung von 1,95 % p.a., die halbjährlich nachträglich zahlbar ist. Die Investoren haben die Möglichkeit, die Wandelschuldverschreibungen in Stammaktien zu wandeln. Der anfängliche Wandlungspreis wurde auf 9,60 € festgelegt.
Von den im Jahr 2021 begebenen Wandelschuldverschreibungen mit einer Laufzeit bis 2028 waren am 30. September 2025 noch Anleihen mit einem Gesamtnennbetrag von 117,6 Mio. € ausstehend. Aufgrund der eingebetteten Kündigungsoption der Anleiheinvestoren, die vorzeitige Rückzahlung der Anleihe im Frühjahr 2026 zu verlangen, wurde die Anleihe im laufenden Geschäftsjahr aus den langfristigen in die kurzfristigen Finanzschulden umklassifiziert. Infolge des im Geschäftsjahr 2024 durchgeführten Rückkaufs von über 80 % der ursprünglich begebenen Anleihen hatte TUI das Recht, die noch umlaufenden Wandelschuldverschreibungen zum Nennbetrag von 117,6 Mio. € zu kündigen und vorzeitig zurückzuzahlen. Von diesem Recht machte TUI unmittelbar nach dem Bilanzstichtag Gebrauch. Die Anpassung des Buchwerts an die erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelflüsse führte im Geschäftsjahr zu einer Buchwertaufholung von 6,9 Mio. €.
Die vorzeitigen Kündigungsrechte durch TUI sowie die Put-Option der Inhaber der Wandelanleihen stellen eingebettete Derivate dar, die gemäß IFRS 9 nicht abgespalten wurden, da sie als eng mit dem Basisvertrag verbunden eingeschätzt werden.
Im November 2024 hat TUI eine Vereinbarung mit The Boeing Company und BOC Aviation (Cayman) Ltd. über die Finanzierung von Vorauszahlungen für 14 Flugzeugbestellungen abgeschlossen. Die Laufzeit hängt von der geplanten Auslieferung der einzelnen Flugzeuge durch Boeing ab, und die Rückzahlung ist jeweils 60 Tage vor Auslieferung fällig. Die Finanzierung wird zu marktüblichen Konditionen variabel verzinst. Zum 30. September 2025 wird ein Buchwert von 167,0 Mio. € ausgewiesen. Auf Basis der zum Bilanzstichtag erwarteten Auslieferungstermine erfolgt ein Ausweis in den kurzfristigen Finanzschulden.
Die kurzfristigen Finanzschulden erhöhten sich zum 30. September 2025 um 61,8 Mio. € auf 420,6 Mio. €.
| Überleitung der Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € |
Wandel- anleihen |
Anleihe mit Nachhaltigkeitsbezug | kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
Sonstige Finanz- schulden |
Summe Finanz- schulden |
Leasing- verbindlich-keiten |
| Stand zum 1.10.2024 | 492,0 | 498,6 | 348,7 | 558,8 | 4,4 | 1.902,5 | 2.639,8 |
| Aufnahmen / Tilgungen der Periode | - | - | - 235,7 | 157,4 | 0,7 | - 77,6 | - 580,0 |
| Wechselkursänderungen | - | - | - 16,2 | - 15,1 | - | - 31,3 | - 101,8 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Änderungen | 22,5 | 0,5 | 196,5 | - 29,6 | - 0,7 | 189,2 | 496,5 |
| Stand zum 30.9.2025 | 514,5 | 499,1 | 293,3 | 671,5 | 4,4 | 1.982,8 | 2.454,5 |
| Überleitung der Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten | |||||||
| Mio. € |
Wandel- anleihen |
Anleihe mit Nachhaltigkeitsbezug | kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
Sonstige Finanz- schulden |
Summe Finanz- schulden |
Leasing- verbindlich-keiten |
| Stand zum 1.10.2023 | 542,7 | - | 69,9 | 648,9 | 35,5 | 1.297,0 | 2.918,1 |
| Aufnahmen / Tilgungen der Periode | - 100,5 | 486,6 | 13,9 | 154,7 | - 36,6 | 518,1 | - 619,6 |
| Wechselkursänderungen | - | - | - 1,4 | - 9,6 | - 0,1 | - 11,1 | - 76,4 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Änderungen | 49,8 | 12,0 | 266,3 | - 235,2 | 5,6 | 98,5 | 417,7 |
| Stand zum 30.9.2024 | 492,0 | 498,6 | 348,7 | 558,8 | 4,4 | 1.902,5 | 2.639,8 |
Die Zahlungen der Periode beinhalten die Aufnahme von Finanzschulden sowie gegenläufig die Tilgung von Finanzschulden und die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten.
| Markt- und Buchwerte der begebenen Anleihen zum 30.9.2025 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.9.2025 | 30.9.2024 | |||||||
| Mio. € | Emittent |
Nominalwert, initial |
Nominalwert, ausstehend |
Zinssatz % p.a. |
Börsenwert | Buchwert | Börsenwert | Buchwert |
| Wandelanleihe 2021 / 2028 | TUI AG | 589,6 | 117,6 | 5,000 | 118,9 | 119,9 | 117,9 | 110,6 |
| Wandelanleihe 2024 / 2031 | TUI AG | 487,0 | 487,0 | 1,950 | 563,7 | 394,6 | 516,2 | 381,4 |
|
Nachhaltigkeitsanleihe 2024 / 2029 |
TUI AG | 500,0 | 500,0 | 5,875 | 520,6 | 499,1 | 521,3 | 498,6 |
| Gesamt | 1.203,2 | 1.013,6 | 1.155,4 | 990,6 | ||||
(32) Erhaltene touristische Anzahlungen
| Erhaltene touristische Anzahlungen | |
|---|---|
| Mio. € | |
| Erhaltene touristische Anzahlungen zum 1.10.2023 | 3.530,2 |
| Umsatz im Geschäftsjahr aus dem Anfangsbestand der erhaltenen touristischen Anzahlungen | - 3.193,7 |
| Zugänge aus neuen Kundeneinzahlungen ohne Beträge, die als Umsatz im Geschäftsjahr realisiert worden sind | 3.769,1 |
| Umgliederungen in sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | - 0,1 |
| Rückzahlungen an Kunden | - 178,7 |
| Sonstige | 90,3 |
| Erhaltene touristische Anzahlungen zum 30.9.2024 | 4.017,1 |
| Umsatz im Geschäftsjahr aus dem Anfangsbestand der erhaltenen touristischen Anzahlungen | - 3.675,7 |
| Zugänge aus neuen Kundeneinzahlungen ohne Beträge, die als Umsatz im Geschäftsjahr realisiert worden sind | 4.003,4 |
| Umgliederungen in sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | - 0,1 |
| Rückzahlungen an Kunden | - 161,8 |
| Sonstige | - 88,6 |
| Erhaltene touristische Anzahlungen zum 30.9.2025 | 4.094,3 |
(33) Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten
| Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.9.2025 | 30.9.2024 | |||||
| Restlaufzeit | Restlaufzeit | |||||
| Mio. € | bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Gesamt | bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Gesamt |
| Übrige Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitenden | 297,7 | 33,3 | 331,0 | 250,2 | 31,2 | 281,4 |
| Übrige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 39,2 | - | 39,2 | 34,9 | - | 34,9 |
| Übrige Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 90,5 | - | 90,5 | 44,9 | - | 44,9 |
| Sonstige übrige Verbindlichkeiten | 140,4 | 0,8 | 141,2 | 146,7 | 0,5 | 147,2 |
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 89,8 | 202,0 | 291,8 | 80,8 | 265,8 | 346,6 |
| Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 657,6 | 236,1 | 893,7 | 557,5 | 297,5 | 855,0 |
(34) Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten
Zum 30. September 2025 bestehen Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten.
| Verkauf TUI Blue Kalamota Island | |
|---|---|
| Mio. € | 30.9.2025 |
| Finanzverbindlichkeiten | 4,9 |
| Latente Ertragsteuerverbindlichkeiten | 1,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0,7 |
| Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 0,3 |
| Gesamt | 7,1 |
Im Vorjahr wurden keine Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten ausgewiesen.
(35) Eventualverbindlichkeiten
Zum 30. September 2025 bestanden Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 30,6 Mio. € (Vorjahr 61,4 Mio. €), die nach unserer Beurteilung die Voraussetzungen zum Ansatz in der Bilanz gemäß IAS 37 nicht erfüllen. Sie bestehen vor allem aus Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Gewährung von Avalen sowie aus übernommenen Bürgschaften und Garantien.
(36) Rechtsstreitigkeiten
Die TUI AG und ihre Konzerngesellschaften sind an diversen Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt oder beteiligt gewesen, die aber keinen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage zum 30. September 2025 sowie zukünftige Berichtsperioden haben, und es sind auch keine Verfahren mit wesentlichen Auswirkungen absehbar. Dies gilt auch für die im Klagewege geltend gemachten Gewährleistungs-, Rückforderungs- und sonstigen Ausgleichsansprüche im Zusammenhang mit in den letzten Jahren erfolgten Verkäufen von Tochtergesellschaften und Geschäftsbereichen. Für alle wahrscheinlichen finanziellen Belastungen aus bestehenden und drohenden Gerichts- oder Schiedsverfahren wurden wie in den vergangenen Jahren in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet, denen zum Teil Ansprüche auf Leistungen aus Versicherungen gegenüberstehen.
(37) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.9.2025 | 30.9.2024 | |||||
| Restlaufzeit | Restlaufzeit | |||||
| Mio. € | bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Gesamt | bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Gesamt |
| Bestellobligo für Investitionen | 993,5 | 958,6 | 1.952,1 | 760,3 | 1.674,5 | 2.434,8 |
| Übrige finanzielle Verpflichtungen | 92,7 | 38,5 | 131,2 | 107,0 | 69,9 | 176,9 |
| Gesamt | 1.086,2 | 997,1 | 2.083,3 | 867,3 | 1.744,4 | 2.611,7 |
Zum 30. September 2025 verringerte sich das Bestellobligo für Investitionen im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 482,7 Mio. €.
Der Rückgang der Bestellobligos ist in erster Linie auf eine Reduzierung der Flugzeugverpflichtungen zurückzuführen. Diese Entwicklung resultiert vor allem aus geleisteten Vorauszahlungen, die Auslieferung von Flugzeugen sowie Wechselkurseffekte bei Fremdwährungsverpflichtungen. Während die insgesamt geringeren Flugzeugverpflichtungen teilweise durch neue Bestellungen kompensiert wurden, spiegelt die Gesamtentwicklung auch niedrigere Bauverpflichtungen im Segment Hotels & Resorts wider.
(38) Anteilsbasierte Vergütungen nach IFRS 2
Alle zum 30. September 2025 bestehenden Ansprüche aus aktienbasierten Vergütungsprogrammen werden als Vergütungen mit Barausgleich bilanziert.
Die folgenden aktienbasierten Vergütungsprogramme sind am 30. September 2025 bei der TUI AG aktiv.
Virtuelle Aktien im Rahmen des Long-Term Incentive Plan (LTI) für den Vorstand der TUI AG
LTI mit Zuteilung ab dem Geschäftsjahr 2024 für die aktiven Mitglieder des Vorstands der TUI AG
Der LTI ist eine mehrjährige variable Vergütung auf Basis virtueller Aktien mit vierjährigem Leistungszeitraum.
Für die Vorstandsmitglieder ist jeweils ein individueller Zielbetrag im Dienstvertrag festgelegt. Für jedes Geschäftsjahr wird den Vorstandsmitgliedern zu Beginn des Geschäftsjahres, also dem 1. Oktober eines jeden Jahres („Gewährungsgeschäftsjahr“), eine vorläufige Anzahl virtueller Aktien der TUI AG zugeteilt. Der Zeitraum für die Messung der Erfolgsziele endet am 30. September des dritten auf das Gewährungsgeschäftsjahr folgenden Geschäftsjahres („Leistungszeitraum“). Diese vorläufige Anzahl virtueller Aktien stellt den Ausgangswert für die Ermittlung der leistungsabhängigen Auszahlung nach Ende des Leistungszeitraums dar. Die Anzahl der vorläufig zugeteilten virtuellen Aktien errechnet sich aus dem Quotienten aus dem im Dienstvertrag individuell vereinbarten Zielbetrag und dem durchschnittlichen Xetra-Aktienkurs der TUI AG (WKN: TUAG50) der 20 Börsenhandelstage vor dem ersten Tag des Gewährungsgeschäftsjahres. Ein Zahlungsanspruch entsteht erst mit Ablauf des vierjährigen Leistungszeitraums und ist davon abhängig, ob das entsprechende Erfolgsziel erreicht wurde.
Maßgebliches Erfolgsziel ist das durchschnittliche jährliche berichtete Ergebnis je Aktie („Reported-EPS“) der TUI AG über den Leistungszeitraum. Das Erfolgsziel Reported-EPS ist definiert als das im gebilligten und geprüften Konzernabschluss des TUI Konzerns ausgewiesene berichtete Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen.
Die Zielerreichung des Reported-EPS der TUI AG über den Leistungszeitraum errechnet sich aus dem arithmetischen Mittel der jährlichen Reported-EPS-Zielerreichungen während des Leistungszeitraums.
Die jährliche Zielerreichung des Reported-EPS errechnet sich aus dem Reported-EPS des Geschäftsjahres in Relation zum Zielwert des Reported-EPS desselben Geschäftsjahres. Dazu legt der Aufsichtsrat für das Reported-EPS jedes Geschäftsjahres während des Leistungszeitraums einen Reported-EPS-Minimalwert, der einer Zielerreichung von 25 % entspricht, einen Reported-EPS-Zielwert, der einer Zielerreichung von 100 % entspricht, und einen Reported-EPS-Maximalwert, der einer Zielerreichung von 175 % entspricht, fest. Der Aufsichtsrat kann für das jeweilige Geschäftsjahr des vierjährigen Leistungszeitraums unterschiedliche Reported-EPS-Zielwerte festlegen.
Bei einer Unterschreitung des Reported-EPS-Minimalwerts in einem Geschäftsjahr beträgt die Zielerreichung für das Geschäftsjahr 0 %. Wird der Reported-EPS-Minimalwert in einem Geschäftsjahr exakt erreicht, beträgt die Zielerreichung für das Geschäftsjahr 25 %. Wird der Reported-EPS-Zielwert in einem Geschäftsjahr exakt erreicht, entspricht die Zielerreichung für das Geschäftsjahr 100 %. Wird der Reported-EPS-Maximalwert in einem Geschäftsjahr erreicht oder übertroffen, so beträgt die maximale Zielerreichung für das Geschäftsjahr 175 %. Zwischen Reported-EPS-Minimalwert und Reported-EPS-Zielwert sowie zwischen Reported-EPS-Zielwert und Reported-EPS-Maximalwert erfolgt eine lineare Interpolation zur Ermittlung der jährlichen Zielerreichung.
Zur Ermittlung der finalen Anzahl virtueller Aktien wird die Zielerreichung des durchschnittlichen jährlichen Reported-EPS der TUI AG über den Leistungszeitraum mit der vorläufigen Anzahl virtueller Aktien multipliziert. Der Auszahlungsbetrag ergibt sich durch die Multiplikation der finalen Anzahl virtueller Aktien mit dem durchschnittlichen Xetra-Aktienkurs der TUI AG der 20 Börsentage vor Ablauf des Leistungszeitraums. Der Aufsichtsrat prüft, ob der Auszahlungsbetrag aufgrund eines Malustatbestands zu kürzen ist. Der so ermittelte Auszahlungsbetrag wird im Monat der Billigung und Prüfung des Konzernabschlusses des TUI Konzerns für das letzte Geschäftsjahr des Leistungszeitraums ausbezahlt. Der Auszahlungsbetrag aus dem LTI ist auf maximal 240 % des Zielbetrags begrenzt.
Der Aufsichtsrat ist gemäß § 87 Abs. 1 Satz 3 AktG berechtigt, Tranchen des LTI der Höhe nach zu begrenzen, um außergewöhnlichen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Für den Fall von Kapital- oder Strukturmaßnahmen sind entsprechende Anpassungen der Anzahl der zugeteilten virtuellen Aktien vorgesehen. Im Fall des Delistings wird der LTI zum Stichtag des Delistings beendet. Im Fall von außergewöhnlichen Ereignissen oder Entwicklungen hat der Aufsichtsrat das Recht, die Bedingungen des LTI nach billigem Ermessen sachgerecht anzupassen, um hierdurch seltenen Sondersituationen Rechnung zu tragen, die in den festgelegten Zielen nicht hinreichend erfasst waren. In diesen Fällen ist der Aufsichtsrat ebenfalls berechtigt, den Auszahlungsbetrag, der einem Vorstandsmitglied unter Berücksichtigung eines außergewöhnlichen Ereignisses oder einer außergewöhnlichen Entwicklung zustehen würde, auf den Betrag zu erhöhen oder zu verringern, der ihm ohne Berücksichtigung dieses außergewöhnlichen Ereignisses oder der außergewöhnlichen Entwicklung zustehen würde.
Im Fall eines unterjährigen Beginns oder Endes des Dienstverhältnisses wird der Zielbetrag und damit die Anzahl der zugeteilten virtuellen Aktien, ggf. rückwirkend, pro rata temporis gekürzt. Der LTI wird bei einer vorzeitigen Beendigung des Dienstvertrags grundsätzlich nach den vereinbarten Zielen und Bedingungen fortgesetzt. Endet der Dienstvertrag dagegen vor Ablauf des Leistungszeitraums außerordentlich durch Kündigung der TUI AG aus einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund oder durch Kündigung durch das Vorstandsmitglied ohne wichtigen Grund, so verfallen sämtliche Ansprüche aus noch nicht ausbezahlten LTI-Tranchen ersatz- und entschädigungslos.
LTI mit Zuteilung für die Geschäftsjahre 2022 bis 2023
Der Long Term Incentive Plan (LTI) besteht aus einem auf virtuellen Aktien beruhenden Programm und wird über eine Laufzeit von vier Jahren (Leistungszeitraum) bewertet. Die Zuteilung erfolgt in jährlichen Tranchen.
Für die Mitglieder des Vorstands ist ein jeweils individueller Zielbetrag im Dienstvertrag festgelegt. Zu Beginn jedes Geschäftsjahres wird der Zielbetrag entsprechend einer vorläufigen Anzahl virtueller Aktien festgelegt. Diese stellt den Ausgangswert für die Ermittlung der leistungsabhängigen Auszahlung nach Ende des Leistungszeitraums dar. Zur Festlegung dieser Anzahl wird der Zielbetrag durch den durchschnittlichen Xetra-Aktienkurs der TUI AG der dem Beginn des Leistungszeitraums (1. Oktober eines jeden Jahres) vorangegangenen 20 Börsentage geteilt. Ein Zahlungsanspruch entsteht erst mit Ablauf des vierjährigen Leistungszeitraums und ist davon abhängig, ob das entsprechende Erfolgsziel erreicht wurde.
Das nach dem Vergütungssystem für den LTI maßgebliche Erfolgsziel ist die durchschnittliche Entwicklung des Ergebnisses pro Aktie (Earnings per Share – EPS). Die Durchschnittsbetrachtung über den vierjährigen Leistungszeitraum basiert auf einem pro forma bereinigten Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen, wie es im Geschäftsbericht ausgewiesen wird. Die durchschnittliche Entwicklung des EPS pro Jahr (in %) errechnet sich aus vier gleich zu gewichtenden Jahreswerten (in %). Ein Jahreswert errechnet sich jeweils aus dem Quotienten des aktuellen EPS und des EPS des Vorjahres. Der erste Jahreswert („Start-EPS“) ermittelt sich jeweils aus dem ersten EPS im Leistungszeitraum und dem letzten EPS vor Beginn des Leistungszeitraums.
Die Zielerreichung für die durchschnittliche Entwicklung des EPS p. a. auf Grundlage der Jahreswerte bestimmt sich wie folgt:
- Ein durchschnittlicher absoluter EPS-Wert von weniger als 50 % des absoluten Start-EPS-Werts entspricht einer Zielerreichung von 0 %.
- Ein durchschnittlicher absoluter EPS-Wert von 50 % des absoluten Start-EPS-Werts entspricht einer Zielerreichung von 25 %.
- Ein durchschnittlicher absoluter EPS-Wert von 50 % oder mehr des absoluten Start-EPS-Werts bis zu einer durchschnittlichen Steigerung p. a. von 5 % entspricht einer Zielerreichung von 25 % bis 100 %.
- Eine durchschnittliche Steigerung p. a. von 5 % entspricht einer Zielerreichung von 100 %.
- Eine durchschnittliche Steigerung p. a. von 5 % bis 10 % entspricht einer Zielerreichung von 100 % bis 175 %.
- Eine durchschnittliche Steigerung p. a. von mehr als 10 % entspricht einer Zielerreichung von 175 %.
Bei einem durchschnittlichen absoluten EPS von 50 % oder mehr des absoluten Start-EPS bis zu einer durchschnittlichen Steigerung p. a. von 5 % wird die Zielerreichung zwischen 25 % und 100 %, bei einer durchschnittlichen Steigerung p. a. zwischen 5 % und 10 % oder darüber wird zwischen 100 % und 175 % linear interpoliert. Die Zielerreichung wird kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet.
Liegt der Vorjahreswert der EPS unter 0,50 €, legt der Aufsichtsrat für jedes darauffolgende Geschäftsjahr in dem Leistungszeitraum neue absolute Zielwerte für die EPS sowie Minimal- und Maximalwerte für die Bestimmung der prozentualen Zielerreichung fest. Aufgrund der Entwicklung des EPS infolge der COVID-19-Pandemie hat der Aufsichtsrat von dieser Klausel Gebrauch gemacht, und entsprechend hat der Aufsichtsrat für die laufenden Tranchen, LTI-Tranche 2022–2025 und LTI-Tranche 2023–2026, absolute Zielwerte definiert.
Zur Ermittlung der finalen Anzahl virtueller Aktien wird der Zielerreichungsgrad zum Datum des Ablaufs des Leistungszeitraums mit der vorläufigen Anzahl virtueller Aktien multipliziert. Der Auszahlungsbetrag ergibt sich durch die Multiplikation der finalen Anzahl virtueller Aktien mit dem durchschnittlichen Xetra-Aktienkurs der TUI AG der 20 Börsentage vor Ablauf des Leistungszeitraums (30. September eines jeden Jahres). Der so ermittelte Auszahlungsbetrag wird im Monat der Billigung und Prüfung des Konzernabschlusses des TUI Konzerns für das maßgebliche Geschäftsjahr ausbezahlt. Beginnt oder endet der Dienstvertrag im Verlauf des für die Zuteilung des LTI maßgeblichen Geschäftsjahres, bemisst sich der Anspruch auf Zahlung des LTI grundsätzlich zeitanteilig.
Im Fall einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln erhöht sich die vorläufige Anzahl virtueller Aktien im gleichen Verhältnis wie der Gesamtnennbetrag des Grundkapitals. Im Fall einer Kapitalherabsetzung ohne Rückzahlung von Einlagen verringert sich die vorläufige Anzahl virtueller Aktien im gleichen Verhältnis wie der Gesamtnennbetrag des Grundkapitals. Führt die TUI AG eine Kapitalerhöhung gegen Einlagen, eine Kapitalherabsetzung mit Rückzahlung von Einlagen oder eine sonstige Kapital- oder Strukturmaßnahme durch, die sich auf das Grundkapital auswirkt und eine nicht unerhebliche Beeinflussung des Werts der Aktie der TUI AG verursacht, so wird die vorläufige Anzahl virtueller Aktien ebenso angepasst. Über die Anpassung entscheidet der Aufsichtsrat nach billigem Ermessen, um positive wie negative Auswirkungen der Kapital- oder Strukturmaßnahme auf den Wert der virtuellen Aktien in angemessener Weise zu neutralisieren. Diese Regelungen gelten entsprechend bei Beeinflussung des Aktienkurses infolge der Zahlung einer unüblich hohen Superdividende. Von dieser Ermächtigung hat der Aufsichtsrat für die durchgeführten Kapitalerhöhungen im Januar und Oktober 2021 sowie März 2023 und für die Aktienzusammenlegung im Verhältnis 10:1 im Februar 2023 jeweils Gebrauch gemacht.
Die maximale LTI-Auszahlung wird auf 240 % des individuellen Zielbetrags je Leistungszeitraum begrenzt. Es besteht folglich eine jährliche und für jedes Mitglied des Vorstands individuelle Obergrenze für den LTI. Der Aufsichtsrat ist darüber hinaus gemäß § 87 Abs. 1 Satz 3 Halbsatz 2 AktG berechtigt, den LTI der Höhe nach zu begrenzen, um außergewöhnlichen Entwicklungen (zum Beispiel Unternehmensübernahmen, Veräußerung von Unternehmensteilen, Hebung stiller Reserven, externe Einflüsse) Rechnung zu tragen.
Performance Share Plan (PSP)
Der PSP regelt die virtuelle aktienbasierte Vergütung für berechtigte Führungskräfte, die nicht dem Vorstand angehören. Der PSP entspricht in seiner Ausgestaltung grundsätzlich der mehrjährigen variablen Vergütung des Vorstands bis 2023. Der Leistungszeitraum des PSP beträgt drei Jahre. Der laufende PSP ist in der aktuellen Ausgestaltung seit 2019 in Kraft.
Da der LTI EPS22–23 und der laufende PSP grundsätzlich den gleichen Planbedingungen folgen, wird die Entwicklung der ausstehenden tatsächlich zugeteilten virtuellen Aktien dieser Vergütungspläne in der folgenden Tabelle aggregiert dargestellt.
| Entwicklung der zugeteilten virtuellen Aktien (LTI & PSP) | ||||
|---|---|---|---|---|
| LTI EPS22–23 & PSP | LTI EPS24–25 | |||
| Stückzahl | Gegenwert Mio. € | Stückzahl | Gegenwert Mio. € | |
| Stand zum 30.9.2023 | 2.387.605 | 13,0 | - | - |
| Zuteilung von virtuellen Aktien | 1.053.564 | 5,7 | 1.309.450 | 7,1 |
| Ausübung virtueller Aktien | - 837.461 | - 4,5 | - | - |
| Verwirkte virtuelle Aktien | - 167.709 | - 0,9 | - | - |
| Anpassung aus EPS-Performance | 70.431 | 0,4 | - | - |
| Bewertungsergebnisse | - | 2,0 | - | 1,1 |
| Stand zum 30.9.2024 | 2.506.430 | 15,7 | 1.309.450 | 8,2 |
| Zuteilung von virtuellen Aktien | 1.002.535 | 6,3 | 829.346 | 5,2 |
| Ausübung von virtuellen Aktien | - 518.679 | - 3,3 | - | - |
| Verwirkte virtuelle Aktien | - 282.862 | - 1,8 | - | - |
| Anpassung aus EPS-Performance | 90.105 | 0,7 | - | - |
| Bewertungsergebnisse | - | 4,8 | - | 3,8 |
| Stand zum 30.9.2025 | 2.797.529 | 22,4 | 2.138.796 | 17,2 |
Bilanzierung der aktienbasierten Vergütungsprogramme
Alle zum 30. September 2025 bestehenden Ansprüche aus aktienbasierten Vergütungsprogrammen werden als Vergütungen mit Barausgleich bilanziert und mit einem Ausübungspreis von 0,00 € (Vorjahr 0,00 €) zugeteilt. Der Personalaufwand wird den Vorschriften des IFRS 2 entsprechend über den Zeitraum der Leistungserbringung verteilt. Entsprechend den Vorschriften des IFRS 2 müssen alle vertraglich zugesicherten Ansprüche ab dem Zeitpunkt der vertraglichen Gewährung bilanziert werden, unabhängig davon, ob und wann diese später tatsächlich zugeteilt werden. Die gewährten virtuellen Aktien werden in dem Jahr zugeteilt, in dem die der jeweiligen Tranche zugrunde liegende Arbeitsleistung tatsächlich erbracht wird.
Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2025 ein Aufwand aus der Zuführung von Rückstellungen für anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich in Höhe von 10,0 Mio. € erfolgswirksam erfasst (Vorjahr: Aufwand von 8,2 Mio. €).
Für Ansprüche aus diesen langfristigen Anreizprogrammen bestehen zum 30. September 2025 Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 27,2 Mio. € (Vorjahr 18,9 Mio. €).
(39) Finanzinstrumente
Risiken und Risikomanagement
Grundsätze Risikomanagement
Durch seine Geschäftstätigkeit ist der TUI Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Hierzu zählen das Marktrisiko (bestehend aus Währungsrisiko, Zinsrisiko und Marktpreisrisiko), das Ausfallrisiko und das Liquiditätsrisiko.
Die finanzwirtschaftliche Zielsetzung des Konzerns schreibt unter anderem vor, dass finanzwirtschaftliche Risiken zu begrenzen sind. Daraus abgeleitet sind konzernweit gültige Richtlinien und Vorschriften, die die Entscheidungsgrundlagen, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten für alle Finanztransaktionen verbindlich festlegen.
Die Regeln, Kompetenzen und Abläufe sowie die Limits für Transaktionen und Risikopositionen sind in Richtlinien festgelegt. Die Aufgaben von Handel, Abwicklung und Kontrolle sind funktional und organisatorisch getrennt. Die Einhaltung der Richtlinien und Geschäftslimits wird laufend überwacht. Grundlage aller Sicherungsgeschäfte des Konzerns sind grundsätzlich entsprechend bilanzierte oder zukünftige Grundgeschäfte. Für die Erfassung, Bewertung und Berichterstattung sowie die Dokumentation und Prüfung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte wird anerkannte Standardsoftware eingesetzt. In diesem Zusammenhang erfolgt ein periodischer Abgleich der mit eigenen Systemen ermittelten Marktwerte sämtlicher derivativer Finanzinstrumente mit den Marktwertbestätigungen der externen Vertragspartner. Mindestens einmal pro Jahr werden die Prozesse, die angewendeten Verfahren und die Organisation des Risikomanagements durch die interne Revision und externe Prüfer auf die Einhaltung der Vorgaben geprüft.
Im Wesentlichen entstehen im TUI Konzern finanzwirtschaftliche Risiken durch Zahlungsströme in Fremdwährungen, den Bedarf an Treibstoffen (Flugbenzin und Schiffstreibstoffe) und die Finanzierung über den Geld- und Kapitalmarkt. Zur Begrenzung der grundgeschäftsbezogenen Risiken aus Änderungen von Wechselkursen, Marktpreisen und Zinsen setzt TUI derivative Finanzinstrumente ein, die nicht an Börsen gehandelt werden. Dabei handelt es sich überwiegend um Festpreisgeschäfte. Daneben können auch Optionsgeschäfte sowie strukturierte Produkte kontrahiert werden. Derivative Finanzinstrumente werden nur im Rahmen intern festgelegter Limits und sonstiger Vorschriften abgeschlossen. Der Abschluss dieser Geschäfte erfolgt zu Marktbedingungen mit Adressen aus dem Finanzsektor, deren Kontrahentenrisiko regelmäßig überwacht wird. Umrechnungsrisiken aus der Konsolidierung der nicht in Euro bilanzierenden Konzerngesellschaften (Translationsrisiken) werden nicht abgesichert.
Marktrisiko
Aus Marktrisiken resultieren Ergebnis-, Eigenkapital- und Zahlungsstromschwankungen. Details zur Inputkostenvolatilität und den hieraus resultierenden Risiken werden im Risikobericht des Lageberichts dargestellt. Zur Reduktion bzw. Eliminierung dieser Risiken hat der TUI Konzern verschiedene Sicherungsstrategien entwickelt, die den Einsatz derivativer Finanzinstrumente beinhalten.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen in Bezug darauf, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Ergebnis und das Eigenkapital haben. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der originären und derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag bezogen werden. Es ist sichergestellt, dass der jeweilige Bestand zum Bilanzstichtag repräsentativ für das Geschäftsjahr ist.
Die nachfolgend beschriebenen Analysen der risikoreduzierenden Tätigkeiten des TUI Konzerns sowie die mithilfe der Sensitivitätsanalysen ermittelten Beträge stellen hypothetische und somit risikobehaftete und unsichere Angaben dar. Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen an den weltweiten Finanzmärkten können sich die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den angeführten Angaben unterscheiden. Die in den Risikoanalysen verwendeten Methoden sind nicht als Prognosen zukünftiger Ereignisse oder Verluste anzusehen, da sich der TUI Konzern ebenfalls Risiken ausgesetzt sieht, die entweder nichtfinanziell oder nicht quantifizierbar sind. Diese Risiken beinhalten hauptsächlich Länder-, Geschäfts- und Rechtsrisiken, welche nicht Bestandteil der folgenden Darstellungen sind.
Währungsrisiko
Aus den operativen Geschäften der Unternehmen des TUI Konzerns entstehen Ein- und Auszahlungen in Fremdwährungen, denen nicht immer Zahlungen in derselben Währung mit gleichem Betrag und gleicher Fristigkeit gegenüberstehen. Unter der Ausnutzung möglicher Netting-Effekte (Aufrechnung von Ein- und Auszahlungen derselben Währung mit gleicher oder ähnlicher Fristigkeit) werden im TUI Konzern geeignete Sicherungsgeschäfte mit externen Kontrahenten abgeschlossen, um die Ergebnismarge vor wechselkursbedingten Schwankungen zu schützen.
Im TUI Konzern werden Risiken aus Kursschwankungen gesichert, wobei die größten Sicherungsvolumina auf US-Dollar, Euro und Britisches Pfund entfallen. Der Euroraum begrenzt das Währungsrisiko aus Geschäften in den wichtigsten touristischen Zielgebieten auf diejenigen Konzernunternehmen, deren Funktionalwährung nicht der Euro ist. In dem Geschäftsfeld Touristik wirken sich hauptsächlich die Wertänderungen des US-Dollar sowie überwiegend für die Veranstalter aus Großbritannien, den nordischen Ländern sowie Polen die Wertänderungen des Euro aus. Im touristischen operativen Geschäft fallen US-Dollar-Zahlungen hauptsächlich für den Bezug von Leistungen in nichteuropäischen Destinationen sowie für den Kauf von Flugzeug- und Schiffstreibstoff und für die Anschaffung und Anmietung von Flugzeugen bzw. Kreuzfahrtschiffen an.
Die touristischen Gesellschaften sichern mittels Finanzderivaten ihre geplanten Währungsbedarfe. Ziel ist es, die Kundenbuchungsprofile der Märkte in den geplanten Währungsbedarfen im Vorfeld der entsprechenden touristischen Saison abzusichern. Dabei wird den unterschiedlichen Risikoprofilen der Konzerngesellschaften der TUI Group Rechnung getragen. Die gesicherten Währungsvolumina werden an geänderte Planbedarfe auf Basis der Berichterstattung der Konzerngesellschaften angepasst. Die Zielsicherungsquoten werden regelmäßig überprüft, um die bestehenden Sicherungsquoten mit den jeweiligen Zielsicherungsquoten für zukünftige Saisons abzugleichen.
Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch monetäre originäre und derivative Finanzinstrumente, deren Ausgabewährung von der funktionalen Währung eines Unternehmens abweicht. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen funktionalen Währungen innerhalb des TUI Konzerns werden nachfolgend die Sensitivitätsanalysen jener Währungen dargestellt, die als relevante Risikovariable identifiziert wurden. Wenn die jeweiligen funktionalen Währungen, im Wesentlichen der Euro und das Britische Pfund, gegenüber den übrigen Währungen um 10 % auf- oder abgewertet würden, ergäben sich folgende Effekte auf das Eigenkapital und das Ergebnis nach Ertragsteuern.
| Sensitivitätsanalyse – Währungsrisiken | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 30.9.2025 | 30.9.2024 | ||
| Variable: Wechselkurs | + 10 % | - 10 % | + 10 % | - 10 % |
| Effekte bei wesentlichen Währungspaaren | ||||
| € / US-Dollar | ||||
| Eigenkapital | + 106,7 | - 106,6 | + 116,1 | - 116,0 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | + 4,3 | - 2,5 | + 13,5 | - 13,7 |
| Britische Pfund / € | ||||
| Eigenkapital | + 170,0 | - 170,0 | + 180,6 | - 220,5 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | + 78,0 | - 81,3 | + 79,4 | - 97,0 |
| Britische Pfund / US-Dollar | ||||
| Eigenkapital | + 139,1 | - 139,1 | + 140,9 | - 172,2 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | + 56,1 | - 55,8 | + 49,6 | - 60,6 |
| € / Schwedische Kronen | ||||
| Eigenkapital | + 26,1 | - 26,1 | + 20,3 | - 24,8 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | + 3,9 | - 4,0 | + 4,2 | - 5,2 |
Zinsrisiko
Der TUI Konzern ist Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinslichen originären und derivativen Finanzinstrumenten ausgesetzt. Sofern zinsbedingte Zahlungsströme variabel verzinslicher originärer Finanzinstrumente durch derivative Sicherungsgeschäfte in feste Zahlungsströme gewandelt werden und die Ausstattungsmerkmale des Sicherungsgeschäfts mit denen des variabel verzinslichen originären Finanzinstruments übereinstimmen, unterliegen diese keinem Zinsänderungsrisiko. Für festverzinsliche und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente besteht kein Zinsänderungsrisiko.
Eine Änderung der Marktzinssätze hat im Wesentlichen Auswirkungen auf variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente, auf die in Anleihen eingebetteten Derivate sowie auf derivative Finanzinstrumente, die zur Reduzierung von zinssatzabhängigen Zahlungsschwankungen kontrahiert wurden.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Auswirkungen auf das Eigenkapital und das Ergebnis nach Ertragsteuern bei einer angenommenen Erhöhung bzw. Herabsetzung des Marktzinsniveaus am Bilanzstichtag um 100 Basispunkte (Vorjahr + / - 100 Basispunkte). Die Beibehaltung der Sensitivität von 100 Basispunkten basiert auf der Annahme, dass die erhöhte Volatilität der Zinssätze wahrscheinlich anhalten wird, da einige Zentralbanken in den kommenden Monaten voraussichtlich ihren Zinssenkungszyklus fortsetzen werden.
| Sensitivitätsanalyse – Zinsrisiko | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 30.9.2025 | 30.9.2024 | ||
|
Variable: Zinsniveau für variabel verzinsliches Fremdkapital |
+ 100 Basispunkte | - 100 Basispunkte | + 100 Basispunkte | - 100 Basispunkte |
| Eigenkapital | + 2,2 | - 2,4 | - | - |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | - 4,3 | + 9,1 | - 4,0 | + 6,6 |
Treibstoffpreisrisiko
Der TUI Konzern ist aufgrund seiner Geschäftstätigkeit Marktpreisrisiken aus der Beschaffung von Treibstoffen für die Flugzeugflotte sowie für die Kreuzfahrtschiffe ausgesetzt.
Die touristischen Gesellschaften sichern mittels Finanzderivaten das Preisänderungsrisiko ihrer geplanten Treibstoffverbräuche. Ziel ist es, die Kundenbuchungsprofile der Märkte in den geplanten Treibstoffbedarfen im Vorfeld der entsprechenden touristischen Saison abzusichern. Hierbei wird den unterschiedlichen Risikoprofilen der Konzerngesellschaften, auch unter Berücksichtigung der Möglichkeiten zur Erhebung von Treibstoffzuschlägen, Rechnung getragen. Die Sicherungsvolumina werden auf Basis der Berichterstattung der Konzerngesellschaften an geänderte Planverbräuche angepasst. Die Zielsicherungsquoten werden regelmäßig überprüft, um die bestehenden Sicherungsquoten mit den jeweiligen Zielsicherungsquoten für zukünftige Saisons abzugleichen.
Wären die den Treibstoffpreissicherungen zugrunde liegenden Marktpreise am Bilanzstichtag um 15 % höher bzw. niedriger (Vorjahr + 15 % / – 15 %), ergäben sich die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Effekte auf das Eigenkapital bzw. das Ergebnis nach Ertragsteuern. Die Marktpreissensitivität von +/– 15 % basiert auf der Annahme, dass in den kommenden Monaten im Kontext des aktuellen geopolitischen Umfelds und aufgrund von Nachfrageunsicherheiten in einigen der wesentlichen Volkswirtschaften der Welt mit einer weiterhin überdurchschnittlichen Volatilität der Kraftstoffpreise zu rechnen ist.
| Sensitivitätsanalyse – Treibstoffpreisrisiko | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 30.9.2025 | 30.9.2024 | ||
| Variable: Treibstoffpreise Flugzeuge und Schiffe | + 15 % | - 15 % | + 15 % | - 15 % |
| Eigenkapital | + 89,8 | - 91,8 | + 98,6 | - 106,8 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | + 3,7 | - 1,5 | + 6,4 | + 2,0 |
Sonstiges Preisrisiko
Neben den finanziellen Risiken, die aus Veränderungen von Wechselkursen, Rohstoffpreisen und Zinssätzen entstehen können, ist der TUI Konzern zum Bilanzstichtag keinen nennenswerten Preisrisiken ausgesetzt.
Ausfallrisiko
Das Ausfallrisiko bei den nicht derivativen Finanzinstrumenten ergibt sich aus dem Risiko, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können.
Das maximale Ausfallrisiko entspricht insbesondere den bilanzierten Buchwerten der finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert). Dabei werden rechtlich durchsetzbare Aufrechnungsmöglichkeiten zwischen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten berücksichtigt. Ausfallrisiken werden bei Vertragsabschluss eingehend geprüft und danach laufend überwacht, damit zeitnah auf eine Verschlechterung der Bonität des Vertragspartners reagiert werden kann. Hierbei sind grundsätzlich die jeweiligen Gesellschaften des TUI Konzerns für ihre Ausfallrisiken verantwortlich.
Da der TUI Konzern in unterschiedlichen Geschäftsfeldern und Regionen tätig ist, sind Konzentrationen bedeutender Ausfallrisiken von Forderungen und Kreditansprüchen gegenüber bestimmten Schuldnern oder Schuldnergruppen nicht zu erwarten; dies gilt auch für nennenswerte länderspezifische Konzentrationen von Ausfallrisiken. Zum Bilanzstichtag existieren wie im Vorjahr keine wesentlichen gehaltenen Sicherheiten und sonstigen Kreditverbesserungen, die das maximale Ausfallrisiko reduzieren. Die gehaltenen Sicherheiten bestehen ausschließlich für finanzielle Vermögenswerte der Klasse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Dabei handelt es sich grundsätzlich um Sicherheiten für ausgereichte Finanzforderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr und / oder größer als 1,0 Mio. €. Als Sicherheiten kommen unter anderem dingliche Rechte, selbstschuldnerische Bürgschaften, Bankbürgschaften oder Patronatserklärungen zum Einsatz.
Das Bonitätsmanagement erstreckt sich auch auf die derivativen Finanzinstrumente im TUI Konzern. Bei den abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumenten beschränkt sich das maximale Ausfallrisiko auf die Summe aller positiven Marktwerte dieser Instrumente, da bei Nichterfüllung seitens der Vertragspartner Vermögensverluste nur bis zu dieser Höhe entstehen würden. Ausfallrisiken werden durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente mit unterschiedlichen Schuldnern reduziert. Die kontrahentenspezifischen Ausfallrisiken werden bei den derivativen Finanzinstrumenten im Rahmen der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts berücksichtigt. Unabhängig davon wird das Kontrahentenrisiko laufend überwacht und mittels interner Bankenlimits gesteuert.
Bei der im Geschäftsjahr 2025 emittierten nachhaltigkeitsbezogenen Anleihe hat TUI gemäß den Anleihebedingungen das Recht, die Anleihe zu bestimmten Rückkaufspreisen vorzeitig zu kündigen. Diese Kündigungsrechte stellen eingebettete Derivate dar und werden als derivative finanzielle Vermögenswerte separat von der Anleihe bilanziert. Als Bestandteil der Anleihe unterliegen sie keinem eigenen Ausfallrisiko.
IFRS 9 sieht für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten klassifiziert sind, sowie für finanzielle Vermögenswerte, die Schuldinstrumente darstellen und zu FVTOCI bewertet werden, die Erfassung einer bilanziellen Vorsorge für erwartete Wertminderungen vor. Betroffen sind im TUI Konzern zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Finanzinstrumente in den folgenden Klassen: die Klasse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen mit den Unterklassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Kreditforderungen und Ausleihungen, Sonstige Forderungen und Vermögenswerte und Leasingforderungen sowie die Klasse Sonstige finanzielle Vermögenswerte und die Klasse Finanzmittel. Bei der Ermittlung der Wertberichtigungen unterscheidet IFRS 9 zwischen dem allgemeinen und dem vereinfachten Wertminderungsmodell.
Die finanziellen Vermögenswerte im allgemeinen Wertminderungsmodell werden in drei Stufen eingeteilt. Stufe 1 umfasst finanzielle Vermögenswerte, die erstmals erfasst werden oder keine signifikante Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit zeigen. In dieser Stufe werden die erwarteten Forderungsausfälle ausgewiesen, die aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem jeweiligen Abschlussstichtag entstehen können. Die Stufe 2 umfasst finanzielle Vermögenswerte, bei denen sich eine signifikante Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeiten seit Zugang ergeben hat. Stufe 3 umfasst finanzielle Vermögenswerte, die zusätzlich zu den Kriterien der Stufe 2 objektive Hinweise einer Wertberichtigung aufweisen. In den Stufen 2 und 3 werden die erwarteten Forderungsausfälle für die gesamte Laufzeit berücksichtigt.
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für Leasingforderungen wird auf Basis des vereinfachten Wertminderungsmodells unabhängig von der Kreditqualität der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Leasingforderungen bereits bei Zugang eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit erfasst. TUI ermittelt den erwarteten Verlust bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Leasingforderungen auf Basis einer Wertberichtigungstabelle. Hierbei werden durchschnittliche historische Ausfallquoten für die Laufzeitbänder nicht überfällig, kleiner 30 Tage überfällig, 30–90 Tage, 91–180 Tage und mehr als 180 Tage überfällig ermittelt. Zur Ermittlung der historischen Ausfallquote wird der gewichtete Durchschnitt der letzten drei Jahre, für die im jeweiligen Jahr ausgefallenen Forderungen im Verhältnis zum Forderungsbestand zum jeweiligen Geschäftsjahresende ermittelt. Dieser wird multipliziert mit der Wahrscheinlichkeit, dass eine Forderung ins letzte Laufzeitband altert. Die ermittelten Ausfallraten werden um Credit Default Swap (CDS) Rates adjustiert, um dadurch zukunftsgerichtete Informationen zu berücksichtigen. Die adjustierten Ausfallraten basieren dabei auf Durchschnittswerten der letzten Jahre. Dem ökonomischen Umfeld der relevanten geografischen Regionen wird über eine Gewichtung der CDS-Rates Rechnung getragen. Alle genannten Modellparameter werden regelmäßig überprüft und aktualisiert.
Bei Anwendung des vereinfachten Wertminderungsmodells erfolgt für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für Leasingforderungen ein Transfer in Stufe 3, sobald objektive Hinweise auf Wertminderung vorliegen. Die Einstufung, ob eine Forderung der Klasse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Stufe 3 zu transferieren ist, erfolgt im TUI Konzern individuell je nach Region grundsätzlich nach frühestens 180 Tagen. Kommt es bereits vorher zu Insolvenzfällen oder anderen objektiven Hinweisen auf eine Wertminderung, erfolgt ein Transfer in Stufe 3 bereits früher. Bei Erreichen einer Überfälligkeit von mehr als 180 Tagen ist davon auszugehen, dass bei einer Forderung eine Wertminderung vorzunehmen ist und bei Uneinbringlichkeit in der Regel eine Abschreibung in voller Höhe zu erfolgen hat. Als objektive Hinweise auf eine Wertminderung bei Leasingforderungen werden zum Beispiel erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, Vertragsbruch (Ausfall oder Verzug von Zins-und Tilgungzahlungen) oder Zugeständnisse, die aus wirtschaftlichen oder vertraglichen Gründen im Zusammenhang mit finanziellen Schwierigkeiten des Schuldners erfolgen, herangezogen.
Für alle anderen finanziellen Vermögenswerte werden erwartete Wertminderungen im TUI Konzern nach dem allgemeinen Wertminderungsmodell bestimmt.
Für Finanzmittel findet die Low Credit Risk Exemption des IFRS 9 Anwendung, wonach für Finanzinstrumente, die zum Zugangszeitpunkt ein nur geringes Ausfallrisiko aufweisen, eine Zuordnung in die Stufe 1 des Wertberichtigungsmodells erfolgen kann. Die Finanzmittel beinhalten unter anderem Bargeldbestände oder Guthaben bei Kreditinstituten, die ausschließlich gegenüber Kontrahenten einer ausgezeichneten Bonität bestehen. Somit wird den Finanzmitteln gemäß Stufe 1 der Impairment-Hierarchie bei initialer Einbuchung eine Risikovorsorge in Höhe des 12-Monats-Kreditverlusts zugewiesen. Zu jedem Stichtag wird geprüft, ob die Kontrahenten weiterhin ein Rating der Qualität Investment Grade aufweisen. Da die entsprechenden finanziellen Vermögenswerte eine maximale Laufzeit von drei Monaten aufweisen, ist der Wertberichtigungsbedarf sehr gering. Ein Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 oder 3 hat keine praktische Relevanz, da die Geschäftsbeziehung bei einem entsprechenden Sachverhalt sofort beendet werden würde.
Für wesentliche Kreditforderungen und Ausleihungen und sonstige Forderungen und Vermögenswerte erfolgt die Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle durch Multiplikation der Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default) mit dem erwarteten Verlust bei Ausfall (Loss Given Default) und dem Buchwert des Vermögenswerts bei Ausfall (Exposure at Default). Der TUI Konzern bestimmt die Ausfallwahrscheinlichkeiten auf Basis eines internen Ratingmodells. Im Rahmen des Geschäftsmodells der TUI Group erfolgt die Bonitätsbeurteilung der Kreditnehmer für wesentliche Kreditforderungen anhand dieses internen Ratings. Die 1. Kategorie des Ratingmodells beinhaltet die Kreditnehmer mit der höchsten Bonität, wohingegen die Kreditnehmer mit der schwächsten Bonität der 7. Kategorie zugewiesen werden. Sofern sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant verschlechtert hat, werden 12-Monats-Kreditverluste ermittelt (Stufe 1). Im Falle einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos wird der über die Restlaufzeit erwartete Kreditverlust erfasst (Stufe 2). Eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos wird hierbei anhand des internen Ratings und weiterer relevanter Informationen wie beispielsweise Veränderungen der ökonomischen, regulatorischen oder technologischen Rahmenbedingungen beurteilt.
Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung vor, erfolgt ein Transfer in Stufe 3.
Der Bruttobuchwert eines finanziellen Vermögenswerts sämtlicher Klassen der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumente wird abgeschrieben, wenn nach angemessener Beurteilung nicht mehr von einer vollständigen oder teilweisen Realisierung des finanziellen Vermögenswerts ausgegangen wird. Bei Privatkunden wird der Bruttobuchwert von den Konzerngesellschaften basierend auf vergangenen Erfahrungen bei der Realisierung solcher Vermögenswerte im landesspezifischen Geschäftsumfeld abgeschrieben, wenn aufgrund der Überfälligkeit nicht mehr mit der Einziehung des finanziellen Vermögenswerts gerechnet wird. Bei Geschäftskunden führen die Konzerngesellschaften eine individuelle Einschätzung über Zeitpunkt und Höhe der Abschreibung durch, basierend darauf, ob eine angemessene Erwartung an die Einziehung vorliegt. Der Konzern erwartet keine signifikante Einziehung abgeschriebener Beträge. Abgeschriebene finanzielle Vermögenswerte können jedoch weiterhin Vollstreckungsmaßnahmen zur Einziehung überfälliger Forderungen unterliegen.
Für Kreditforderungen und Ausleihungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte erfolgt die Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle auf Portfolioebene. Bei wesentlichen Einzelfällen wird von diesem Portfolioansatz abgewichen, da für diese Sachverhalte die relevanten Informationen zur Ermittlung des erwarteten Verlusts auf Ebene des einzelnen Instruments vorliegen. Der TUI Konzern stellt sicher, dass hierbei ausschließlich finanzielle Vermögenswerte mit ähnlichen Ausfallrisikoeigenschaften zusammengefasst werden, zum Beispiel Art des Produkts und geografische Region. Der TUI Konzern setzt zunächst den Kreditausfall anhand einer Loss Rate an, der innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet wird. Diese Loss Rate wird in regelmäßigen Abständen in Abhängigkeit vom makroökonomischen Marktumfeld adjustiert. Bei einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos wird der erwartete Kreditausfall über die Restlaufzeit ermittelt (Stufe 2). Die Beurteilung einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos durch die Überfälligkeit der Instrumente wird im Konzern unter anderem individuell per Region, Veränderung ausfallrisikobezogener Marktdaten oder Veränderung von Vertragsbedingungen ermittelt. Eine Umgliederung in Stufe 2 erfolgt portfolioabhängig regelmäßig ab einer Überfälligkeit von mehr als 30 Tagen. Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung vor, erfolgt ein Transfer in Stufe 3.
Grundsätzlich ist beim allgemeinen Wertminderungsmodell bei einer Überfälligkeit von vertraglichen Zahlungen von mehr als 30 Tagen davon auszugehen, dass sich das Ausfallrisiko von finanziellen Vermögenswerten seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat. Durch dem Konzern vorliegende angemessene und nachvollziehbare Informationen kann dies jedoch widerlegt werden. Zur Beurteilung der objektiven Hinweise auf eine Wertminderung für sämtliche Instrumente, im Anwendungsbereich des ECL Modells, werden Indikatoren herangezogen wie zum Beispiel erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, Vertragsbruch (Ausfall oder Verzug von Zins und Tilgung) oder Zugeständnisse, die aus wirtschaftlichen oder vertraglichen Gründen im Zusammenhang mit finanziellen Schwierigkeiten des Schuldners erfolgen. Als Folge werden die Instrumente in der Regel vollständig abgeschrieben.
Als zukunftsgerichtete Informationen werden auch im allgemeinen Wertminderungsmodell CDS-Rates herangezogen.
Die Wertberichtigungsquote für finanzielle Vermögenswerte im allgemeinen Wertminderungsmodell, die nicht in der untenstehenden Tabelle zum Ausfallrisiko enthalten sind, wird basierend auf beobachtbaren Ausfallquoten der Vergangenheit, aber mindestens auf 1,1 % (Vorjahr 1,0%) festgesetzt. Die 1,1 % resultieren aus einem Dreijahresdurchschnitt der für Kreditforderungen und Ausleihungen, für sonstige Forderungen und Vermögenswerte sowie für sonstige finanzielle Vermögenswerte einzeln ermittelten Ausfallraten.
Der Konzern erfasst einen Wertminderungsgewinn oder -verlust für alle finanziellen Vermögenswerte mit einer entsprechenden Anpassung des Buchwerts über eine Risikovorsorge.
Zum 30. September 2025 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 23,7 Mio. € (Vorjahr 41,0 Mio. €) wertberichtigt. Der folgenden Übersicht ist die Altersstruktur der Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente der Klasse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu entnehmen.
| Altersstrukturanalyse der Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente der Klasse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.9.2025 | 30.9.2024 | |||||||||
| Mio. € | Bruttobuchwert | Einzelwertberichtigung | Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste | Nettobuchwert | Wertberichtigungsquoten | Bruttobuchwert | Einzelwertberichtigung | Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste | Nettobuchwert | Wertberichtigungsquoten |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||||||||
| Nicht überfällig | 313,7 | - 0,6 | - 1,1 | 312,0 | 0,3% | 283,9 | - 3,3 | - 1,0 | 279,6 | 0,4% |
| Überfällig weniger als 30 Tage | 70,0 | - 1,1 | - 0,6 | 68,3 | 0,9% | 74,1 | - 1,7 | - 0,8 | 71,6 | 0,7% |
| Überfällig zwischen 30 und 90 Tagen | 25,3 | - 2,1 | - 0,4 | 22,8 | 1,6% | 32,6 | - 2,1 | - 0,5 | 30,0 | 1,4% |
| Überfällig zwischen 91 und 180 Tagen | 7,6 | - 0,8 | - 0,2 | 6,6 | 2,3% | 12,2 | - 1,5 | - 0,2 | 10,5 | 2,0% |
| Überfällig mehr als 180 Tage | 44,3 | - 15,7 | - 1,1 | 27,5 | 2,6% | 51,8 | - 28,6 | - 1,3 | 21,9 | 2,5% |
| Gesamt | 460,9 | - 20,3 | - 3,4 | 437,2 | 454,6 | - 37,2 | - 3,8 | 413,6 | ||
In den nachfolgenden Tabellen ist die Analyse der Altersstruktur der Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente der Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte sowie der Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen jeweils abzüglich der in der untenstehenden Tabelle des Ausfallrisikos genannten Beträge dargestellt.
| Altersstrukturanalyse der Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente der Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.9.2025 | 30.9.2024 | |||||||||
| Mio. € | Bruttobuchwert | Einzelwertberichtigung | Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste | Nettobuchwert | Wertberichtigungsquoten | Bruttobuchwert | Einzelwertberichtigung | Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste | Nettobuchwert | Wertberichtigungsquoten |
|
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte |
||||||||||
| Nicht überfällig | 179,6 | - 8,8 | - 2,0 | 168,8 | 1,1% | 184,9 | - 12,9 | - 1,8 | 170,2 | 1,0% |
| Überfällig weniger als 30 Tage | 0,6 | - | - | 0,6 | 1,1% | 0,9 | - | - | 0,9 | 1,0% |
| Überfällig zwischen 30 und 90 Tagen | - | - | - | - | 1,1% | - | - | - | - | 1,0% |
| Überfällig zwischen 91 und 180 Tagen | - | - | - | - | 1,1% | - | - | - | - | 1,0% |
| Überfällig mehr als 180 Tage | 5,9 | - 2,5 | - 0,1 | 3,3 | 1,1% | 11,3 | - 3,0 | - 0,1 | 8,2 | 1,0% |
| Gesamt | 186,1 | - 11,3 | - 2,1 | 172,7 | 197,1 | - 15,9 | - 1,9 | 179,3 | ||
Der folgenden Übersicht ist die Altersstruktur der Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente der Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen zu entnehmen.
| Altersstrukturanalyse der Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente der Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.9.2025 | 30.9.2024 | |||||||
| Mio. € | Bruttobuchwert | Einzelwertberichtigung | Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste | Nettobuchwert | Bruttobuchwert | Einzelwertberichtigung | Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste | Nettobuchwert |
|
Kreditforderungen und Ausleihungen |
||||||||
| Nicht überfällig | 4,8 | - 0,5 | - 0,1 | 4,2 | 3,0 | - 1,3 | - | 1,7 |
| Überfällig weniger als 30 Tage | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Überfällig zwischen 30 und 90 Tagen | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Überfällig zwischen 91 und 180 Tagen | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Überfällig mehr als 180 Tage | 1,7 | - 0,8 | - | 0,9 | - | - | - | - |
| Gesamt | 6,5 | - 1,3 | - 0,1 | 5,1 | 3,0 | - 1,3 | - | 1,7 |
Für die wesentlichen Einzelsachverhalte der folgenden Tabelle Ausfallrisiko auf Finanzinstrumente der Klassen Kreditforderungen und Ausleihungen, Sonstige Forderungen und Vermögenswerte und Sonstige finanzielle Vermögenswerte erfolgt der Ausweis anhand eines internen Ratings. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es drei Stufentransfers bei den dort aufgeführten Einzelsachverhalten von Stufe 2 in Stufe 3 in Höhe von insgesamt 26,3 Mio. € (Vorjahr ein Transfer von Stufe 3 nach Stufe 2 in Höhe von 12,9 Mio. €).
| Ausfallrisiko auf Finanzinstrumente der Klassen Kreditforderungen und Ausleihungen, Sonstige Forderungen und Vermögenswerte und Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.9.2025 | 30.9.2024 | |||||||||
| Mio. € |
Impairment- Stufe |
Rating | Bruttobuchwert | Einzelwertberichtigung | Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste | Nettobuchwert | Bruttobuchwert | Einzelwertberichtigung | Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste | Nettobuchwert |
| Finanzinstrumente mit nahestehenden Unternehmen | ||||||||||
| Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen | 3 | intern: Klasse 5 | 2,5 | - 2,5 | - | - | 8,9 | - 5,8 | - 0,2 | 2,9 |
| Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen | 3 | intern: Klasse 6 | 4,1 | - 4,1 | - | - | 4,3 | - 4,3 | - | - |
| Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen | 3 | intern: Klasse 7 | 10,7 | - 10,7 | - | - | 11,3 | - 11,3 | - | - |
| Finanzinstrumente mit Hotels | ||||||||||
| Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen | 2 | intern: Klasse 5 | - | - | - | - | 29,6 | - | - 2,0 | 27,6 |
| Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen | 3 | intern: Klasse 5 | 28,2 | - 14,1 | - 0,6 | 13,5 | - | - | - | - |
| Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 1 | intern: Klasse 5 | - | - | - | - | 7,6 | - | - 0,5 | 7,1 |
| Finanzinstrumente mit sonstigen Unternehmen | ||||||||||
| Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen | 3 | intern: Klasse 5 | 5,0 | - 5,0 | - | - | 5,0 | - 5,0 | - | - |
|
Klasse Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
1 | extern | 8,1 | - | - | 8,1 | 45,1 | - | - 0,1 | 45,0 |
| Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 1 | intern: Klasse 2 | 58,5 | - | - 0,2 | 58,3 | 90,6 | - | - 0,3 | 90,3 |
| Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 1 | intern: Klasse 4 | - | - | - | - | 7,8 | - | - 0,2 | 7,6 |
| Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 1 | intern: Klasse 5 | - | - | - | - | 17,1 | - | - 1,4 | 15,7 |
| Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 1 | extern | 446,3 | - | - 0,3 | 446,0 | 488,0 | - | - 0,8 | 487,2 |
| Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 3 | intern: Klasse 4 | 2,9 | - 0,9 | - 0,1 | 1,9 | 3,2 | - 1,0 | - | 2,2 |
| Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 3 | extern | - | - | - | - | 63,8 | - 22,4 | - | 41,4 |
Soweit das Ausfallrisiko lediglich aufgrund von Informationen zur Überfälligkeit bestimmt werden kann, sind die Informationen in den obenstehenden Tabellen zur Altersstrukturanalyse der Klassen Kreditforderungen und Ausleihungen sowie der Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte enthalten.
Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten sonstigen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 12,0 Mio. € (Vorjahr 53,4 Mio. €) handelt es sich um kurzfristige Geldanlagen bei Banken. Die Anlagen mit einem Bruttobetrag von 12,1 Mio. € (Vorjahr 53,6 Mio. €) sind in voller Höhe nicht überfällig und wurden lediglich im Rahmen der Risikovorsorge in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €) wertberichtigt.
Im Geschäftsjahr 2025 ergaben sich Zahlungszuflüsse aus wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen in Höhe von 0,7 Mio. € (Vorjahr 2,5 Mio. € Zahlungszuflüsse).
In den nachfolgenden Tabellen erfolgt eine Überleitung der Risikovorsorge für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden und deren Risikovorsorge sich nach dem vereinfachten Wertminderungsmodell sowie dem allgemeinen Wertminderungsmodell ermittelt.
| Veränderung der Risikovorsorge für zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte der Klassen Kreditforderungen und Ausleihungen, Sonstige Forderungen und Vermögenswerte und Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € |
Stufe 1 12-Monats-ECL |
Stufe 2 Gesamtlaufzeit- ECL (nicht wertgemindert) |
Stufe 3 Gesamtlaufzeit- ECL (wertgemindert) |
Gesamt |
| Risikovorsorge zum 1.10.2023 | 6,1 | 1,0 | 0,4 | 7,5 |
| Zugang Wertberichtigungen auf neu ausgereichte / erworbene finanzielle Vermögenswerte | 1,5 | 0,9 | - | 2,4 |
| Während der Periode ausgebuchte nicht benötigte Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte und Inanspruchnahme Wertberichtigungen | - 2,3 | - | - 0,1 | - 2,4 |
| Risikovorsorge zum 30.9.2024 | 5,3 | 1,9 | 0,3 | 7,5 |
| Risikovorsorge zum 1.10.2024 | 5,3 | 1,9 | 0,3 | 7,5 |
| Zugang Wertberichtigungen auf neu ausgereichte / erworbene finanzielle Vermögenswerte | 0,1 | - | - | 0,1 |
| Transfer in Stufe 3 Gesamt-ECL (wertgemindert) | - | - 1,9 | 1,9 | - |
| Während der Periode ausgebuchte nicht benötigte Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte und Inanspruchnahme Wertberichtigungen | - 2,9 | - | - 1,5 | - 4,4 |
| Änderung der Modelle, Risikoparameter | 0,3 | - | - | 0,3 |
| Risikovorsorge zum 30.9.2025 | 2,8 | - | 0,7 | 3,5 |
Die Risikovorsorge für die Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte beläuft sich zum 30. September 2025 auf 2,7 Mio. € (Vorjahr 5,1 Mio. €), für die Klasse Sonstige finanzielle Vermögenswerte auf 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €) und für die Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen auf 0,7 Mio. € (Vorjahr 2,2 Mio. €).
Zum 30. September 2025 wurden ein Instrument der Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte und vierzehn Instrumente der Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen in Stufe 3 ausgewiesen (Vorjahr zwei bzw. zehn Instrumente in Stufe 3). Es ergaben sich keine Währungsdifferenzen (Vorjahr keine Währungsdifferenzen).
Die Änderungen des Konsolidierungskreises hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Risikovorsorge (Vorjahr keine Änderung). In der Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen wurden drei Transfers von Stufe 2 in Stufe 3 in Höhe von insgesamt 1,9 Mio. EUR vorgenommen (Vorjahr: kein Transfer). In der Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte wurde kein Transfer vorgenommen (Vorjahr: kein Transfer).
Im Geschäftsjahr wurden in der Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen keine Wertberichtigungen in wesentlicher Höhe in Anspruch genommen (Vorjahr: keine wesentliche Inanspruchnahme).
| Veränderung der Risikovorsorge für zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte der Klasse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |
|---|---|
| Mio. € |
Gesamtlaufzeit-ECL, vereinfachter Ansatz |
| Risikovorsorge zum 1.10.2023 | 2,1 |
| Zugang Wertberichtigungen auf neu ausgereichte / erworbene finanzielle Vermögenswerte | 2,0 |
| Inanspruchnahme Wertberichtigungen | - 0,3 |
| Risikovorsorge zum 30.9.2024 | 3,8 |
| Risikovorsorge zum 1.10.2024 | 3,8 |
| Zugang Wertberichtigungen auf neu ausgereichte / erworbene finanzielle Vermögenswerte | 3,4 |
| Inanspruchnahme Wertberichtigungen | - 3,8 |
| Risikovorsorge zum 30.9.2025 | 3,4 |
In den nachfolgenden Tabellen erfolgt eine Überleitung der Bruttobuchwerte für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden:
| Veränderung der Bruttobuchwerte der Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € |
Stufe 1 12-Monats-ECL |
Stufe 2 Gesamtlaufzeit- ECL (nicht wertgemindert) |
Stufe 3 Gesamtlaufzeit- ECL (wertgemindert) |
Gesamt |
| Bruttobuchwerte zum 1.10.2023 | 15,9 | 17,6 | 44,6 | 78,1 |
| Zugänge von Vermögenswerten | 1,1 | - | 2,7 | 3,8 |
| Abgänge von Vermögenswerten | - 15,4 | - 0,9 | - 3,5 | - 19,8 |
| Transfer in den Lifetime-Expected Loss (Stufe 2) | - | 12,9 | - 12,9 | - |
| Bruttobuchwerte zum 30.9.2024 | 1,6 | 29,6 | 30,9 | 62,1 |
| Bruttobuchwerte zum 1.10.2024 | 1,6 | 29,6 | 30,9 | 62,1 |
| Zugänge von Vermögenswerten | 4,4 | - | - | 4,4 |
| Abgänge von Vermögenswerten | - 1,0 | - 1,4 | - 7,1 | - 9,5 |
| Transfer in die wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte (Stufe 3) | - | - 28,2 | 28,2 | - |
| Bruttobuchwerte zum 30.9.2025 | 5,0 | - | 52,0 | 57,0 |
Es ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen bzw. Modifikationen. Es erfolgten drei Transfers in Höhe von insgesamt 28,2 Mio. € von Stufe 2 in Stufe 3 (Vorjahr ein Transfer von Stufe 3 in Stufe 2: 12,9 Mio. €).
|
Veränderung der Bruttobuchwerte der Klassen Sonstige Forderungen und Vermögenswerte und Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
||||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € |
Stufe 1 12-Monats-ECL |
Stufe 2 Gesamtlaufzeit- ECL (nicht wertgemindert) |
Stufe 3 Gesamtlaufzeit -ECL (wertgemindert) |
Gesamt |
| Bruttobuchwerte zum 1.10.2023 | 728,1 | 0,5 | 68,2 | 796,8 |
| Zugänge von Vermögenswerten | 751,6 | 0,1 | 19,9 | 771,6 |
| Abgänge von Vermögenswerten | - 634,3 | - 0,5 | - 4,8 | - 639,6 |
| Bruttobuchwerte zum 30.9.2024 | 845,4 | 0,1 | 83,3 | 928,8 |
| Bruttobuchwerte zum 1.10.2024 | 845,4 | 0,1 | 83,3 | 928,8 |
| Zugänge von Vermögenswerten | 517,6 | 0,2 | 9,4 | 527,2 |
| Abgänge von Vermögenswerten | - 671,5 | - | - 78,5 | - 750,0 |
| Transfer in die wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte (Stufe 3) | - 3,4 | - | 3,4 | - |
| Bruttobuchwerte zum 30.9.2025 | 688,1 | 0,3 | 17,6 | 706,0 |
Es ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen bzw. Modifikationen. Es erfolgte ein Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 (Vorjahr: kein Transfer). Zum Zeitpunkt des Zugangs waren keine neu ausgereichten oder erworbenen Instrumente wertgemindert.
| Veränderung der Bruttobuchwerte der Klasse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |
|---|---|
| Mio. € |
Gesamtlaufzeit-ECL, vereinfachter Ansatz |
| Bruttobuchwerte zum 1.10.2023 | 461,3 |
| Zugänge von Vermögenswerten | 454,6 |
| Abgänge von Vermögenswerten | - 461,3 |
| Bruttobuchwerte zum 30.9.2024 | 454,6 |
| Bruttobuchwerte zum 1.10.2024 | 454,6 |
| Zugänge von Vermögenswerten | 451,5 |
| Abgänge von Vermögenswerten | - 445,2 |
| Bruttobuchwerte zum 30.9.2025 | 460,9 |
Liquiditätsrisiko
Liquiditätsrisiken bestehen in möglichen finanziellen Engpässen und dadurch verursachten erhöhten Refinanzierungskosten. Vor dem Hintergrund der Zielsetzung der jederzeitigen Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit und der steten Erfüllung vertraglicher Zahlungsverpflichtungen sowie zur Vermeidung von finanziellen Engpässen ist ein TUI internes Liquiditätsmanagement etabliert. Hierzu nutzt das Liquiditätsmanagement des TUI Konzerns die Möglichkeiten des physischen und virtuellen Cash Pooling zur effizienteren Liquiditätsbündelung. Darüber hinaus werden Kreditlinien genutzt, um die aus dem touristischen Geschäft resultierenden saisonalen Schwankungen des Liquiditätsbestands zu kompensieren; Kernstück der Kreditlinien ist eine konsortiale, revolvierende Kreditfazilität in Höhe von 1,8 Mrd. €, zuzüglich einer Teilfazilität, die als Avallinie eingeräumt wurde.
Es wurden wie im Vorjahr keine nennenswerten Vermögenswerte als Sicherheiten für Verbindlichkeiten hinterlegt. Darüber hinaus haften die teilnehmenden Konzerngesellschaften gesamtschuldnerisch für finanzielle Verbindlichkeiten im Rahmen des automatisierten Cash Pooling.
Zum Bilanzstichtag haften 19 Gesellschaften der TUI Group gesamtschuldnerisch für die Finanzschulden der TUI AG aus der revolvierenden Kreditfazilität, der nachhaltigkeitsbezogenen Anleihe sowie der Schuldscheindarlehen.
In die nachfolgende Analyse der vertraglich vereinbarten (nicht diskontierten) Zahlungsströme wurden alle zum Bilanzstichtag bestehenden originären finanziellen Verbindlichkeiten einbezogen. Planzahlungen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Sofern finanzielle Verbindlichkeiten variabel verzinst sind, wurden zur Ermittlung der zukünftigen Zinszahlungen die am Bilanzstichtag maßgeblichen Forward-Zinssätze verwendet. Jederzeit kündbare finanzielle Verbindlichkeiten werden dem frühesten Laufzeitband zugeordnet.
In der Analyse der Zahlungsströme aus derivativen Finanzinstrumenten wurden für Fremdwährungssicherungen und Absicherung von Preisrisiken die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zahlungsströme nach Fälligkeit aller zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten einbezogen.
| Zahlungsströme Finanzinstrumente – Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten (30.9.2025) | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mittelabflüsse bis 30.9. | ||||||||
| Bis 1 Jahr | 1–2 Jahre | 2–5 Jahre | Über 5 Jahre | |||||
| Mio. € | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen |
| Finanzschulden | ||||||||
| Wandelanleihen | - 121,6 | - 13,0 | - | - 9,5 | - | - 28,5 | - 392,9 | - 9,5 |
| Anleihe | - 1,3 | - 29,4 | - | - 29,4 | - 497,8 | - 44,1 | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - 293,3 | - 52,8 | - 79,1 | - 28,3 | - 501,9 | - 46,1 | - 90,5 | - 14,9 |
| Sonstige Finanzschulden | - 4,4 | - 0,1 | - | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - 3.355,4 | - | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | - 144,6 | - 2,7 | - 20,1 | - 0,4 | - 0,2 | - | - | - |
| Leasingverbindlichkeiten | - 685,8 | - 92,5 | - 458,2 | - 85,6 | - 884,5 | - 138,7 | - 426,0 | - 232,2 |
| Zahlungsströme Finanzinstrumente – Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten (30.9.2024) | ||||||||
| Mittelabflüsse bis 30.9. | ||||||||
| Bis 1 Jahr | 1–2 Jahre | 2–5 Jahre | Über 5 Jahre | |||||
| Mio. € | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen |
| Finanzschulden | ||||||||
| Wandelanleihen | - 4,4 | - 15,4 | - | - 15,4 | - 107,9 | - 40,2 | - 379,7 | - 19,0 |
| Anleihe | - 1,3 | - 29,4 | - | - 29,4 | - 497,3 | - 73,4 | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - 348,7 | - 40,0 | - 114,3 | - 27,1 | - 266,0 | - 44,9 | - 178,4 | - 30,4 |
| Sonstige Finanzschulden | - 4,4 | - 0,1 | - | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - 3.393,2 | - | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | - 125,1 | - 0,2 | - 30,7 | - 2,2 | - 12,6 | - 0,4 | - | - |
| Leasingverbindlichkeiten | - 582,4 | - 117,4 | - 510,1 | - 95,5 | - 1.037,5 | - 185,9 | - 509,8 | - 263,3 |
| Zahlungsströme derivativer Finanzinstrumente (30.9.2025) | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mittelzu- und -abflüsse bis 30.9. | ||||
| Mio. € | Bis 1 Jahr | 1–2 Jahre | 2–5 Jahre | Über 5 Jahre |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte – Zuflüsse | + 3.368,7 | + 744,1 | + 11,9 | - |
| Sicherungsgeschäfte – Abflüsse | - 3.562,5 | - 761,9 | - 12,5 | - |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente - Zuflüsse | + 1.013,1 | + 0,4 | - | - |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente - Abflüsse | - 1.025,6 | - 0,4 | - | - |
| Zahlungsströme derivativer Finanzinstrumente (30.9.2024) | ||||
| Mittelzu- und -abflüsse bis 30.9. | ||||
| Mio. € | Bis 1 Jahr | 1–2 Jahre | 2–5 Jahre | Über 5 Jahre |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte – Zuflüsse | + 6.539,9 | + 991,7 | + 5,8 | - |
| Sicherungsgeschäfte – Abflüsse | - 6.920,0 | - 1.026,8 | - 5,6 | - |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente - Zuflüsse | + 2.927,6 | + 6,1 | - | - |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente - Abflüsse | - 3.001,7 | - 6,1 | - | - |
Unter den als sonstige derivative Finanzinstrumente aufgeführten derivativen Finanzinstrumenten werden Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 ausgewiesen.
Zu der Sicherungsstrategie und dem Risikomanagement siehe auch die Ausführungen im Abschnitt „Risikobericht“ des Lageberichts.
Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte
Strategie und Ziele
Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten ist gemäß den Ausführungsbestimmungen des TUI Konzerns erlaubt, wenn ihnen bilanzierte Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, vertragliche Ansprüche oder Verpflichtungen (Firm Commitments) bzw. geplante Transaktionen (Forecast Transactions) zugrunde liegen. Dabei wird die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nach den Regelungen des IFRS 9 insbesondere im Rahmen der Sicherung von geplanten Transaktionen angewandt. Bis zum 31. März 2024 kamen die Regelungen des IAS 39 zur Anwendung. Sicherungsbeziehungen bestanden im Berichtsjahr zur Absicherung von Zahlungsströmen.
Zur Begrenzung der Währungs-, Zins- und Treibstoffpreisrisiken können derivative Finanzinstrumente in Form von Festpreis- und Optionsgeschäften sowie strukturierten Produkten eingesetzt werden.
Zum 30. September 2025 sind keine Sicherungsgeschäfte mehr im Bestand, die aus dem Hedge Accounting im Rahmen der COVID-19-Pandemie de-designiert werden mussten. Zum 30. September 2024 bestanden ausschließlich Zinssicherungsgeschäfte, die von diesen De-Designationen betroffen waren. Der Fair Value der reklassifizierten Zinssicherungen betrug zum 30. September 2024 0,8 Mio. € bei einem Nominalvolumen von 46,0 Mio. €.
Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen
Zum 30. September 2025 bestanden Sicherungsgeschäfte in bilanziellen Sicherungsbeziehungen gemäß IFRS 9 zur Absicherung von Zahlungsströmen in Fremdwährung mit Laufzeiten von bis zu drei Jahren (Vorjahr bis zu drei Jahre). Die Laufzeiten der Sicherungsgeschäfte in bilanziellen Sicherungsbeziehungen gemäß IFRS 9 zur Absicherung von Preisrisiken bei Treibstoffen betragen bis zu drei Jahre (Vorjahr bis zu zwei Jahre). Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von variablen Zinszahlungsverpflichtungen, die nach IFRS 9 in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung designiert sind, sind im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder im Bestand (Vorjahr keine). Die Laufzeiten der Zinssicherungsgeschäfte betragen bis zu fünf Jahre. Die Auswirkung auf das Periodenergebnis aus der Realisierung von Derivaten, die in bilanzielle Sicherungsbeziehungen designiert wurde, erfolgt zum Zeitpunkt des Eintritts des Grundgeschäfts.
| Nominalwerte der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.9.2025 | 30.9.2024 | |||||||||
| Restlaufzeit | Restlaufzeit | |||||||||
| Mio. € |
Bis 1 Jahr |
Über 1 Jahr |
Gesamt |
Durchschnittlicher Sicherungskurs / -preis |
Durchschnittlicher Sicherungszins |
Bis 1 Jahr |
Über 1 Jahr |
Gesamt |
Durchschnittlicher Sicherungskurs / -preis |
Durchschnittlicher Sicherungszins |
| Zinsinstrumente | ||||||||||
| Caps/Floors | - | - | - | - | - | - | - | - | ||
| Swaps | - | 120,5 | 120,5 | - | - | - | ||||
| Payer in EUR | - | 120,5 | 120,5 | 2,22 | - | - | - | - | ||
| Payer in USD | - | - | - | - | - | - | - | - | ||
| Währungsinstrumente | ||||||||||
| Termingeschäfte | 6.159,7 | 1.313,9 | 7.473,6 | 6.628,4 | 1.444,2 | 8.072,6 | ||||
|
Termingeschäfte EUR / GBP |
2.465,4 | 97,3 | 2.562,7 | 1,1562 | 2.572,1 | 328,7 | 2.900,8 | 1,1526 | ||
|
Termingeschäfte EUR / USD |
1.103,1 | 494,6 | 1.597,7 | 0,8902 | 1.225,7 | 517,1 | 1.742,8 | 0,9053 | ||
|
Termingeschäfte GBP / USD |
1.623,1 | 483,6 | 2.106,7 | 0,7693 | 1.745,9 | 444,0 | 2.189,9 | 0,7902 | ||
|
Termingeschäfte EUR / SEK |
276,3 | 115,6 | 391,9 | 0,0892 | 242,7 | 87,0 | 329,7 | 0,0875 | ||
| Sonstige Währungen | 691,8 | 122,8 | 814,6 | 842,0 | 67,4 | 909,4 | ||||
| Wareninstrumente | ||||||||||
| Swaps | 762,9 | 200,6 | 963,5 | 963,4 | 228,2 | 1.191,6 | ||||
| Flugzeugtreibstoffe | 723,0 | 187,0 | 910,0 | 603,60 | 915,5 | 216,4 | 1.131,9 | 712,80 | ||
| Schiffstreibstoffe | 39,9 | 13,6 | 53,5 | 480,80 | 47,9 | 11,8 | 59,7 | 548,44 | ||
| Sonstige Treibstoffe | - | - | - | - | - | - | - | - | ||
|
Sonstige derivative Finanzinstrumente¹ |
3.510,9 | 17,9 | 3.528,8 | 3.819,5 | 51,9 | 3.871,4 | ||||
| ¹ Einschließlich eingebettete Derivate | ||||||||||
Unter den sonstigen derivativen Finanzinstrumenten sind die Nominalwerte der derivativen Finanzinstrumente, die nicht für das Hedge Accounting designiert sind, dargestellt. Der TUI Konzern schließt derivative Finanzinstrumente ausschließlich zu Sicherungszwecken ab. In Abhängigkeit von der Art des abgesicherten Grundgeschäfts wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, für die Sicherungsbeziehung Hedge Accounting nach IFRS 9 anzuwenden.
Die Nominalwerte entsprechen der Summe aller den Geschäften zugrunde liegenden Kauf- und Verkaufbeträge bzw. den jeweiligen Kontraktwerten der Geschäfte.
Zur Absicherung der Risiken schwankender zukünftiger Zahlungsströme aus Fremdwährungen, Zinsen und Treibstoffpreisen werden im TUI Konzern regelmäßig Sicherungsinstrumente abgeschlossen. Die kumulierten Wertänderungen der hochwahrscheinlich geplanten Transaktionen, das heißt die Grundgeschäfte, werden zur Bestimmung der ineffektiven Anteile von Sicherungsinstrumenten, die als Cash Flow Hedges designiert werden, herangezogen. Bei der Designation von Cash Flow Hedges wird bei Devisentermingeschäften zum Teil das Terminelement nicht als Sicherungsinstrument in das Hedge Accounting designiert. Für Devisentermingeschäfte, die ab dem 01. April 2024 abgeschlossen und als Cash Flow Hedges bilanziert werden, wird die Terminkomponente in der Cost-of-Hedging-Rücklage aufgeführt und in den relevanten Tabellen entsprechend ausgewiesen. Zum Ende des Kalenderjahres 2025 werden sich im TUI Konzern keine als Cash Flow Hedge designierten Devisentermingeschäfte mehr im Bestand befinden, deren Terminkomponente nicht in der Cost-of-Hedging-Rücklage ausgewiesen wird. Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 werden in sämtlichen relevanten Tabellen separat unter den sonstigen derivativen Finanzinstrumenten aufgeführt.
| Angaben zu Grundgeschäften von Cash Flow Hedges | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.9.2025 | 30.9.2024 | |||||||
| Mio. € | Fair-Value-Änderungen zur Ermittlung von Ineffektivitäten | Stand der Hedging-Rücklage aktiver Cash Flow Hedges | Stand der Cost-of-Hedging-Rücklage aktiver Cash Flow Hedges | Hedging-Rücklage beendeter Cash Flow Hedges | Fair-Value-Änderungen zur Ermittlung von Ineffektivitäten |
Stand der Hedging-Rücklage aktiver Cash Flow Hedges |
Stand der Cost-of-Hedging-Rücklage aktiver Cash Flow Hedges |
Hedging-Rücklage beendeter Cash Flow Hedges |
| Absicherung des Zinsrisikos | 0,9 | - 0,8 | - | - 6,5 | - | - | - | - 11,8 |
| Absicherung des Währungsrisikos | 132,5 | - 132,1 | - 1,0 | - | 232,7 | - 239,2 | 5,7 | - |
| Absicherung des Treibstoffpreisrisikos | 10,5 | - 14,1 | - | - 4,8 | 119,0 | - 119,3 | - | - 11,3 |
| Sicherungsgeschäfte | 143,9 | - 147,0 | - 1,0 | - 11,3 | 351,7 | - 358,5 | 5,7 | - 23,1 |
| Gesamt | 143,9 | - 147,0 | - 1,0 | - 11,3 | 351,7 | - 358,5 | 5,7 | - 23,1 |
Bei der Bilanzierung von als Cash Flow Hedge designierten Sicherungsgeschäften sind die effektiven Anteile der Sicherungsbeziehungen erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis auszuweisen. Alle darüber hinausgehenden Änderungen der Marktwerte der designierten Komponenten werden als Ineffektivitäten erfolgswirksam in den Umsatzkosten erfasst. Nachfolgend wird die Entwicklung des sonstigen Ergebnisses im Geschäftsjahr 2025 dargestellt.
| Entwicklung des Sonstigen Ergebnisses | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.9.2025 | 30.9.2024 | |||||||||
| Mio. € |
Zinsrisiko Hedging-Rücklage |
Währungs-risiko Hedging-Rücklage |
Währungs-risiko Cost-of-Hedging-Rücklage |
Treibstoffpreisrisiko Hedging-Rücklage |
Gesamt |
Zinsrisiko Hedging-Rücklage |
Währungs-risiko Hedging-Rücklage |
Währungs-risiko Cost-of-Hedging-Rücklage |
Treibstoffpreisrisiko Hedging-Rücklage |
Gesamt |
| Stand am 1.10.2024 / 1.10.2023 | - 11,8 | - 239,2 | 5,7 | - 130,6 | - 375,9 | - 13,2 | 78,7 | - | 150,1 | 215,6 |
| Klassifizierung in die Cash-Flow-Hedge-Rücklage | - 0,8 | - 37,0 | - 28,8 | 9,3 | - 57,3 | - 5,5 | - 376,3 | 5,7 | - 193,5 | - 569,6 |
| Aufgrund von Marktwertänderungen von Neugeschäft | - 0,8 | - 83,8 | - 6,4 | 4,9 | - 86,1 | - | - 245,5 | 5,7 | - 147,8 | - 387,6 |
| Aufgrund von Marktwertänderungen im abgeschlossenen Geschäftsjahr | - | 46,8 | - 22,4 | 4,4 | 28,8 | - 5,5 | - 130,8 | - | - 45,7 | - 182,0 |
| Reklassifizierung aus der Cash-Flow-Hedge-Rücklage in die GuV | 5,3 | 144,1 | 22,1 | 102,4 | 273,9 | 6,9 | 58,4 | - | - 87,2 | - 21,9 |
| Aufgrund vorzeitiger Beendigung der Sicherungsbeziehung | - | - 10,6 | 4,5 | - 4,3 | - 10,4 | - | 7,0 | - | - | 7,0 |
| Aufgrund der Realisierung des Grundgeschäfts | 5,3 | 154,7 | 17,6 | 106,7 | 284,3 | 6,9 | 51,4 | - | - 87,2 | - 28,9 |
| Stand am 30.09.2025 / 30.09.2024 | - 7,3 | - 132,1 | - 1,0 | - 18,9 | - 159,3 | - 11,8 | - 239,2 | 5,7 | - 130,6 | - 375,9 |
Die Tabelle „Entwicklung des Sonstigen Ergebnisses“ zeigt die Veränderungen inklusive Fremdwährungseffekte und ist daher nicht direkt mit der Gesamtergebnisrechnung abstimmbar.
Aus Fremdwährungssicherungen und derivativen Finanzinstrumenten zur Absicherung von Treibstoffpreisrisiken wurde im Berichtszeitraum ein Aufwand in Höhe von 279,1 Mio. € (Vorjahr Ertrag in Höhe von 35,8 Mio. €) in den Umsatzkosten erfasst. Aus Zinssicherungsgeschäften resultiert ein Aufwand in Höhe von 5,3 Mio. € (Vorjahr Aufwand in Höhe von 6,9 Mio. €), der im Zinsergebnis ausgewiesen wird. Die ergebniswirksame Erfassung der Aufwände respektive Erträge aus den Sicherungsgeschäften erfolgt bei Eintritt der korrespondierenden Grundgeschäfte durch Reklassifizierung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Beträge in die Gewinn- und Verlustrechnung.
Aus dem ineffektiven Anteil der Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Zahlungsströmen wurde ein Aufwand in Höhe von 4,9 Mio. € (Vorjahr Aufwand in Höhe von 22,3 Mio. €) erfasst.
Beizulegende Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente
Die beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten entsprechen grundsätzlich dem Marktwert. Der für alle derivativen Finanzinstrumente ermittelte Marktpreis ist der Preis, der im Zuge eines geordneten Geschäftsvorfalls unter Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswerts vereinnahmt werden könnte bzw. bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen wäre. Eine Beschreibung der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt im Rahmen der Darstellung der Einstufung der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente.
|
Positive und negative Zeitwerte der als Forderungen bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesenen derivativen Finanzinstrumente |
||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.9.2025 | 30.9.2024 | |||||||||||
| Mio. € | Forderungen | Verbindlichkeiten |
FV-Änderung zur Ermittlung von Ineffektivitäten – designiert – |
FV-Änderung zur Ermittlung der Cost-of-Hed- ging-Rück-lage |
FV-Änderung des Grundgeschäfts |
Nominalvolumen | Forderungen | Verbindlichkeiten |
FV-Änderung zur Ermittlung von Ineffektivitäten – designiert – |
FV-Änderung zur Ermittlung der Cost-of-Hed- ging- Rücklage |
FV-Änderung des Grundgeschäfts |
Nominalvolumen |
| Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Zahlungsströmen | ||||||||||||
| für Währungsrisiken | 61,6 | 195,3 | - 132,6 | - 1,0 | 132,5 | 7.473,6 | 9,5 | 250,8 | - 247,9 | 5,7 | 232,7 | 8.072,6 |
| für andere Treibstoffpreisrisiken | 12,5 | 31,2 | - 18,7 | - | 10,5 | 963,6 | 0,2 | 132,6 | - 132,4 | - | 119,0 | 1.191,6 |
| für Zinsrisiken | - | 0,8 | - 0,8 | - | 0,9 | 120,5 | - | - | - | - | - | - |
| Sicherungsgeschäfte | 74,1 | 227,3 | - 152,1 | - 1,0 | 143,9 | 8.557,7 | 9,7 | 383,4 | - 380,3 | 5,7 | 351,7 | 9.264,2 |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente¹ | 42,8 | 13,1 | - | - | - | 3.528,8 | 21,1 | 76,0 | - | - | - | 3.871,4 |
| Gesamt | 116,9 | 240,4 | - 152,1 | - 1,0 | 143,9 | 12.086,5 | 30,8 | 459,4 | - 380,3 | 5,7 | 351,7 | 13.135,6 |
| ¹ Einschließlich eingebettete Derivate | ||||||||||||
Finanzinstrumente, die zwar nach betriebswirtschaftlichen Kriterien zur Sicherung einer Risikoposition abgeschlossen werden, jedoch nicht die Anforderungen des IFRS 9 für die Bildung von bilanziellen Sicherungszusammenhängen erfüllen, werden analog zu Sicherungsinstrumenten die freiwillig nicht im Hedge Accounting designiert sind als sonstige derivative Finanzinstrumente ausgewiesen. Hierzu zählen insbesondere Fremdwährungsgeschäfte, die abgeschlossen wurden, um wechselkursinduzierte Wertänderungen von Bilanzposten und Wechselkursschwankungen aus zukünftigen touristischen Aufwendungen abzusichern.
Finanzinstrumente – Zusätzliche Angaben
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte
Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, die markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren. Bei kurzfristigen Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten entspricht der Buchwert aufgrund der kurzen Restlaufzeit näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.
| Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungsansätzen des IFRS 9 zum 30.9.2025 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | ||||||
| Mio. € |
Buchwert Bilanz |
Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert – erfolgsneutral ohne Recycling | Beizulegender Zeitwert – erfolgsneutral mit Recycling | Beizulegender Zeitwert – erfolgswirksam | Beizulegender Zeitwert Finanzinstrumente |
| Aktiva | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | ||||||
| davon Instrumente im Anwendungsbereich des IFRS 9 | 1.155,9 | 1.135,1 | - | - | 21,2 | 1.155,0 |
| davon Instrumente im Anwendungsbereich des IFRS 16 | - | - | - | - | - | - |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||||
| Sicherungsgeschäfte | 74,1 | - | - | 74,1 | - | 74,1 |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente¹ | 42,8 | - | - | - | 42,8 | 42,8 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 24,5 | 12,1 | 11,5 | - | 0,9 | 24,5 |
| Finanzmittel | 3.120,2 | 1.964,6 | - | - | 1.155,8 | 3.120,4 |
| Passiva | ||||||
| Finanzschulden | 1.982,8 | 1.987,2 | - | - | - | 2.175,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.355,4 | 3.356,2 | - | - | - | 3.356,2 |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||||
| Sicherungsgeschäfte | 227,3 | - | - | 227,3 | - | 227,3 |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 13,1 | - | - | - | 13,1 | 13,1 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 164,9 | 165,2 | - | - | - | 165,2 |
| ¹ Einschließlich eingebettete Derivate | ||||||
| Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungsansätzen des IFRS 9 zum 30.9.2024 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | ||||||
| Mio. € |
Buchwert Bilanz |
Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert – erfolgsneutral ohne Recycling | Beizulegender Zeitwert – erfolgsneutral mit Recycling | Beizulegender Zeitwert – erfolgswirksam | Beizulegender Zeitwert Finanzinstrumente |
| Aktiva | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | ||||||
| davon Instrumente im Anwendungsbereich des IFRS 9 | 1.276,6 | 1.276,6 | - | - | - | 1.261,1 |
| davon Instrumente im Anwendungsbereich des IFRS 16 | 0,8 | - | - | - | - | 0,9 |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||||
| Sicherungsgeschäfte | 9,7 | - | - | 9,7 | - | 9,7 |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente¹ | 21,1 | - | - | - | 21,1 | 21,1 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 64,6 | 53,4 | 10,3 | - | 0,9 | 61,8 |
| Finanzmittel | 2.848,2 | 1.894,7 | - | - | 953,5 | 2.848,2 |
| Passiva | ||||||
| Finanzschulden | 1.902,4 | 1.902,4 | - | - | - | 1.914,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.393,2 | 3.393,2 | - | - | - | 3.393,2 |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||||
| Sicherungsgeschäfte | 383,4 | - | - | 383,4 | - | 383,4 |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 76,0 | - | - | - | 76,0 | 76,0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 168,4 | 168,4 | - | - | - | 169,7 |
| ¹ Einschließlich eingebettete Derivate | ||||||
Die in den vorangegangenen Tabellen in der Spalte „Buchwert Bilanz“ (wie in der Bilanz ausgewiesen) ausgewiesenen Beträge können sich von denen in den anderen Spalten einer bestimmten Zeile unterscheiden, da letztere alle Finanzinstrumente enthalten. Das heißt, dass die letzteren Spalten Finanzinstrumente enthalten, die Teil der Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 sind. In der Bilanz werden Finanzinstrumente, die Teil einer Veräußerungsgruppe sind, in separaten Posten ausgewiesen. Sofern solche Finanzinstrumente enthalten sind, werden weitere Einzelheiten zu diesen Finanzinstrumenten in den Abschnitten „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ und „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten“ erläutert.
Bei den erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Instrumenten innerhalb der Klasse sonstige finanzielle Vermögenswerte handelt es sich um für mittel- bis langfristige strategische Zielsetzungen gehaltene Beteiligungen. Eine Erfassung aller kurzfristigen Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts in der Gewinn- und Verlustrechnung würde nicht im Einklang mit der Strategie des Konzerns stehen, sodass eine Designation dieser Eigenkapitalinstrumente zu der Kategorie „Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert“ erfolgte.
| Aggregation nach Bewertungskategorien des IFRS 9 zum 30.9.2025 | ||
|---|---|---|
| Mio. € |
Buchwert Finanzinstrumente Gesamt |
Beizulegender Zeitwert |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | 3.111,8 | 3.110,5 |
| zum beizulegenden Zeitwert – erfolgsneutral ohne Recycling | 11,5 | 11,5 |
| zum beizulegenden Zeitwert – erfolgswirksam | 1.220,7 | 1.220,7 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | 5.508,6 | 5.696,9 |
| zum beizulegenden Zeitwert – erfolgswirksam | 13,1 | 13,1 |
| Aggregation nach Bewertungskategorien des IFRS 9 zum 30.9.2024 | ||
| Mio. € |
Buchwert Finanzinstrumente Gesamt |
Beizulegender Zeitwert |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | 3.224,7 | 3.211,5 |
| zum beizulegenden Zeitwert – erfolgsneutral ohne Recycling | 10,3 | 10,3 |
| zum beizulegenden Zeitwert – erfolgswirksam | 975,5 | 975,5 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | 5.464,0 | 5.477,5 |
| zum beizulegenden Zeitwert – erfolgswirksam | 76,0 | 76,0 |
Bewertung zum Fair Value
Die folgende Übersicht stellt die beizulegenden Zeitwerte der wiederkehrend, nicht wiederkehrend und sonstigen zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente entsprechend dem zugrunde liegenden Bewertungslevel dar. Die einzelnen Bewertungslevel sind entsprechend den Inputfaktoren wie folgt definiert:
- Level 1: quotierte (nicht angepasste) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten
- Level 2: Inputfaktoren für die Bewertung sind andere als die in Level 1 genannten Marktpreisnotierungen, die entweder direkt (als Marktpreisnotierung) oder indirekt (von Marktpreisnotierungen ableitbar) für den Vermögenswert oder die Schuld am Markt beobachtbar sind.
- Level 3: Inputfaktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Schuld basieren nicht auf beobachtbaren Marktdaten.
| Einstufung der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente zum 30.9.2025 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Fair-Value-Hierarchie | ||||
| Mio. € | Gesamt | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
| Aktiva | ||||
| Sonstige Forderungen | 21,2 | - | - | 21,2 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 12,4 | - | - | 12,4 |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | 74,1 | - | 74,1 | - |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente¹ | 42,8 | - | 42,8 | - |
| Finanzmittel | 1.155,8 | 1.155,8 | - | - |
| Passiva | ||||
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | 227,3 | - | 227,3 | - |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 13,1 | - | 13,1 | - |
| ¹ Einschließlich eingebettete Derivate | ||||
| Einstufung der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente zum 30.9.2024 | ||||
| Fair-Value-Hierarchie | ||||
| Mio. € | Gesamt | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
| Aktiva | ||||
| Sonstige Forderungen | - | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 11,2 | - | - | 11,2 |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | 9,7 | - | 9,7 | - |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente¹ | 21,1 | - | 21,1 | - |
| Finanzmittel | 953,5 | 953,5 | - | - |
| Passiva | ||||
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | 383,4 | - | 383,4 | - |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 76,0 | - | 76,0 | - |
| ¹ Einschließlich eingebettete Derivate | ||||
Es wird zum Ende jeder Berichtsperiode geprüft, ob es Gründe für eine Umgliederung in ein oder aus einem Bewertungslevel gibt. Grundsätzlich werden finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten von Level 1 in Level 2 umgegliedert, wenn die Liquidität und die Handelsaktivität nicht mehr länger auf einen aktiven Markt schließen lassen. Dies gilt entsprechend umgekehrt für etwaige Übertragungen von Level 2 in Level 1. Im Berichtszeitraum fanden keine Übertragungen zwischen Level 1 und Level 2 statt.
Umgliederungen aus Level 3 in Level 2 oder Level 1 werden vorgenommen, sobald beobachtbare Marktpreisnotierungen für den betroffenen Vermögenswert oder die Schuld verfügbar werden. Es gab im aktuellen Geschäftsjahr keine Übertragungen aus der oder in die Bewertungsstufe Level 3. TUI erfasst Übertragungen in und aus Level 3 an dem Tag des Ereignisses oder des Anlasses, der die Übertragung verursacht hat.
Finanzinstrumente in Level 1
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die ein aktiver Markt verfügbar ist, basiert auf der Marktpreisnotierung am Abschlussstichtag. Ein aktiver Markt ist vorhanden, wenn Preisnotierungen von einer Börse, Händlern, Maklern, Preisdienstleistern oder Regulierungsbehörden leicht und regelmäßig verfügbar sind und diese Preise tatsächliche und regelmäßig stattfindende Markttransaktionen zwischen unabhängigen Geschäftspartnern wiedergeben. Diese Finanzinstrumente werden dem Level 1 zugeordnet. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit den Kursnotierungen am Abschlussstichtag. Die Finanzinstrumente des Level 1 beinhalten zum 30. September 2025 ausschließlich zum beizulegenden Zeitwert bewertete Anteile an Geldmarktfonds.
Finanzinstrumente in Level 2
Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden, zum Beispiel Over-the-Counter-Derivate (OTC-Derivate), werden mittels spezifischer Bewertungstechniken bestimmt. Diese Bewertungstechniken maximieren die Verwendung von beobachtbaren Marktdaten und beruhen so wenig wie möglich auf konzernspezifischen Annahmen. Wenn alle wesentlichen Inputfaktoren zur Zeitwertbestimmung eines Instruments beobachtbar sind, wird das Instrument dem Level 2 zugeordnet.
Wenn einer oder mehrere der wesentlichen Inputfaktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, wird das Instrument dem Level 3 zugeordnet.
Als spezifische Bewertungstechniken zur Bewertung von Finanzinstrumenten werden eingesetzt:
- Für nicht börsennotierte Anleihen, Fremdkapitalkomponenten von Options- und Wandelanleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen und sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten sowie bei langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und langfristigen sonstigen Forderungen wird der beizulegende Zeitwert als Barwert der zukünftigen Zahlungsströme unter Berücksichtigung von beobachtbaren Zinsstrukturkurven und des jeweils bonitätsabhängigen Kreditrisikoaufschlags (Credit Spread) ermittelt.
- Bei nicht börsengehandelten Derivaten (einschließlich eingebettete Derivate) wird der beizulegende Zeitwert durch geeignete finanzmathematische Methoden, zum Beispiel durch Diskontierung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme, bestimmt. Die Terminkurse bzw. -preise von Termingeschäften richten sich nach den Kassakursen und -preisen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte abgeschlossener optionaler Finanzinstrumente basiert auf finanzmathematischen Optionspreismodellen. Periodisch erfolgt ein Abgleich der mit den eigenen Systemen ermittelten Marktwerte mit Marktwertbestätigungen der externen Vertragspartner.
Finanzinstrumente in Level 3
Die folgende Tabelle zeigt die Wertentwicklung der wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente, die dem Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet werden.
| Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte in Level 3 | ||
|---|---|---|
| Mio. € |
Sonstige Forderungen IFRS 9 |
Sonstige finanzielle Vermögenswerte IFRS 9 |
| Stand zum 1.10.2023 | 38,9 | 10,8 |
| Abgänge | - 39,1 | - |
| durch Zahlung | - 39,1 | - |
| Gewinn oder Verlust aus Bewertung im Geschäftsjahr | 0,2 | 0,9 |
| davon in der Gewinn- und Verlustrechnung | 0,2 | - |
| davon in den sonstigen Ergebnissen (erfolgsneutral) | - | 0,9 |
| Fremdwährungseffekte | - | - 0,5 |
| Stand zum 30.9.2024 | - | 11,2 |
| Stand zum 1.10.2024 | - | 11,2 |
| Zugänge | 26,2 | - |
| aus Vertragsänderung | 23,1 | - |
| aus Verkauf | 3,1 | - |
| Gewinn oder Verlust aus Bewertung im Geschäftsjahr | - 5,0 | 2,2 |
| davon in der Gewinn- und Verlustrechnung | - 5,0 | - |
| davon in den sonstigen Ergebnissen (erfolgsneutral) | - | 2,2 |
| Fremdwährungseffekte | - | - 1,0 |
| Stand zum 30.9.2025 | 21,2 | 12,4 |
Bewertungsprozess
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Finanzinstrumente im Level 3 erfolgt mittels Discounted-Cash-Flow-Verfahren durch den Finanzbereich des TUI Konzerns. Dabei werden die für die Bewertung benötigten Marktdaten und Parameter erhoben bzw. validiert. Die nicht beobachtbaren Inputparameter werden auf Grundlage der intern verfügbaren Informationen überprüft und gegebenenfalls aktualisiert.
Ein bei den sonstigen Forderungen ausgewiesenes Darlehen an die Atlantica Gruppe wird zum 30. September 2025 erstmalig in der Level-3-Bewertung berücksichtigt. Der beizulegende Zeitwert basiert auf wesentlichen nicht beobachtbaren Inputparametern, insbesondere einem WACC von 8,11 %, einer durchschnittlichen EBITDA-Marge von 54,5 % sowie einer langfristigen Wachstumsrate von 1 %. Eine hypothetische Anpassung des WACC um +/- 100 Basispunkte sowie der erwarteten Cash Flows um + / - 10 % hätte erfolgswirksame Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts beim WACC von -1,8 Mio. € / 2,4 Mio. € bzw. 1,6 Mio. € / -1,6 Mio. € bei den zu erwartenden Cash Flows zur Folge gehabt.
Grundsätzlich beziehen sich die nicht beobachtbaren Inputparameter bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten auf folgende Parameter: Die (geschätzte) EBITDA-Marge liegt in einer Bandbreite zwischen 24,1 % und 34,8 % (Vorjahr -5,9 % bis 34,8 %). Die ewige Wachstumsrate beläuft sich auf 1 % (Vorjahr 1 %). Die gewichteten Kapitalkosten (WACC) liegen bei 9,32 % (Vorjahr 10,08 %). Auf detaillierte Angaben wurde aufgrund der Wesentlichkeit verzichtet. Mit Ausnahme des WACCs besteht zwischen den Inputfaktoren und dem beizulegenden Zeitwert eine positive Korrelation.
In den unter Sonstige finanzielle Vermögenswerte klassifizierten Finanzinstrumenten sind Anteile an Kapitalgesellschaften enthalten. Insgesamt beträgt der beizulegende Zeitwert dieser Finanzinvestitionen 11,5 Mio. € (Vorjahr 10,3 Mio. €). Im Berichtsjahr wurden keine wesentlichen dieser strategischen Finanzinvestitionen veräußert. Aus diesen Finanzinvestitionen resultierten im Berichtszeitraum Dividendenzahlungen in Höhe von 2,8 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €).
Ergebniseffekte
Sowohl die Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung der als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte als auch die effektiven Anteile der Marktwertänderungen von im Rahmen des Cash Flow Hedge Accounting designierten Derivaten sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung aufgeführt.
Die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 stellen sich wie folgt dar:
| Nettoergebnisse der Finanzinstrumente | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2025 | 2024 | |||||||
| Mio. € | aus Zinsen | übriges Nettoergebnis | Erträge und Aufwendungen aus Gebühren | Nettoergebnis | aus Zinsen | übriges Nettoergebnis | Erträge und Aufwendungen aus Gebühren | Nettoergebnis |
| Finanzielle Vermögenswerte | 68,9 | 16,5 | - 70,6 | 14,8 | 42,3 | 14,3 | - 68,2 | - 11,6 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | 68,9 | 16,5 | - 70,6 | 14,8 | 42,3 | 14,3 | - 68,2 | - 11,6 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | - 185,7 | - 150,9 | - 10,2 | - 346,8 | - 210,6 | - 107,7 | - 6,3 | - 324,6 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - 185,7 | - 150,9 | - 10,2 | - 346,8 | - 210,6 | - 107,7 | - 6,3 | - 324,6 |
| Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | - | - 6,0 | - | - 6,0 | - | - 120,3 | - | - 120,3 |
| Gesamt | - 116,8 | - 140,4 | - 80,8 | - 338,0 | - 168,3 | - 213,7 | - 74,5 | - 456,5 |
Die Darstellung der Tabelle wurde im Vergleich zum Vorjahr angepasst. Die Spalte „Erträge und Aufwendungen aus Gebühren“ wurde ergänzt. Das Nettoergebnis der „Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam“ erfolgt ohne Aufteilung in Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Die Anpassung des im Vorjahr brutto dargestellten und veröffentlichten Betrags in Höhe von insgesamt -58,7 Mio. € resultiert aus einer Korrektur bei der Ermittlung der einzubeziehenden Aufwendungen und Erträge.
Saldierung
| Saldierung finanzieller Vermögenswerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In der Bilanz nicht saldierte finanzielle Vermögenswerte und Schulden | ||||||
| Mio. € |
Bruttowert der finanziellen Forderungen |
Bruttowert der saldierten finanziellen Verbindlichkeiten | In der Bilanz ausgewiesene Nettobeträge der saldierten finanziellen Forderungen | Finanzielle Verbindlichkeiten | Erhaltene Sicherheiten | Nettobetrag |
| Finanzielle Vermögenswerte zum 30.9.2025 | ||||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 116,9 | - | 116,9 | 87,0 | - | 29,9 |
| Finanzmittel | 3.120,2 | - | 3.120,2 | - | - | 3.120,2 |
| Finanzielle Vermögenswerte zum 30.9.2024 | ||||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 30,8 | - | 30,8 | 15,0 | - | 15,8 |
| Finanzmittel | 2.848,2 | - | 2.848,2 | - | - | 2.848,2 |
| Saldierung finanzieller Verbindlichkeiten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In der Bilanz nicht saldierte finanzielle Vermögenswerte und Schulden | ||||||
| Mio. € |
Bruttowert der finanziellen Verbindlichkeiten |
Bruttowert der saldierten finanziellen Forderungen | In der Bilanz ausgewiesene Nettobeträge der saldierten finanziellen Verbindlichkeiten | Finanzielle Forderungen | Gewährte Sicherheiten | Nettobetrag |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum 30.9.2025 | ||||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 240,4 | - | 240,4 | 87,0 | - | 153,4 |
| Finanzschulden | 1.982,8 | - | 1.982,8 | - | - | 1.982,8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum 30.9.2024 | ||||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 459,4 | - | 459,4 | 15,0 | - | 444,4 |
| Finanzschulden | 1.902,4 | - | 1.902,4 | - | - | 1.902,4 |
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden bilanziell nur dann saldiert, wenn am Abschlussstichtag ein rechtlich durchsetzbarer Anspruch auf Verrechnung besteht und ein Ausgleich auf Nettobasis beabsichtigt ist.
Den Kontrakten auf derivative Finanzinstrumente liegen standardisierte Rahmenverträge für Finanztermingeschäfte (unter anderem ISDA Master Agreement, deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte) zugrunde, die einen bedingten Anspruch auf Verrechnung bei Eintritt bestimmter künftiger definierter Ereignisse begründen. Entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen werden in diesem Fall sämtliche mit der entsprechenden Gegenpartei kontrahierten Derivate mit positivem bzw. negativem Marktwert miteinander verrechnet, sodass eine Nettoforderung oder -schuld in Höhe des Saldos verbleibt. Da dieser bedingte Anspruch auf Saldierung im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nicht durchsetzbar ist und somit die Kriterien für eine Saldierung nicht erfüllt sind, werden die derivativen finanziellen Vermögenswerte und Schulden am Abschlussstichtag mit ihren Bruttobeträgen in der Bilanz ausgewiesen.
Finanzielle Vermögenswerte und Schulden im Rahmen des Cash Pooling werden saldiert ausgewiesen, wenn ein Anspruch auf Saldierung im gewöhnlichen Geschäftsverkehr besteht und der Konzern die Absicht hat, einen Ausgleich auf Nettobasis vorzunehmen. Diese Finanzinstrumente sind in den Bilanzpositionen der oben gezeigten Tabellen enthalten. Der Bruttobetrag dieser saldierten Finanzmittel beträgt 105,8 Mio. € zum 30. September 2025 (im Vorjahr 139,4 Mio. €), während der Bruttobetrag der saldierten Finanzschulden zum 30. September 2025 0,0 Mio. € beträgt (im Vorjahr 0,0 Mio. €).
(40) Kapitalmanagement
Das Kapitalmanagement der TUI Group stellt sicher, dass die Ziele und Strategien im Interesse unserer Anteilseigner, Darlehensnehmer, Gläubiger und der übrigen Stakeholder erreicht werden können. Dabei werden im Wesentlichen folgende Ziele verfolgt:
- die Sicherstellung einer ausreichenden Liquiditätsversorgung des Konzerns
- ein profitables Wachstum und eine nachhaltige Wertsteigerung der TUI Group
- Stärkung der Generierung von liquiden Mitteln, um Investitionen, die Zahlung von Dividenden und eine Stärkung der Bilanz zu ermöglichen
- die Aufrechterhaltung einer ausreichenden Verschuldungskapazität und eines konstanten Credit Ratings
Die im Berichtsjahr durchgeführten Finanzierungsmaßnahmen werden unter Textziffer 31 „Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten“ detailliert beschrieben. Zusätzliche Informationen befinden sich unter Textziffer 39 „Finanzinstrumente“.
Steuerungsgrößen im Rahmen des Kapitalmanagements zur Bemessung und Steuerung der obigen Ziele sind der Return On Invested Capital (ROIC) und der Schuldendeckungsgrad (Netto-Leverage-Ratio), die in der nachfolgenden Tabelle dargestellt sind.
Das Invested Capital umfasst aus Konzernsicht in seiner passivischen Herleitung das Eigenkapital (inklusive Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital) sowie den Saldo aus verzinslichen Schuldpositionen und zinstragenden Vermögenswerten und eine Anpassung zur Berücksichtigung der saisonalen Veränderung der Nettofinanzposition des Konzerns. Darüber hinaus werden die kumulativen planmäßigen Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation dem Invested Capital wieder hinzugerechnet.
Die TUI Group ermittelt die Netto-Leverage Ratio als Verhältnis aus Bruttofinanzschulden plus Leasingverbindlichkeiten abzüglich Finanzmittel und sonstiger kurzfristiger Vermögenswerte zum EBITDA. Aufgrund der geringeren Nettoverschuldung und der Verbesserung unseres EBITDA (bereinigt) verbesserte sich unser Nettoverschuldungsgrad auf 0,6x im Geschäftsjahr 2025 (Vorjahr: 0,8x). Mittelfristig streben wir einen Nettoverschuldungsgrad von unter 0,5x an.
| Kennzahlen des Kapital-Risikomanagements | ||
|---|---|---|
| Mio. € | 2025 | 2024 |
| Ø Invested Capital | 5.326,0 | 5.209,5 |
| Bereinigtes EBIT | 1.413,1 | 1.296,2 |
| ROIC | 26,5 % | 24,9 % |
| Finanzschulden | 1.982,8 | 1.902,4 |
| zzgl. Leasingverbindlichkeiten | 2.454,5 | 2.639,7 |
| abzgl. Finanzmittel | 3.120,2 | 2.848,2 |
| abzgl. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 12,1 | 53,4 |
| Nettoverschuldung | 1.305,0 | 1.640,5 |
| EBITDA (bereinigt) | 2.271,6 | 2.119,7 |
| Netto-Leverage-Ratio | 0,6 | 0,8 |
| Überleitung auf bereinigtes EBITDA | |||
|---|---|---|---|
| Mio. € | 2025 | 2024 | Veränderung in % |
| EBIT | 1.368,9 | 1.275,3 | + 7,3 |
| Abschreibungen und Wertminderungen (+) / Zuschreibungen (–) auf sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen und Nutzungsrechte | 879,8 | 846,6 | + 3,9 |
| EBITDA | 2.248,6 | 2.121,9 | + 6,0 |
| Bereinigungen | 23,0 | - 2,2 | n. a. |
| EBITDA (bereinigt) | 2.271,6 | 2.119,7 | + 7,2 |
Die in der Überleitung vom EBITDA auf das bereinigte EBITDA erfassten Sachverhalte entsprechen den beim EBIT bereinigten Sachverhalten ohne Berücksichtigung der hierin enthaltenen Wertminderungen, Ab- und Zuschreibungen in Höhe von 21,3 Mio. € (Vorjahr 23,1 Mio. €).
Das Finanz- und Liquiditätsmanagement der TUI Group erfolgt für alle Tochtergesellschaften grundsätzlich zentral durch die TUI AG, die dabei die Rolle als interne Bank des Konzerns wahrnimmt. Der auf Basis des mehrjährigen Finanzplans ermittelte langfristige Finanzierungs- und Refinanzierungsbedarf wird durch den frühzeitigen Abschluss geeigneter Finanzierungsinstrumente gedeckt. Die kurzfristige Liquiditätsreserve wird durch syndizierte Kreditfazilitäten, bilaterale Bankkreditlinien und den Bestand an flüssigen Mitteln gesichert. Außerdem werden im Zuge des konzerninternen Finanzausgleichs die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur Finanzierung des Geldbedarfs anderer Gesellschaften eingesetzt.