Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell (ESRS 2, SBM-3)
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Ergebnisse unserer Analyse der doppelten Wesentlichkeit in Bezug auf wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen für Belange im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern.
| G 1 Unternehmensführung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Unterthema |
Auswirkung / Risiko / Chance |
Zeithorizont | Verortung | Beschreibung |
| Unternehmenskultur | Chance | kurz-, mittel- und langfristig |
Eigene Geschäfts- tätigkeit |
Eine starke Integrity & Compliance-Kultur kann dazu beitragen, die Leistungsbereitschaft und Motivation der Mitarbeitenden zu fördern, qualifizierte Talente zu akquirieren und langfristig zu binden sowie Risiken und Kosten durch Regelverstöße reduzieren. |
| Politische Einflussnahme und Lobbytätigkeiten | Positive Auswirkung | mittel- bis langfristig |
Eigene Geschäfts- tätigkeit |
Das transparente und registrierte politische Engagement und Lobbying von TUI in der Tourismusbranche umfasst die Förderung spezifischer politischer Maßnahmen, Vorschriften oder Interessen, die den Tourismus nachhaltig gestalten. |
| Hinweisgeberschutz | Risiko | kurz-, mittel- und langfristig |
Eigene Geschäfts- tätigkeit |
Ein Verstoß gegen das Hinweisgeberschutzgesetz und die EU-Richtlinie zum Schutz von Personen, die Verstöße gegen das Unionsrecht melden kann zu Geldstrafen, Veröffentlichung vertraulicher Informationen und zu einem Reputationsverlust führen. Ein angemessener Schutz kann das Vertrauen der Stakeholder stärken. |
| Korruption und Bestechung | Positive Auswirkung | kurz-, mittel- und langfristig |
Eigene Geschäfts- tätigkeit |
Präventive Maßnahmen und Vorschriften zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung tragen zu einem ethischen und transparenten Geschäftsmodell bei. |
TUI hat die Ambition, ein Vorbild für verantwortungsvolle Unternehmensführung in der Touristikbranche zu sein. Integrität, rechtskonformes Verhalten und Transparenz gegenüber Stakeholdern, wie zum Beispiel Gästen, Mitarbeitenden, Geschäftspartnern und Investoren, sind zentrale Elemente unserer Unternehmenskultur und tragen wesentlich zu unserer Reputation und unserem Ziel eines langfristigen Geschäftserfolgs bei.
Das Compliance-Management-System von TUI ist deshalb darauf ausgerichtet, integres Verhalten zu fördern und potenziellem Fehlverhalten vorzubeugen, Haftungsrisiken für TUI sowie für Mitarbeitende beherrschbar zu machen, Strafzahlungen und Geldbußen zu vermeiden und damit auch die Reputation zu schützen. Integrity & Compliance ist bei TUI integraler Bestandteil der Governance-Struktur und wird konzernweit durch entsprechende Prozesse und Kontrollmechanismen unterstützt.
Unsere Maßnahmen zur Förderung einer gesetzeskonformen und ethisch verantwortungsvollen Geschäftspraxis umfassen dabei insbesondere:
- Beratung der Mitarbeitenden zu den Compliance-Kernthemen Sanktionen, Korruption und Bestechung sowie Fairer Wettbewerb
- Durchführung von Risikoanalysen zu den Compliance-Kernthemen
- Sensibilisierung für das Thema Integrity & Compliance durch Kommunikationskampagnen
- Durchführung von Schulungen
- Implementierung von Maßnahmen, die sicherstellen, dass wir uns im Einklang zu unserem Bekenntnis zu integrem Handeln aus dem Integrity Passport – dem TUI Code of Conduct – befinden
- Sicherstellung des erforderlichen Informationsaustauschs zwischen dem lokalen Management und dem Integrity & Compliance-Team
- Regelmäßige Berichterstattung an das Group Executive Committee sowie an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats
Management der Unternehmensführung (G1-1)
Compliance-Management-System
Das Compliance-Management-System der TUI Group ist risikobasiert. Es beruht auf der Systematik „Vorbeugen, Erkennen und Reagieren“. Diese drei Säulen setzen sich wiederum aus einer Vielzahl von Maßnahmen und Prozessen zusammen. Unser Compliance-Management-System definiert hierfür den Aufbau- und Regelbetrieb wie auch die Dokumentation der Rollen, Verantwortlichkeiten und Prozesse in diesen Bereichen. Der Fokus unserer Arbeit liegt auf der präventiven Risikosteuerung, um potenzielle Verstöße gegen Gesetze, Vorschriften und interne Richtlinien frühzeitig zu identifizieren und systematisch zu vermeiden. Das Compliance-Management-System umfasst die Kernthemen Korruptionsbekämpfung, Fairer Wettbewerb und Handelssanktionen.
Es gilt für die TUI AG sowie alle in- und ausländischen Gesellschaften, an denen die TUI AG direkt oder indirekt Mehrheitsbeteiligungen hält, sowie sonstige Unternehmensbeteiligungen, sofern und soweit die Unternehmenssteuerung direkt oder indirekt bei der TUI AG liegt (sogenannte „Geführte Konzerngesellschaften“). Unternehmensbeteiligungen, bei denen die Unternehmenssteuerung nicht der TUI AG obliegt (sogenannte „Nicht geführte Konzerngesellschaften“), wird die Implementierung des Compliance-Management-Systems empfohlen.
Integrity & Compliance-Organisation
Der Chief Compliance Officer, der direkt an die Arbeitsdirektorin/Chief People Officer im Vorstand berichtet, ist für die Aufstellung, Unterhaltung und Weiterentwicklung des Compliance-Management-Systems verantwortlich. Hierbei wird er durch die zentralisierte, im Rechtsbereich angesiedelte Abteilung Integrity & Compliance und dessen Group Director unterstützt. Der Group Director Integrity & Compliance ist zuständig für die Ausgestaltung und Verbesserung des Compliance Management Systems. Er wird dabei von einem Team unterstützt. Für alle Regionen und Segmente der TUI Group gibt es dezidierte operative Compliance Officer. Diese stehen in engem Kontakt zum lokalen Management, das für die Einhaltung der Compliance-Vorgaben in den Gesellschaften verantwortlich ist.
Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
Die TUI Group adressiert in ihren Managementansatz die folgenden Themen:
- Strategien in Bezug auf Unternehmenspolitik und Unternehmenskultur
- Schutz von Hinweisgebern
- Politische Einflussnahme und Lobbytätigkeiten
- Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung
Managementansatz 1: Strategien in Bezug auf Unternehmenspolitik und Unternehmenskultur (IRO-1)
Ein zentraler Bestandteil unserer Ambition, ein Vorbild für verantwortungsvolle Unternehmensführung in der Touristikbranche zu sein, ist unsere Integrity&Compliance-Kultur. Diese beeinflusst das Verhalten unserer Mitarbeitenden und ihre Haltung zur Einhaltung anwendbarer Regeln. Unsere Kultur basiert auf unseren Unternehmenswerten sowie der Grundeinstellung und Verhaltensweise unserer Führungskräfte - vom Management bis hin zum Vorstand und Aufsichtsrat der TUI AG („Tone from the Top“). Besonders findet sie Ausdruck in unserem Unternehmenswert „Trusted“, der an die persönliche Verantwortung der Mitarbeitenden, die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit im Umgang mit Kunden, Kolleginnen und Kollegen sowie sonstigen Stakeholdern, appelliert. Compliance bedeutet dabei für TUI nicht nur die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften, sondern die Weiterentwicklung unserer Unternehmenskultur von einem rein regelbasierten Ansatz zu einem Wertesystem gelebter Integrität. Rechtskonformes Verhalten in den Ausübungen der Geschäftstätigkeiten und im Umgang mit Mitarbeitenden vorzugeben und zu überwachen, ist dabei die Aufgabe der Führungsgremien der TUI Group.
TUI ist Unterzeichnerin des Globalen Ethikkodex der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO), verbietet jede Form von Bestechung oder Korruption einschließlich so genannter „Schmiergeldzahlungen“ und schafft somit die Rahmenbedingungen, Geschäftstätigkeiten ethisch durchzuführen. Diese Werte sind in unserem Integrity Passport verankert und werden zusätzlich durch die vertragliche Einbeziehung des Supplier Code of Conduct an unsere Lieferanten weitergegeben, die zur Einhaltung internationaler Antikorruptionskonventionen und nationaler Antikorruptionsvorschriften, wie den Bestimmungen des UN Global Compact, des UK Bribery Act 2010, des US Foreign Corrupt Practices Act 1977, angehalten werden.
Durch unsere Integrity&Compliance-Kultur, die wir für den eigenen Geschäftsbereich aber auch in der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten etablieren wollen, fördert TUI ethisches und nachhaltiges Verhalten über die eigenen Geschäftsaktivitäten hinaus in die Lieferkette und die gesamte Tourismusbranche hinein.
Managementansatz 2: Schutz von Hinweisgebern
Das Hinweisgebersystem ist zentraler Bestandteil der verantwortungsvollen Unternehmensführung bei TUI. Deswegen bieten wir Mitarbeitenden konzernweit die Möglichkeit, anonym und repressionsfrei Hinweise auf Verstöße gegen Gesetze, umweltrechtliche oder menschenrechtliche Sorgfaltspflichten oder die im Integrity Passport verankerten Prinzipien abzugeben. Zum Schutz von Hinweisgebern vor nachteiligen Konsequenzen hat TUI interne Regeln aufgestellt. Diese sind im Integrity Passport hinterlegt und auch in der Konzernbetriebsvereinbarung zum Hinweisgebersystem verankert. Im Einklang mit den Vorgaben aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und der EU-Hinweisgeberrichtlinie wurde das Hinweisgebersystem auch für Dritte außerhalb der TUI Group geöffnet. Es wird von einem unabhängigen Dritten zur Verfügung gestellt und ist weltweit verfügbar. Die Anonymität eingehender Hinweise über das elektronische Hinweisgebersystem wird durch ein Verschlüsselungsprogramm sichergestellt. Der Zugang zum elektronischen Hinweisgebersystem ist im Intranet für alle Mitarbeitenden abrufbar. Informationen für Dritte sind auf der TUI Website veröffentlicht (https://www.tuigroup.com/de/compliance). Zusätzlich gibt es ein E-Mail-Postfach (compliance@tui.com), das als direkter Kontaktkanal zum Integrity & Compliance-Team dient.
Eingehenden Hinweisen wird im Interesse aller Stakeholder und des Unternehmens konsequent nachgegangen. Der Hinweisgeberschutz mit den Elementen der Vertraulichkeit und Diskretion steht dabei an oberster Stelle. Alle Mitteilungen aus dem Hinweisgebersystem und dem E-Mail-Postfach werden vom Integrity & Compliance-Team aufgegriffen und abhängig vom Sachverhalt in Abstimmung mit verschiedenen Abteilungen untersucht und aufgearbeitet. Die mit der Durchführung von Verfahren, auch in Bezug auf Vorfälle in Zusammenhang mit der Unternehmensführung, betrauten Personen sind grundsätzlich zu Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Weisungsungebundenheit sowie Vertraulichkeit verpflichtet, sodass eine Trennung der Untersuchungsbeauftragten von der Management-Kette sichergestellt wird. Details zur Bearbeitung der Fälle im Hinweisgebersystem sind in der Verfahrensordnung niedergelegt. Diese ist im lokalen Intranet und auf der TUI Website abrufbar (https://www.tuigroup.com/de/whistleblowing). Personenbezogene Daten, die über das elektronische Hinweisgebersystem an uns herangetragen werden, werden entsprechend des Löschkonzepts behandelt. Verpflichtende Schulungen und fortlaufende Kommunikationsmaßnahmen tragen dazu bei, dass Mitarbeitende Kenntnis über das Hinweisgebersystem haben.
Informationen aus dem Hinweisgebersystem fließen in den vierteljährlichen Bericht an das Group Executive Committee und den jährlichen Bericht an den Prüfungsausschuss ein.
Managementansatz 3: Politische Einflussnahme und Lobbytätigkeiten (G1-5)
TUI setzt sich im Rahmen ihrer Lobbyarbeit für Aspekte des nachhaltigen Tourismus ein und hat das Ziel, dadurch einen positiven Beitrag zum globalen Tourismusmarkt zu leisten. Dabei achtet TUI auf ethische Praktiken und Transparenz, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zu bewahren und Korruption zu verhindern und verzichtet auf finanzielle oder in Form von Sachleistungen geleistete politische Zuwendungen. Da es keine spezifischen Richtlinien gibt, die sich ausschließlich mit Lobbying und politischem Engagement befassen, ist es entscheidend, dass sich alle Mitarbeitenden an den im Integrity Passport verankerten Werten orientieren und die internen Konzernrichtlinien Geschenke und Einladungen und Fairer Wettbewerb kennen, um Transparenz und Integrität in den Geschäftstätigkeiten von TUI sicherzustellen.
Insgesamt konzentrieren sich die strategischen Ziele und Ambitionen der TUI Group in Bezug auf politisches Engagement und Lobbying-Aktivitäten darauf, Integrität, Transparenz, ethische Geschäftspraktiken zu wahren und den Ruf der TUI Group sowie das Vertrauen der Stakeholder zu schützen.
Die Umsetzung dieser Prinzipien und die strategische Ausrichtung der TUI Group werden maßgeblich durch die Vertreter der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane getragen. Keines der Mitglieder der Verwaltungs-, Leitungs- oder Aufsichtsorgane von TUI war in den zwei Jahren vor seiner Ernennung in der öffentlichen Verwaltung oder in Regulierungsbehörden tätig.
TUI ist in den Lobbyregistern sowohl für Deutschland als auch für die EU registriert. Diese Registrierung fördert die Transparenz und ermöglicht es TUI, aktiv zur Gestaltung nachhaltiger und verantwortungsvoller Tourismuspolitiken beizutragen.
Informationen zum Lobbyregister sind auch öffentlich auf unserer Website https://www.tuigroup.com/de/politik verfügbar.
| Lobbyregister | ||
|---|---|---|
| Register | Name | Registernummer |
| EU-Transparenzregister | TUI AG | 654909925315-71 |
| Lobbyregister Deutscher Bundestag | TUI AG | R001264 |
Die politischen Engagements und Lobbying-Aktivitäten der TUI Group orientieren sich an spezifischen Gesetzgebungsprozessen und regulatorischen Anforderungen in den Quellmärkten und Zielgebieten. Zwar existiert kein übergeordnetes, messbares Ziel für diese Aktivitäten, dennoch ergeben sich daraus vielfältige Möglichkeiten, die positive Wirkung des Unternehmens gezielt zu verstärken. Ein ausgewogenes politisches Engagement kann die Entwicklung und Umsetzung von EU-weiten, nationalen und regionalen Politiken und Vorschriften unterstützen. Dadurch trägt TUI dazu bei, ein förderliches Geschäftsumfeld zu gestalten und die nachhaltige Entwicklung der Tourismusbranche aktiv voranzutreiben.
Diese strategische Ausrichtung zeigt sich auch in einer Reihe konkreter Lobbyaktivitäten, mit denen TUI aktiv zur Gestaltung nachhaltiger Tourismuspolitik beiträgt:
Alternative Kraftstoffe
TUI fordert eine beschleunigte Verbreitung alternativer Kraftstoffe (wie Bio-LNG im Kreuzfahrtsektor) durch wirksame Anreizsetzung für Fluggesellschaften und Reedereien.
Blending Quota/Beimischungsquote
TUI unterstützt die Beimischung von nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF), fordert jedoch Unterstützungsmaßnahmen für die Herstellung sowie politischen Druck für Beimischungsquoten außerhalb der EU.
Landstromversorgung beschleunigen
TUI fordert einen beschleunigten weltweiten Ausbau von Häfen hinsichtlich der Infrastruktur für Landstromversorgungen für große Kreuzfahrtschiffe sowie die Erarbeitung von Ökostromkonzepten.
PtL-Beimischungsquote EU-einheitlich umsetzen (Deutschland)
TUI fordert die Abschaffung der ab 2026 in Deutschland bestehenden, strengen Beimischungsquote für Power-to-Liquid-(PtL)-Kraftstoffe, die über die EU-weit geltende Quote hinausgeht.
Single European Sky reformieren
TUI fordert eine Weiterführung der europäischen Reform des Single European Sky (SES) durch die EU-Kommission.
Transparenz und umfassende Kundeninformationen
TUI fordert klare und nachvollziehbare Regeln und Bedingungen für Pauschalreisen sowie eine Verpflichtung für Online-Plattformen, ihre Kunden proaktiv und klar über den Umfang des Schutzes zum Zeitpunkt der Buchung und beim Verkauf einzelner Leistungen zu informieren.
Managementansatz 4: Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung (G1-3)
Die TUI Group verfolgt einen umfassenden und einheitlichen Null-Toleranz-Ansatz gegenüber Korruption und Bestechung, der in den verschiedenen Regionen und Segmenten der TUI Group konsistent ist. TUI hat Prozesse und Maßnahmen eingeführt, die zur Prävention und Aufdeckung von Korruption und Bestechung beitragen sollen. So wurden entsprechende Konzernrichtlinien implementiert, die sich auf die Prävention von Korruption und Bestechung fokussieren und regelkonformes Verhalten fördern, indem sie Orientierung im Umgang mit den wichtigsten Rechts– und Integritätsfragen in der täglichen Arbeit geben und so zu einem fairen und rechtskonformen Verhalten im Geschäftsverkehr beitragen. Dieser Ansatz manifestiert sich im Integrity Passport, dem TUI Verhaltenskodex und im Supplier Code of Conduct. Beide Dokumente legen die allgemeinen Grundsätze der Integrität und des ethischen Verhaltens fest, die von allen Mitarbeitenden und Lieferanten erwartet werden. Sie verbieten ausdrücklich jede Form von Bestechung und andere Formen der Korruption, einschließlich „Schmiergeldern“. Sie enthalten außerdem Informationen darüber, wo vermutete Verstöße gemeldet werden können, einschließlich Links zur TUI SpeakUp Line, die ein anonymes Melden ermöglicht.
TUI SpeakUp Line (https://secure.ethicspoint.eu/domain/media/de/gui/112626/index.html)
Der Integrity Passport, Supplier Code of Conduct und alle Konzernrichtlinien werden durch den Vorstand genehmigt. Konzernrichtlinien sind für alle Mitarbeitende geführter Konzerngesellschaften verbindlich einzuhalten.
Informationen für Mitarbeitende sind im Intranet zugänglich und abrufbar unter (https://www.tuigroup.com/de/compliance bzw. https://www.tuigroup.com/de/verantwortung-und-positionen/menschenrechte).
Zusätzlich sind Informationen für Dritte auf der Website der TUI Group veröffentlicht unter https://www.tuigroup.com/de/compliance bzw. https://www.tuigroup.com/de/verantwortung-und-positionen/menschenrechte).
Auch die Konzernrichtlinie Geschenke und Einladungen enthält detailliertere Information dazu, wann die Zuwendung oder Annahme von Geschenken und Einladungen als angemessen bewertet werden kann. Sie betont die Bedeutung von Transparenz, indem sie vorschreibt, dass Geschenke und Einladungen im Geschenke- und Einladungsregister dokumentiert werden sollen, und formuliert das Erfordernis einer vorherigen Genehmigung für Geschenke und Einladungen, bei denen Amtsträger involviert sind.
Der Bereich Integrity & Compliance stellt des Weiteren eine „Compliance-Klausel“ zur Vereinbarung in Verträgen zur Verfügung, die die oben genannten Verpflichtungen hinsichtlich der Verhinderung von Korruption und Bestechung enthält und an unsere Lieferanten weitergibt.
Außerdem wird bei Führungskräften jährlich eine Abfrage zu Interessenkonflikten durchgeführt, um sicherzustellen, dass potenzielle Konflikte transparent gemacht und bei Bedarf aufgelöst werden können.
In regelmäßigen Abständen wird bei ausgesuchten Gesellschaften der TUI Group eine Risikoanalyse unter anderem zu dem Thema Korruption und Bestechung durchgeführt. Das Ergebnis dieser Analysen wird mit dem verantwortlichen Management besprochen, risikominimierende Maßnahmen werden abgeleitet und implementiert.
Eingehende Meldungen zu potenziellen Korruptions- und Bestechungsfällen werden in Zusammenarbeit mit relevanten anderen Geschäftsbereichen untersucht. Erkenntnisse aus den Untersuchungen werden verwendet, um das Compliance-Management-System zu verbessern, die entsprechenden Prozesse anzupassen und so systemisches Fehlverhalten zu verhindern. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden regelmäßig vom Group Director Audit an das Group Executive Committee und den Aufsichtsrat berichtet.
Für alle Mitarbeitenden ist das Online-Training zum Integrity Passport verpflichtend, in welchem das Thema Integrität und die zugrunde liegenden Unternehmenswerte erläutert werden. Auch die Themen Korruptionsbekämpfung und ein angemessener Umgang mit Geschenken und Einladungen werden dort thematisiert, um so risikoorientiert hinsichtlich der jeweiligen Herausforderungen zu sensibilisieren. Nach zwei Jahren müssen Adressaten die Schulung auffrischen. Informationen zu Abschlussquoten in den Schulungen fließen in den vierteljährlichen Bericht an das Group Executive Committee und den jährlichen Bericht an den Prüfungsausschuss ein.
Neben Schulungen nutzt TUI weitere Kommunikationsformate, um die Wichtigkeit von Compliance zu vermittelt. Dazu gehören Artikel, kurze Videobeiträge und Informationsmaterialien, die über die Website von Integrity & Compliance im konzerninternen Intranet bereitgestellt werden.
Das Compliance-Management-System wird regelmäßig durch die Konzernrevision auditiert. Die Erkenntnisse aus dem Audit tragen zur Weiterentwicklung und Verbesserung des Compliance-Management-Systems bei.
Alle Maßnahmen auch in Bezug auf die Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung werden regelmäßig an das Group Executive Committee und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet und im Group Risk Oversight Committee besprochen.
Am stärksten gefährdet sind Führungskräfte in Schlüsselfunktionen und Mitarbeitende in Zielgebieten. Rund 89 % der Gesamtbelegschaft werden durch das Integrity Passport Training adressiert – ausgenommen sind Piloten und Kabinenpersonal.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es keine Vorfälle von Korruption oder Bestechung, die zu einer Verurteilung oder Geldstrafe geführt haben.
Derzeit können mangels belastbarer Benchmarks und messbarer Erfolgsindikatoren keine konkreten Ziele definiert werden. Wir arbeiten fortlaufend daran, aussagekräftige KPIs zu entwickeln und in die Berichterstattung zu integrieren. Wir setzen uns dafür ein, rechtliche Vorgaben sowie interne Richtlinien konsequent einzuhalten, um Risiken frühzeitig zu erkennen und potenzielle Verstöße zu vermeiden, die dem Unternehmen schaden könnten.